Mo. 28. September 2015 um 9:32

Review: Angry Birds 2 – Die Vögel sind wieder da

von Mike Leitner1 Kommentare

Grafik und Gameplay

Nun, zu den Angry Birds selbst muss man ja nicht viel erklären, die meisten sind klein, rund (manche auch dreieckig) und bunt. Sie hassen die Schweine, meist grün, und wollen deren Hab und Gut zerstören. Das alles der Geschichte nach für drei Eier – Verhältnismässigkeit adieu!

Aber wollen wir mal nicht so sein. Die Darstellung der Geschichte kann überzeugen: Schön und liebevoll gezeichnete Animationen begrüssen einen beim ersten Start des Spieles, bevor es dann auch schon gleich in die Schlacht geht. Recht schnell merkt man, dass Version 2 der Schweineschlachterei (Angry Birds) optisch viel Neues zu bieten hat, alles wurde schön animiert oder gezeichnet, parallaxe Effekte erwarten uns in den Levels und viele schöne kleine Details sind auch dabei. Gameplaymässig kommen eigentlich nur MultiStage Level dazu, also besteht ein Level nun z.B. aus mehreren Teilen. Auch Zauber sind neu, die gibt es in verschiedenen Versionen. Da ist zum Beispiel die Gummiente: Abgeschossen wie ein Vogel, fällt Sie dann auf das gesamten Level.

 

Mit anfänglich 250 Level ist Angry Birds 2 recht üppig ausgestattet, wobei sich diese in unterschiedliche grafische Stile unterteilen. Ca. 15 Level besitzen immer den gleichen Stil, danach darf man weitere erwarten. Dabei wird es, wie gewohnt, bei jedem Wechsel schwerer. Auch neu ist die Arena, diese unterscheidet sich in soweit von Standard Spiel, als dass sie einen Multiplayermodus darstellt. Die Level sind hier Endloslevel und erst wenn alle Vögel weg sind, endet die Runde.

Pay2Win 

Es gibt aber auch negative Dinge, wobei man sich da auch teilweise fragt, wie weit das Pay2Win noch gehen soll.

Fangen wir mit den Zaubern an: Sie erhält man immer wieder nach einigen Levels, will man aber vorher einen nutzen, dann kostet es Edelsteine. Edelsteine sind die virtuelle Währung in Angry Birds 2 und sind nur gegen Echtgeld verfügbar. Dazu kommen noch die Leben. Nach einem fehlgeschlagenen Versuch kann man sich für Edelsteine drei weitere Vögel kaufen. Aber wählt man diese Option nicht, dann verliert man eins von maximal fünf Leben. Diese regenerieren sich nach einiger Zeit selbst, will man schneller zurück ins Spiel muss man wieder Edelsteine verwenden. So kommt man bei schweren, späteren Levels oft in die Situation, warten zu müssen. Fairerweise muss man dazu sagen, dass man sich einen Ersatzvogel per Werbevideo besorgen kann, der kann sogar einen Zauber enthalten, nach einem erfolglosen Versuch natürlich. Noch schlimmer ist eigentlich die Arena. Hier muss man ein Video anschauen, um kostenlos teilnehmen zu können – oder man zahlt zwölf Edelsteine bzw. wartet drei Stunden.

Fazit

Angry Birds 2 ist keine echte Neuerung, es gibt einige Spieloptimierungen und die Grafik wurde deutlich aufgewertet, für mehr hat es dann aber nicht gereicht. So wirkt das Spiel etwas wie der Versuch einer Gelddruckmaschine für Rovio. Leider hat man auch verpasst, realistische Preise zu verlangen, wie üblich liegt das teuerste Paket bei über 70 Franken bzw. Euro. Für ein Spiel zwischendurch ist dies definitiv zu viel. Angry Birds 2 macht durchaus Spass, wie auch die vorherigen Angry Birds-Spiele, aber nach so vielen Ablegern hätte die Nummer 2 mehr Revolution im Gameplay bedeuten können.

 

Angry Birds 2 ist für Android und iOS verfügbar. Für Windows Phone wird es leider keine Version geben – sehr schade!

 

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Eine Antwort zu “Review: Angry Birds 2 – Die Vögel sind wieder da”

  1. Marulez sagt:

    Grafisch echt schick, aber werde damit weniger warm als mit den alten Teilen

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