Sa. 20. Februar 2016 um 14:59

Review: BQ Aquaris M5 im Test

von Yves Jeanrenaud2 Kommentare

Geliefert wird das BQ Aquaris M5 mit Kurzanleitung und Garantiebestimmungen sowie einem micro-USB-Kabel. Das Gerät selbst ist 143 x 70 x 8 mm gross, aus Kunststoff gefertigt und wiegt 144 Gramm.

Das BQ Aquaris M5 ist ein Android-Gerät, von Haus aus mit Android 5.0.2 Lollipop und mit dem Snapdragon 615 OctaCore mit 1.5 GHz von Qualcomm bestückt. Noch dazu gibt es eine Adreno 405 GPU hinter dem 5 Zoll Display, welches mit 1080 x 1920 Pixel in Full-HD auflöst und so 441 ppi Punktdichte bietet. Die rückseitige Kamera löst mit 13 Megapixel auf, die Frontkamera bietet immerhin 5 Megapixel. NFC, LTE, Bluetooth 4.0 LE, 16 GB oder 32 GB interner Speicher sind mit an Bord, ebenso wie Helligkeitssensor, Näherungssensor, Beschleunigungssensor, digitaler Kompass, Gyroskop und Magnetfeldsensor. Die 16 GB-Variante, bei der 11.8 GB zum Speichern verfügbar sind, gibt es wahlweise mit 2 oder 3 GB RAM, die 32 GB nur mit 3 GB und es sind 27.8 GB frei.

Der fest verbaute 3’120 mAh starke Akku befeuert das Dual-SIM-Gerät, bei dem beide micro-SIM-Karten gleichzeitig im LTE-Netz online sein können, für gut zwei bis drei Tage.

 

Designtechnisch ist das spanische Aquaris M5 nicht aufregend, wenngleich die Verarbeitung einwandfrei ist. Der Plastik wirkt bei Weitem nicht billig, es knarzt und knackt nirgends. Die Rückseite des Gehäuses ist um wenige Millimeter eingerückt. Das barrenförmige Smartphone in schwarz oder weiss hat abgerundete Ecken und drei berührungssensitive Hardwaretasten unter dem Display. Kamera und konfigurierbare Benachrichtungs-LED befinden sich oben, neben der Kamera Sensoren und der Lautsprecher. Auf der Rückseite ist in der oberen, linken Ecke die Kamera und der Dual-LED-Blitz zu finden, mittig ist der silberne Schriftzug bq eingelassen. Die Unterseite beherbergt zwei Lautsprecheröffnungen sowie den micro-USB-Anschluss. Auf der linken Seite sind die zwei SIM-Kartenslots im micro-Format zu finden, rechts der micro-SD-Slot, die Lautstärkewippe sowie die Ein/Aus-Taste. Ungewöhnlich ist hierbei, dass diese Taste mittig auf dieser Seite untergebracht ist. Oben sind 3.5-mm-Stereoklinkenanschluss und das zweite Mikrofon für die Rausch- und Umgebungsgräuschunterdrückung zu finden.

Als Software kommt pures Android Lollipop ohne viel Schnickschnack zum Einsatz. Einzig die vorinstallierte App BQ Plus, welche einen Schutzbrief für das Handy anbietet, der gegen Bildschirmbruch, Wasserschäden, Stösse, Stürze und Diebstahl schützt. Darüberhinaus ist eine Dolby App vom Soundchip-Hersteller Cirrus Logic verfügbar. Ebenfalls ist noch zu bemerken, dass Updates auf neue Android-Versionen relativ zügig kommen. Wann Android 6 Marshmallow allerdings erscheint, ist noch unklar. Da aber BQ Deutschland das Erscheinen bereits via Facebook bestätigt hat, sind wir hierbei zuversichtlich. 

Der Snapdragon 615 im Inneren sorgt für passable Leistung, selten ruckelt es. Selbstverständlich ist der verbaute Chipsatz nicht das absolute Nonplusultra, für den alltäglichen Gebrauch reicht er aber dicke aus und aktuelle Spiele laufen auch ordentlich. Die Sprachqualität bei der Telefonie ist auf gutem Niveau, das Gegenüber ist gut zu verstehen und auch die eigene Stimme kommt gut auf der anderen Seite an. Leider ist der verbaute Lautsprecher aber so dermassen leise, dass weder Musikgenuss, noch Freisprechen überhaupt irgendwie möglich ist, wenn die Umgebung nicht wirklich totenstill ist. Toll jedoch ist, dass die Kamera mehr als nur für Schnappschüsse taugt.

Preis

Das Aquaris M5 kostet in der kleinsten Variante mit 16 GB und 2 GB RAM stolze 269,90 Euro bzw. 386.- SFr. Das zusätzliche GB RAM kostet 20 Euro, für 309,90 Euro bzw. 453.- SFr. gibt es dann die 32 GB interner Speicher und 3 GB RAM beim Hersteller. Bei Amazon sind die Geräte für 284,90 Euro, 299 Euro bzw. 327,07 Euro zu haben.  

Fazit

Das spanische BQ präsentiert mit dem Aquaris M5 ein solides Stock-Android-Handy mit passabler Ausstattung und unaufgeregtem, angenehm bekannten Design. Toll ist die Notfall-Kontakte-Funktion auf dem Sperrbildschirm, die es ermöglicht, ohne die Details der Kontakte preis zu geben, diese direkt zu kontaktieren. Die Einstellmöglichkeiten der Benachrichtungs-LED sind super und so selten zu finden: Neben der Möglichkeit, verschiedene Farben für verschiedene Nachrichten zu konfigurieren, kann man auch Zeitpunkte einstellen, zu denen die LED dunkel bleiben soll, wie etwa nachts. Was auffällt, ist die geringe Wärmeentwicklung auch unter Volllast. Das liegt einerseits an der CPU, andererseits scheint man in der Entwicklungsabteilung von BQ auch vieles richtig gemacht zu haben. Wäre der Preis nicht so hoch, hätte das Gerät aus Spanien durchaus eine Chance auf dem Markt.

vg-wort
Das könnte Sie auch interessieren

2 Antworten zu “Review: BQ Aquaris M5 im Test”

  1. michaels sagt:

    Nett, dass ihr über das Aquaris M5 berichtet. Ich habe dieses Gerät schon mehrere Monate und bin sehr begeistert davon. Leider liest man nur sehr selten davon.

    Beim Preis bin ich allerdings nicht mit euch einverstanden. Bei Amazon ist das M5 in der kleinsten Variante (2 GB RAM / 16 GB Speicher) für 239 EUR. Wer in die Schweiz liefern lässt, dem wird die MwSt direkt abgezogen, dafür muss Import vorausbezahlt werden. Insgesamt (inkl. Zoll und Portokosten) kostet das Aquaris M5 in der Schweiz somit 245 EUR oder 279 CHF. Das ist mehr als 100 CHF weniger als ihr angegeben habt!

  2. michaels sagt:

    Ups, stimmt gar nicht. Ich hatte beim Nachschauen noch was anderes im Warenkorb, was gar nicht dazugehört 🙂

    Bei Lieferung in die Schweiz kostet das Gerät sogar nur 201 EUR + 16 EUR für den Import. Die Portokosten entfallen. Macht total 217 EUR oder sagenhafte 246 CHF.

Schreibe einen Kommentar

Teilen