So. 27. Juli 2014 um 12:08

Review: Acer Liquid Z5 im Test

von Mirsad Hamzabegovic0 Kommentare

Inhaltsverzeichnis

1. Lieferumfang

2. Design und Verarbeitung

3. Technische Details

4. Display

5. Performance und Akkulaufzeit

6. Software

7. Kamera und Sound

8. Sprachqualität und Empfang

9. Fazit

1. Lieferumfang

Das Acer Liquid Z5 wird natürlich, wie die meisten anderen Smartphones, in eine Kartonschachtel verpackt. Allerdings ist hier die Kombination aus matter und zum Teil mit glatter Folie überklebten Verpackung ausserordentlich schick und gelungen. Im Lieferumfang enthalten sind das Acer Liquid Z5, ein Netzteil, ein USB Datenkabel, Kopfhörer und natürlich die obligatorische Bedienungsanleitung.  

Lieferumfang des Acer Liquid Z5

2. Design und Verarbeitung

Das Acer Liquid Z5 ist aus Polycarbonat gefertigt. Die Rückseite ist etwas rauer gestaltet, damit die Griffigkeit besser wird. Mit Massen von 145.5  x  73.5 Millimetern gehört es sicher nicht zu den kleinsten Smartphones, dafür aber bekommt man einen 5 Zoll Bildschirm, die Bedienungstasten sind unter dem Display fest integriert und zählen also nicht zum Display, wie zum Beispiel beim LG G3. An der Frontseite findet man zudem noch zwei Lautsprecher und die in der heutigen Zeit fast obligatorische Frontkamera. Ganz oben auf dem Gerät befindet sich der Power Button und der Kopfhöreranschluss. An den Seiten findet man die Lautstärketasten, den Micro SD Slot und die Slots für die zwei SIM Karten. Ja richtig, es ist ein Dual SIM Gerät, es werden aber zwei unterschiedliche SIM Formate benötigt. Einmal Micro SIM und dazu noch die herkömmliche SIM Karte. Auf der Rückseite befindet sich dann die Hauptkamera, die etwa 0.3 Millimeter aus dem Gehäuse herausschaut. Zudem befindet sich noch unter der Kamera ein Button, ähnlich wie beim LG G2 und LG G3, der aber nicht die selbe Funktion hat, dazu kommen wir aber etwas später. Die Ränder der Front sind angeschrägt und das Backcover an den Stellen etwas abgerundet, wo durch ein sehr schöner Übergang entsteht. Spaltmasse oder Knarzen konnte ich an meinem Testgerät nicht feststellen. Die Verarbeitung ist Acer mit dem Liquid Z5 sehr gut gelungen. Das Gerät ist in Schwarz/Grau und Weiss erhältlich.

3. Technische Details

BetriebssystemAndroid JB 4.2.2
Masse145.5 x 73.5 x 8.9 mm
Gewicht147 g
Display5 Zoll FWVGA Display (Auflösung: 854 x 480 Pixel)
CPUMTK 6572 Dualcore (1.3 GHz)
RAM512 MB RAM
Speicher4 GB (es stehen ca. 1.8 GB zu Verfügung)
Micro SDerweiterbar bis 32 GB
Akku2000 mAh Li-Ion Akku
VerbindungenHSPA/WCDMA, GSM/GPRS/Edge, BT 4.0, WIFI 802.11 b/g/n
AnschlüsseMicro-USB, Dual-SIM, Micro-SD
KameraHauptkamera 5 MP Autofokus mit LED Blitz, Aufnahme in HD, Frontkamera VGA

4. Display

Acer verbaut in das Liquid Z5 ein 5 Zoll FWVGA (Full Wide Video Graphics Array) Display mit einer Auflösung von 854 x 480 Pixel, was einer Pixeldichte von 195 ppi entspricht. Für diese Auflösung gehört das Display sicher nicht zu den besten seiner Preisklasse. Einzelne Pixel sind dadurch auf dem Display gut erkennbar, wirken aber nicht unbedingt störend, je nachdem welches Gerät man vorher hatte. Was etwas mehr störte, ist die Tatsache, dass bei leichten Neigungen Farbverfälschungen auftreten. Die Farben wirken dann viel blasser und so wird jeder Ton hell durchleuchtet. Ansonsten wirkt das Bild natürlich und die Farben kommen klar rüber. Der Touchscreen ist ziemlich genau und lässt sich ordentlich bedienen. 

5. Performance und Akkulaufzeit

Das Herzstück des Acer Liquid Z5 bildet die MTK 6572 Dual Core CPU mit 1.3 GHz. Die wird von 512 MB RAM unterstützt. Der Systemspeicher beträgt 4 GB, wobei nur ca. 1.8 GB zur Verfügung stehen. Der Speicher lässt sich aber mit einer Micro SD um bis zu 32 GB erweitern. Die Hardware gehört also sicher nicht zu den besten, das spiegelt sich leider auch in der Bedienung wieder. Die Oberfläche ruckelt doch etwas stark und das System gönnt sich zum Teil etwas zu lange Bedenkzeiten. Die Apps öffnen dementsprechend auch etwas langsamer und auch beim Scrollen im Browser sind kleine Ruckler auszumachen. Natürlich wurde auch versucht, etwas zu zocken auf dem Gerät. Bei Fifa 14 funktionierte das durchaus positiv, es lief wirklich flüssig, allerdings war das Spiel graphisch nicht auf einem hohem Niveau. Bei Asphalt 8 dagegen lief es nicht so gut, das Spiel stotterte und war richtig unspielbar. Nach ein paar Kurven beendete sich das Spiel auch noch von selbst, ohne jegliche Fehlermeldung. Auch im Antutu Benchmark spiegelt sich die etwas schwache CPU wieder, aber das könnt ihr am besten selbst an den Screenshots unter diesem Abschnitt sehen. Dazu gibt es noch ein paar Screenshots aus den Games, damit man die Grafikauflösung besser erkennt.

 

Beim Akku gibt Acer eine Laufzeit von 720 Stunden im Standby und eine Gesprächszeit von zwölf Stunden an. Die Akkukapazität beträgt 2000 mAh. Ich bin gut durch den Tag gekommen mit dem Akku, etwas Surfen, Musik, ein paar Anrufe, WhatsApp und Facebook. Das übliche Zeug halt. Im Standby scheint der Akku wirklich wenig Strom zu ziehen.

6. Software

Beim Liquid Z5 setzt Acer auf Android in der Jelly Bean Version 4.2.2. Die üblichen Google Apps sind bereits vorinstalliert, dazu gibt es auch noch Facebook als Systemapp. Die hauseigene Oberfläche Acer Float UI bietet dazu noch einige Features mehr. Jetzt kommen wir zu dem Knopf unter der Hauptkamera, der sich Acer Rapid nennt und sozusagen ein Schnellstart Button ist. Im Menü kann man dann auswählen, welche vorinstallierte App damit gestartet werden soll. Ein weiteres cooles Feature ist der Schnellmodus, dabei stehen weitere vier Modi zur Auswahl. Ob Einfach-Modus, Senior-Modus, Ziffern-Modus oder Klassisch-Modus, alle vier verwandeln das Acer in eine Kacheloberfläche, die wir so ähnlich von Windows Phone kennen. Von da aus lässt sich dann auch alles bedienen, wie wir es aus dem Standard-Modus kennen. Die Idee finde ich richtig klasse, die Modi dürften sich aber etwas mehr voneinander unterscheiden. Damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, habe ich dazu ein paar Screenshots hochgeladen. Natürlich ist auch die Dual SIM Funktion sehr nützlich, der Wechsel funktioniert schnell und problemlos über die Benachrichtigungsleiste. Acer bietet auch eine eigene Cloud Lösung, die momentan keine Begrenzung aufweist und kostenlos ist. Noch ein wichtiger Hinweis: Updates von Acer kann man nur installieren, wenn man eine Micro-SD Karte im Gerät hat, ansonsten gibt es eine Fehlermeldung, die auf die fehlende Karte hinweist.

7. Kamera und Sound

An der Front steht eine VGA Kamera für Fotos und Videos zu Verfügung. Die Hauptkamera an der Rückseite hat 5 MP mit Autofokus und LED Blitz. Dazu können auch Videos in HD aufgenommen werden. Die Photos sind ok, allerdings scheint mir der obere Teil der Bilder etwas heller zu sein als der untere. Das lässt sich aber sicher mit einem Update beheben. Bei schlechten Lichtverhältnissen sind die Bilder brauchbar. Die Einstellungsmöglichkeiten der Kamera App sind sehr knapp gehalten.

 

Das Liquid Z5 kommt mit zwei Lautsprechern daher, die sich beide an der Front befinden. Der untere ist mit DTS Sound ausgestattet und dient zur Musik- und Videowiedergabe. Der obere wird nur als Ohrmuschel für die Gespräche verwendet. Die Soundqualität und Lautstärke sind für die Preisklasse gut. Die mitgelieferten Kopfhörer sind brauchbar, allerdings darf man da keine Wunder erwarten, wie halt bei fast allen Smartphones, die ich bis jetzt hatte.

8. Sprachqualität und Empfang

Die Sprachqualität des Acer Liquid Z5 lässt leider zu wünschen übrig. Bei Gesprächen wirkt die Gegenseite etwas leise und es sind auch viele Nebengeräusche zu hören. Die Filterung der Geräusche könnte sicherlich etwas besser funktionieren. Auch beim Empfang dürfte etwas mehr Stabilität vorhanden sein, es gibt sehr häufig Wechsel in der Datenverbindung, obwohl eigentlich an dem Ort bei mir ein H+ ohne Probleme funktionieren müsste. Im WLAN funktioniert die Verbindung gut, bis man ein anderes Gerät im selben WLAN daneben stellt. Das führt dann meisten dazu, das die Verbindung zwar besteht, aber keine Daten durchkommen beim Liquid Z5. Hier sollte Acer dringend mit einem Update nachbessern.

9. Fazit 

In dieser Preisklasse gibt es sicherlich nicht viele Geräte, aber zum Vergleich bietet das Motorola Moto G mit einer Quad Core CPU und 1 GB RAM das Doppelte an internem Speicher und ein HD Display mit Android 4.3, bei ähnlichem Preis. Es gibt sicher ein paar sehr gute Ansätze beim Liquid Z5, wie zum Beispiel Dual SIM, verschiedene Betriebsmodi und den Schnellstart Button auf der Rückseite, die Performance lässt aber zu wünschen übrig, der Speicher ist mehr als nur knapp und das Display dürfte auch besser sein. Die 512 MB RAM machen sich auch eher negativ bemerkbar. Die Hardware Voraussetzungen für Android KitKat 4.4 wurden ja von 1 GB RAM (Jelly Bean) auf 512 MB RAM (KitKat) reduziert, um genau die Low Budget Geräte flüssiger zu machen. Darum bleibt eigentlich mein grösster Kritikpunkt ein grosses Fragezeichen: Warum setzt man eigentlich nicht von Anfang an auf die neueste Android 4.4 Version und erspart sich damit viele Kritikpunkte, vor allem in der Performance?

 

Erhältlich ist das Gerät für 199 CHF bzw. 145 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen