So. 01. Juni 2014 um 16:08

Review: Das LG L40 Einsteigersmartphone im Test

von Christian Fritsch1 Kommentare

Als Geek, Nerd oder wie man es auch nennt, wird man oft gefragt: „Welches Smartphone soll ich nehmen?“ Vor allem von Leuten, die noch nie ein Smartphone hatten. Aktuell gibt es für Sparfüchse das Motorola Moto G. Das kostet unter 200€ und besitzt alles, was man so benötigt. Noch günstiger geht es aktuell mit dem LG L40. Das kostet aktuell rund 90€ und ist trotzdem mit der aktuellsten Android Version ausgestattet.

Verzeichnis

 

Design und Verarbeitung

Das LG L40 ist trotz seines kleines Preises wirklich gut verarbeitet. Es handelt sich zwar nicht um einen Metallbody, sondern um Plastik. Aber Plastik ist jedoch nicht gleich Plastik, es gibt sowohl sehr hochwertigen, als auch minderwertigen Kunststoff. LG hat hier ein gutes Mittelmass in Sachen Preis und Material gefunden. Das Gerät fühlt sich nicht billig an und das ist die Hauptsache. Es gibt weder Spaltmasse, noch irgendwelche scharfen Kanten. 

 

Das Design ist überraschend gut. Es lässt das Smartphone edel wirken und trotzdem ist es handlich und gut ergonomisch geformt. Ganz besonders gut gefällt die Rückseite. Diese ist nicht glatt, sondern hat eine geriffelte Oberfläche. Dadurch liegt das Gerät sehr angenehm und sicher in der Hand. Hier könnten sich einige Hersteller eine Scheibe abschneiden.

Hardware 

Die Hardware kann man natürlich nicht mit einem aktuellen Flaggschiff vergleichen, doch das, was man für sein Geld bekommt, ist okay. Was ist persönlich ein wenig schade finde, ist die Grösse des Displays. 3.5 Zoll sind wirklich klein für ein Smartphone. Die Bedienung ist zwar durchaus in Ordnung, aber mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn man dem Gerät mindestens 4 Zoll spendiert hätte – immer wieder liest man aber, dass sich Leute kleinere Smartphones wünschen, diesem Wunsch kann LG mit dem L40 auf jeden Fall gerecht werden. Als Prozessor hat LG einen Snapdragon 200 verbaut. Hierbei handelt es sich um einen Dual-Core Prozessor, der pro Kern 1.2 GHz besitzt. Zwar läuft es dadurch flüssig, aber das Gerät nimmt sich beim Starten von Apps trotzdem die ein oder andere Denksekunde.

 

Das muss allerdings nicht nur mit dem Prozessor zu tun haben, sondern liegt mit auch am Arbeitsspeicher. Dieser ist mit 512 MB schon wenig eng bemessen, vor allem für ein Android Smartphone. Doch Google hat mit Android KitKat ein wenig das Speicherfressen reduziert. Wenn wir schon bei Speicher sind, kommen wir doch gleich zum internen Speicher. Der beträgt beim L40 4 GB, davon sind aber nur 1.5 GB frei verfügbar. Wer mehr Speicher möchte, kann sich eine MicroSD-Karte kaufen. Das LG L40 unterstützt Speicherkarten mit bis zu 32 GB.

 

Hardware 

 

Display-Diagonale 

3.5 Zoll (8.89 cm) 

Display-Typ 

IPS-Panel

Display-Auflösung 

480 x 320 Pixel 

Masse (L x B x H) in mm 

109.4 x 59 x 11.9 mm 

Gewicht 

120 g 

Akku 

1540 mAh Akku 

Chipsatz 

 

System 

Snapdragon 200 SoC (MSM8210

Prozessor 

Cortex A5 mit 1.2 GHz 

Grafik 

Adreno 203 GPU 

RAM 

512 MB

Speicher 

4 GB fest verbaut, erweiterbar per MicroSD um bis zu 32 GB 

Konnektivität 

 

Mobilfunk 

HSDPA ( bis zu 14.4 Mbits/s). HSUPA, UMTS, GSM 

WiFi 

802.11 /b/g/n/ + Wifi Direct

Bluetooth 

4.0 

USB 

MicroUSB 

Infrarot 

Nein 

NFC 

Nein

Video Ausgang 

Nein

Kamera 

 

Sensor 

3 Megapixel 

Blitz 

Nein

Frontkamera 

Nein 

Display

Von dem Display darf und kann man nicht wirklich viel erwarten. Durch das IPS-Panel hat es wirklich sehr gute Blickwinkel. Man kann das Display egal von welcher Seite man schaut immer gut lesen. Wie bereits erwähnt, ist das Display relativ klein mit 3.5 Zoll. Die Auflösung des Displays ist nicht mehr wirklich zeitgemäss und etwas gewöhnungsbedürftig. Die Farben auf dem Display wirken natürlich, dennoch wirkt es trotzdem unscharf. Das liegt aber einfach an der Auflösung des Displays. Irgendwelche besonderen Kalibierungen oder Engines wie bei Flaggschiffen gibt es natürlich nicht – aber es ist und bleibt ein Einstiegsgerät und die wenigstens Leute werden diese Möglichkeiten vermissen.

Kamera

Die Kamera des LG L40 eher unterer Durchschnitt. Man kann damit Fotos machen, ja, aber die Qualität der Fotos ist naja, nicht wirklich berauschend. Die Kamera verfügt über kein LED Licht, Blitz oder Ähnliches und es gibt auch keinen dedizierten Kamera-Button. Aber wer möchte, kann einstellen, dass die Lautstärken-Wippe als Kamera-Button dient. Auch ein nettes Feature ist der Sprachauslöser.

 

Wie der Name schon sagt, schiesst man ein Foto via Sprachbefehl. Diese lauten Cheese, Smile, LG, Whisky oder Kimchi. Schaut bitte vorher in den Settings nach, ob die Bildgrösse auch wirklich auf 3 Megapixel steht, bei uns war es der Fall, dass diese auf W2M stand. Die sonstigen Einstellmöglichkeiten sind Standard – ISO-Wert, Weissabgleich Farbeffekt, Geotagging, Timer, Helligkeit uns so weiter. Videos kann man zwar auch mit dem Gerät aufnehmen, aber davor ist eigentlich abzuraten. Denn ein Video in einer Auflösung von 800 x 480 ist jetzt nicht wirklich sehenswert.

 

Software und Akkulaufzeit

In Sachen Software hat LG sich nicht lumpen lassen. Es wurden einige Software Features installiert. Ein sehr cooles Features ist der Knock Code. Damit kann man sein Gerät mit einem bestimmten Klopf Code sperren. Ihr wollt nicht, dass jemand in euren privaten Nachrichten oder Emails rumstöbert? Dann hat LG das Richtige eingebaut mit dem sogenannten Gäste-Modus. So können Freunde, Eltern oder Kolleginnen sich das Gerät anschauen und testen, aber eure Privatsphäre bleibt bestehen. Auch ein sehr beliebtes Feature, welches  gerne und oft verwendet wird, ist Double Tap to Wake.  

 

Auch sehr nützlich ist, dass man das Gerät umdrehen kann, wenn man einen Anruf erhält und es sich dadurch stumm schaltet. Dasselbe gilt für den Wecker oder bei der Videowiedergabe. Die Tastatur des Gerätes ist aufgrund des kleinen Displays auch klein. Dennoch, muss ich sagen, ist sie wirklich sehr gut zu bedienen. An Software ist eigentlich alles installiert, was man als Neuling so benötigt.  Eine Telefon App, eine zum Schreiben von SMS, ein Videoplayer, ein Music-Player, der PlayStore von Google zum Installieren von weiteren Apps, eine Radio App, die Google Apps wie z.B. Gmail, Hangouts etc. und sogar ein Dateien-Manager ist installiert – also ein Rundum-Sorglospaket für alle.

 

Bei der Oberfläche des LG L40 handelt es sich um Easy UI. Das Easy soll, wie der Name schon sagt, für einfach stehen und das ist die Oberfläche auch. Sie soll älteren und unerfahrenen Nutzerinnen und Nutzern dabei helfen, mit dem Smartphone zurecht zu kommen. Ich finde, das schafft sie wirklich gut. Wem beispielsweise die Schriftgrösse zu klein ist, kann in den Anzeige-Einstellungen diese im Handumdrehen auf eine grössere Schriftgrösse ändern.

 

Akkulaufzeit

Nicht nur bei High-End Geräten ist dieses Thema wichtig, sondern auch bei Einstiegsgeräten. Das LG L40 macht einen richtig guten Job, wenn es um Akkulaufzeit geht. Wenn man das Szenario eines Neulings nimmt – ein paar SMS/WhatsApp Nachrichten, ein paar E-Mails, das ein oder andere Telefonat und ein bisschen Facebook – dann kann man sagen, dass das Gerät locker 2-3 Tage von der Akkulaufzeit hält. Die Akkulaufzeit ist natürlich variabel, je nachdem, wie stark man das Gerät verwendet. Dennoch waren wir sehr überrascht, wie viel Laufzeit aus so einem kleinen Akku kommen kann.

Fazit

Das LG L40 ist ein Low-End-Gerät. Es hat einige positive Ansätze wie die vielen Software Features oder das kompakte und tolle Design, es hat aber natürlich auch seine Schwächen. Das Display sollte in der nächsten Generation definitiv etwas grösser ausfallen. Auch die Auflösung ist ein wenig zu gering, denn hier wirkt leider vieles matschig. Schon allein wegen der Zielgruppe, die LG damit ansprechen möchte, also ältere Leute, sollte hier nachgebessert werden.

 

Auch ist der Prozessor ein wenig schwach auf der Brust, es kommt öfter mal zu Verzögerungen und das muss bei dem heutigen Standard ja nicht sein, oder? Doch alles in allem muss ich sagen, dass das LG L40 von mir eine Kaufempfehlung verdient. Grund sind der geringe Preis, die tolle Akkulaufzeit und die guten Anpassungsmöglichkeiten der Software. Wer also ein solides, günstiges Smartphone für Freunde, Eltern oder Grosseltern sucht, sollte mal das LG L40 in die engere Wahl mit aufnehmen.

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Eine Antwort zu “Review: Das LG L40 Einsteigersmartphone im Test”

  1. Setter sagt:

    Danke sehr aufschlussreicher Bericht.
    In Vorschaue denke ich jedes Mal das Display hat einen Bruch

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