Mo. 16. Juni 2014 um 12:12

Review: Acer Touch Monitor UT220HQL mit MHL im Test

von Yves Jeanrenaud4 Kommentare

Einen 21.5 Zoll (54.6 cm) FullHD (1920×1080) Multitouch LCD-Monitor im 16:9 Format hat Acer im Mai auf den Markt gebracht, der dank Mobile-High-Definition-Link (MHL) im HDMI-Anschluss auch in Verbindung mit Smartphones und Tablets interessant ist. Heute wollen wir euch das Gerät namens UT220HQL einmal genauer vorstellen.

 

Das Display ist 386.9 mm hoch, 514 mm breit und 46.7 mm tief. Das LCD-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung selbst ist hinter Glas verbaut und schwarz umrandet. Am unteren Rand schliesst eine schwarze Leiste mit fünf Bedientasten, einer blauen LED und einer ein Ein/Aus-Taste ab, gefolgt von einem chromfarbenen Lochgitter, hinter dem sich die eingebauten Lautsprecher verstecken. Dies weist dieselben runden Ecken auf, wie sie am oberen Rand auch zu finden sind und schliesst so optisch das Display sehr schön ab. Der Standfuss darunter ist aus transparentem Plexiglas gefertigt, lässt den Monitor trotz seiner Grösse auf dem Schreibtisch fast schweben und leicht wirken. Auf der linken Seite sind in einer Ausbuchtung zwei USB-Anschlüsse sowie ein Stereoklinken-Ausgang für den Sound zu finden. Rechts ist die Mulde leer. Oben ist auf der Rückseite ein sehr praktischer Tragegriff zu finden, mit dem man den UT220HQL nicht nur gut transportieren, sondern auch leicht den Neigungswinkel einstellen kann. Dieser lässt sich nämlich auf dem rückseitigen stabilen Metallständer von 10 bis 90 Grad beliebig einstellen. Nach unten gerichtet sind rückseitig ebenfalls die Anschlüsse für die Eingangssignale zu finden. Neben einem USB-B-Anschluss, der einerseits für die Multitouch-Funktion, andererseits auch für die beiden seitlichen USB-Ports benötigt wird, ist dort ein Stereoklinken-Eingang, ein VGA- und HDMI-Anschluss sowie der Netztsteckereingang zu finden. Der HDMI-Port ist gleichzeitig MHL-fähig und lässt so das Spiegeln von Inhalten direkt vom Smartphone oder Tablet zu. Auch ist eine Öse zum Bündeln aller Kabel vorhanden, so dass man diese schön aufgeräumt weg führen kann sowie eine Öffnung für ein Kensington-Lock.

 

Das LCD ist dank Vertical-Alignment-Technologie (VA) äusserst blinkwinkelstabil. Beinahe 180 Grad kann man abweichen und sieht noch immer gute Bilder und scharfe Kontraste. Bei einem maximalen Kontrastverhältnis von 100.000.000:1 und einer maximalen Helligkeit 250 cd/m2 sieht das Bild auch wirklich gut aus, wenngleich die Helligkeit nicht gerade absolute Spitze ist. Dennoch ist in einem normalen Büro 250 Candela pro Quadratmeter ein Wert, mit dem man gut arbeiten kann. Die 21.5 Zoll werden durch die LED-Hintergrundbeleuchtung sauber und gleichmässig ausgeleuchtet. Die Reaktionszeit von 8 ms ist ausreichend gut. Für Hardcore-Spielefans ist das vielleicht an der unteren Grenze, jedoch lassen sich kaum bis nie Schlieren-Effekte oder Verzögerungen erkennen.Das Bild ist immer gut, gestochen scharf und naturgetreu. Der Sound, welcher mittels Audiokabel oder direkt per MHL oder HDMI übertragen wird, klingt gut und ist ausreichend laut. Er klingt nie blechern, ist gut räumlich auszumachen und klingt satt. Die Lautstärke lässt sich bequem über das On-Screen-Display (OSD)-Menü einstellen. Das OSD, welches sich über die fünf Tasten steuern lässt, bietet die von Flatscreens gewohnten Einstellungsmöglichkeiten und ist einfach und intuitiv zu bedienen. Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass es durchgängig und korrekt auf Deutsch und Französisch verfügbar ist, was leider keine Selbstverständlichkeit zu sein scheint.

 

Die 10-Finger Multitouch-Funktion ist für Windows 8 zertifiziert und funktioniert wirklich einwandfrei. Unter Windows 8 und 8.1 erkennt das System die Eingabemöglichkeit sofort und man kann gewohnt, schnell und präzise die bekannten Gesten benutzen. Die Berührungserkennung funktioniert auch am Displayrand äusserst präzise. Andere Betriebssysteme wie Mac OS X können durch (leider kostenpflichtige) Treiber von Drittanbietern auch mit entsprechenden Funktionalitäten aufwarten. Für Android soll es ebenfalls eine Möglichkeit geben, die entsprechenden Treiber nachzuladen, was mir jedoch nicht gelang. Auch die Verbindung zu Smartphone oder Tablet mittels HML funktioniert ohne Probleme. So lassen sich die Bildschirminhalte und der Sound vom Smartphone einfach und ohne zusätzliche Geräte auf dem grossen LCD wiedergeben. Geliefert wird der UT220HQL Monitor zusammen mit einem passenden USB- und VGA-Anschlusskabel. Schade, dass kein HDMI-Kabel mit dabei ist. Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 339 Euro (bei Amazon aktuell für 279 Euro zu haben) wäre das vielleicht zu erwarten.

Fazit

Das schicke Design und die passenden Werte lassen den UT220HQL wirklich erstrahlen. Die Möglichkeit, sein Smartphone direkt mit dem Monitor zu verbinden, ist ein echtes Plus für dieses Gerät, für dass an dieser Stelle eine klare Kaufempfehlung gegeben werden muss: Ein rundum gelungenes Paket aus Preis/Leistung, das durch Ausstattung und ausgeklügelte Funktionen überzeugen kann.

 

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4 Antworten zu “Review: Acer Touch Monitor UT220HQL mit MHL im Test”

  1. Setter sagt:

    Was noch Interesse wäre ist, wie sieht es mit dem Spiegeln aus und ist das Display irgendwie beschichtet?

    Mal so nebenbei noch gefragt. Wie hat es sich in der Praxis durchgesetzt? Am Anfang nutzt man es sicher, aber später?

    Sitze hier an einem Laptop mit Touch und ganz ehrlich ich benutze das so gut wie gar nicht. Intuitiv nutze ich die Maus oder das Tochpad anstatt zum Monitor zu greifen.

  2. Yves Jeanrenaud sagt:

    Also es spiegelt schon, aber nicht mehr als Laptopdisplays auch, würde ich sagen. Der UT22HQL ist ja für den Schreibtisch gebaut.
    Zur Beschichtung selbst kann ich nichts sagen, ich frage aber beim Hersteller mal nach.

    Oh, sehr hat sich das durchgesetzt bei mir. Ich benutze seit Jahren ein Convertible Laptop und Microsoft Surface-Geräte und bin sehr zufrieden damit. Die Maus ist bis auf da, wo Präzision gefragt ist, vollkommen verdrängt (und da nehm ich auch gern den Stift, was leider auf dem Acer Monitor nicht möglich ist). Scrollen, Klicken, Navigation, mach ich meist per Finger.
    Es kommt auch darauf an, wie weit man vom Monitor weg sitzt und ob man eher Mausschubser oder Tastaturarbeiterin ist. Ich persönlich mache üblicherweise fast alles per Tastatur und Shortcuts, wo immer möglich. Da ist es naheliegend, die paar Bewegungen, bei denen ich von der Tastatur weg zur Maus greifen würde stattdessen auf das Display zu fassen. Und da ich oft mobil arbeite, im Zug etwa und nicht immer einen Tisch vor mir habe, ist es auch sehr komfortabel, per Touch das Gerät bedienen zu können.

  3. Setter sagt:

    Danke dir.
    Da ich ja seit gut einem Jahr ein Notebook mit Touch habe und es sich bei mir nie so richtig durchsetzen konnte, hatte mich das einfach mal interessiert. Selber nutze auch eher weniger das Tochpad sondern ziehe eine Maus mit Tochfeld vor. Aber so an den Monitor, resp an Display zu greifen hatte sich bis heute nicht so durchgesetzt.
    Wobei, ich vermute es liegt einfach am Einsatz selber. Ich nutze auch sehr gerne ein Tablet und da habe ich weniger Probleme.
    Möglicherwiese sehe das bei einem Convertibel bei mir auch anders aus.
    Ich danke dir jedenfalls für deinen Artikel und für die Beantwortung weiterer Fragen.

  4. Yves Jeanrenaud sagt:

    gerne, immer 🙂 Ja, es ist sicherlich Einsatzabhängig. Aber ich hab mich wie gesagt sehr schnell daran gewöhnt. Erst dachte ich auch, wozu brauch ich Touch am Schreibtisch? Aber seit ich den Monitor da stehen habe, bin ich echt glücklich darüber.

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