So. 31. August 2014 um 20:23

Review : ASUS Memo Pad 10

von Christian Fritsch0 Kommentare

1. Lieferumfang

Der Lieferumfang des ASUS Memo Pads 10 hat mich persönlich sehr überrascht. Neben dem Tablet selbst ist noch folgender Lieferumfang enthalten:

  • ein Micro USB auf USB Kabel
  • ein Netzteil
  • ein OTG-Kabel Micro USB auf USB
  • ein kleiner Tabletständer 
  • die obligatorischen Anleitungen.

Das ASUS Memo Pad ist in drei verschiedenen Farben erhältlich: Schwarz, Weiss und Pink. Wir haben die weisse Farbvariante erhalten. Das besondere an diesem Lieferumfang ist das OTG-Kabel und der Tabletständer, hier hat ASUS auf jeden Fall mitgedacht.

Wer nicht weiss, was ein OTG-Kabel ist: Mit diesem Adapter-Kabel kann man aus einem Micro USB Anschluss einen USB Anschluss machen. Damit ist das Tablet vielseitig einsetzbar, beispielsweise kann man eine Maus, eine Tastatur oder eine Kamera anschliessen. 

2. Technische Details

Betriebssystem               Android 4.2.2

Masse                             256 x 174.6 x 10.5 mm 

Gewicht                           522 Gramm

Display                            10.1 Zoll IPS Display, HD Auflösung (1280×800 Pixel)

CPU                                 Rockchip RK101 (Quad Core 1.6 GHz)

RAM                                1 GB

Speicher                          8/16 Gigabyte

Micro SD                         Erweiterbar bis 64 Gigabyte

Verbindungen                  WLAN (b/g/n), Bluetooth 3.0+EDR

Anschlüsse                      micro USB, 3.5 mm Klinkenstecker, micro SD 

Kamera                            1.2 MP Front Kamera (720p Video)
                                         2 MP Rückseiten Kamera mit Autofokus (720p Video)

 

3. Design und Verarbeitung

Das Design des ASUS Memo Pad 10 ist hübsch. Der Rahmen um das Display ist zwar etwas breiter als bei anderen Tablets, das ist aber nicht weiter störend. Positiv daran ist sogar, dass man das Tablet mit der Hand komplett umschliessen kann und es auch gut an den Seiten festhalten kann, ohne das Display direkt zu berühren. 

Die Rückseite des Memo Pads zeigt sich in Klavierlack-Optik. Normalerweise sind glänzende Rückseiten Fingerabdruck-Magneten, bei dem weissen Modell konnte dies aber nicht festgestellt werden. Dies könnte allerdings auch an der Farbe liegen und nicht am Material. Wenn wir schon beim Material sind, kommen wir zur Verarbeitung des Gerätes. Die ist ausgesprochen gut, es gibt keine scharfen Kanten oder Druckgeräusche. Auch die Druckpunkte der Knöpfe sind sehr gut „spürbar“. 

 

4. Display

Das Display des Memo Pad ist durchschnittlich. Bei der Auflösung handelt es sich nicht um Full HD, sondern nur um 720P.  Dennoch kann man hier weder bei der Farbwiedergabe noch bei der Blickwinkeldichte meckern. Durch den geringen ppi-Wert (149) kann man zwar Pixel erkennen, als störend wird dieser Punkt allerdings nicht empfunden. Der Nachteil ist die Tabletnutzung bei direkter Sonneneinstrahlung. Dies ist ein altbekanntes Problem bei Displays, wenn man im Freien mit dem Tablet unterwegs ist und die Sonne direkt auf das Display strahlt, gibt es sehr starke Spiegelungen. Man hat Probleme, etwas auf dem Bildschirm zu erkennen. Auch zu erkennen ist dies auf den Bildern, die von dem Tablet gemacht wurden.

 

5. Performance und Akku

In Sachen Perfomance muss man bei diesem Gerät leider Abstriche machen. Man merkt immer mal wieder den schwächeren Prozessor. Mit Verzögerungen, Ruckeln oder Ladeprobleme kann man ab und an rechnen. Bedenkt man jedoch den wahnsinnig günstigen Preis des Gerätes, kann man über diese Mängel leicht hinwegsehen.  

ASUS gibt bei der Akkulaufzeit rund 9.5 Stunden an. Die konnten im Test zwar mit dem Memo Pad nicht erreicht werden, dennoch hielt der Akku relativ lang, je nach Art der Nutzung waren zwischen sechs (Gaming) und acht (Surfen) Stunden möglich.

 

6. Kamera und Sound

Das ASUS Memo Pad hat eine zwei Megapixel Kamera hinten und eine 1.2 Megapixel Kamera vorne. Wirklich gebrauchen kann man diese aber nicht, für Schnappschüsse ist sie bedingt geeignet.

Auf der Rückseite des Geräts befinden sich auch die Dual-Lautsprecher. Sie haben einen guten Klang, man muss natürlich darauf achten, dass man mit der Hand nicht den Lautsprecher verdeckt.

7. Software

Das leidige Thema Software: Nachdem das Tablet das erste Mal eingeschaltet wurde, gab es erst einmal ein paar Updates. Nach diesen Updates hat man die aktuellste Android Version 4.2.2 aka Jelly Bean installiert. Dies ist zwar nicht die aktuellste Version von Android, dennoch ist sie in Ordnung. Bei dem Userinterface hat ASUS selbst Hand angelegt, was sie auch gut hinbekommen haben. Man hat ein Wetter Widget, das mit oder auch ohne Ortungsdienst funktioniert und ein Widget, das die Anzahl der neuen E-Mails anzeigt. Diese Widgets kennen wir bereits von anderen ASUS Smartphones und Tablets.

In der Menüführung wurde alles beibehalten und nicht geändert, wie dies beispielsweise bei anderen Herstellern der Fall ist. Man muss sich also an keine neuen Besonderheiten gewöhnen.

 

Das Gerät ist erhältlich beim schweizer Händler Steg Electronics

 

8. Fazit

Das ASUS Memo Pad ist ein wirklich solides Android-Tablet. Wer auf der Suche nach guten und günstigen Tablet ist, für den ist das Memo Pad geeignet. Besonders der Preis ist natürlich sehr attraktiv: Für rund 200 € erhält man ein gutes Gerät. Auch kleinere Spiele funktioniert auf dem ASUS Memo Pad ohne Probleme. Gerade für Sparfüchse oder Leute, die das Tablet nicht oft im Einsatz hat, ist es wirklich empfehlenswert.

Natürlich muss man bei dem Preis auch negative Sachen in Kauf nehmen. Durch den schlechten Prozessor muss man öfters die ein oder andere Sekunde warten. Auch Fotos und Videos würde ich mit dem Tablet nicht machen, weil die Bildqualität nicht sehr gut ist.

 

 

 

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