Fr. 28. März 2014 um 11:00

Review: Kopfhörer für Nokia Geräte im Test

von Marcel Kukelka1 Kommentare

Zu Beginn des Tests lagen die drei Kopfhörer nebeneinander und ich war erstmal baff. Die Purity Pro Kopfhörer sind ja riesig, so zumindest mein erster Gedanke. Optisch muss man hier sagen, dass die Purity Pro Kopfhörer richtig was hermachen. Sie sind sehr gut verarbeitet und man hat das Gefühl, Qualität in den Händen zu halten. Die anderen beiden haben dagegen natürlich nicht so den Wow-Effekt. Der Coloud Knock wirkt sehr einfach verarbeitet, hat aber wie der Coloud Boom ein sehr flexibles Kabelende, was sehr praktisch ist, denn gerade in der Hosentasche ist so das Kabel vor einem Bruch besser geschützt. Das Problem hat der Purity Pro nicht. Es ist zwar ein Kabel dabei, aber das Augenmerk liegt doch stark auf die Verwendung mit Bluetooth.

 

 

Purity Pro by Monster

Als Erstes wurde der Purity Pro intensiver getestet. Das erste Probetragen war angenehm, wenn man sich auch an das Gewicht gewöhnen muss. Von der Kopfgrösse her hätte mein Kopf nicht kleiner sein dürfen, denn als ich später meine Freundin bat, den Kopfhörer aufzusetzen war schnell klar, dass sie viel zu gross sind und so ein Tragen nicht ohne Festhalten ging. Nach dem Aufsetzen begrüsst einen dann eine freundliche Stimme mit „Ready to pair“. Also dann, Bluetooth am Lumia aktiviert und einen Musikstream gestartet. Da die gut gepolsterten Kopfhörer sehr gut über dem Ohr sitzen, hat man kaum Umgebungsgeräusche und der Klang hat mich überzeugt. Egal ob Dance, Oldies oder Rock, der Klang war für mich immer sehr gut und dank Bluetooth stets ohne Kabelsalat.

 

Purity Pro
by Monster
Coloud KnockColoud Boom
Gewicht:284 g78 g132 g
Abmessung:
Breite x Länge
185 x 190 mm140 x 160 mm145 x 160 mm
Farben:schwarz, rot, weiss und gelbrot, gelb und blaurot, gelb und blau
Anschluss:Bluetooth 3.0 (inkl. NFC Kopplung)
3.5-mm-Audio-Anschluss
3.5-mm-Audio-Anschluss3.5-mm-Audio-Anschluss
Kabellänge:optional 120 cm120 cm120 cm
Akku:Austauschbar: Nein
Akkutechnik: Li-Ionen
Ladeanschluss: Micro-USB
Wireless Charging: Nein
LED-Statusanzeige: Ja
Stand-By: 7 Tage
Wiedergabe mit ANC: 24 Stunden
Audio:Ausgangsimpedanz: 32 Ohm
Frequenzbereich: 20 – 20.000 Hz
Lautsprecher: 40mm
Gerichtetes Mikrofon: Nein
32 Ohm
20 – 20.000 Hz
40mm
Ja
32 Ohm
20 – 20.000 Hz
40mm
Ja
Audiofunktionen:Stereo
Digitale Signalverarbeitung (DSP)
Echokompensation
StereoStereo
Ohrhörer:Over-the-EarOn-EarOn-Ear
Tasten:Vorheriger Titel
Nächster Titel
Rufannahme/Rufbeendigung
Wiedergabe/Pause
Lautstärketasten
Bluetoothkopplung
MultifunktionstasteMultifunktionstaste
Betriebstemperatur:-25 bis +50 °C-5 bis +40 °C-15 bis +55 °C
Preis:ca. 195 €ca. 18 €ca. 20 €

 

 

Stark Mitwippen darf man allerdings nicht, denn durch das hohe Gewicht wackelt der Kopfhörer dann stark und man hat Angst, ihn zu verlieren. Auch zum Sport, wie zum Beispiel beim Joggen, ist er nicht so geeignet. Ich wollte das auch nicht ausreizen, am Ende wäre das gute Stück noch auf dem Boden gelandet. Die Bluetooth Reichweite hat mich hingegen überzeugt, über eine Entfernung ca. fünf Metern, inklusive einer Wand hält sie locker durch. Entfernt man sich dann doch zu weit von der Quelle, fängt die Musik an zu stocken bis sie ganz abbricht. Nähert man sich dann wieder, verbessert sich die Verbindung automatisch.

Wenn ich den Abend dann mit einem Spielchen am PC ausklingen lasse, liest meine Freundin oft ein Buch und ich muss den Ton des Spiels etwas leiser drehen. Gute Gelegenheit auch hier die Kopfhörer zu testen. Leider hat mein Notebook kein Bluetooth, aber man kann den Purity Pro auch mit dem Kabel betreiben. Gesagt, getan, angesteckt und los ging’s. Auch hier: Der Sound ist spitze. Endlich hört man neben den Sound-Effekten auch die Hintergrundmusik. Auch bei lauterem Pegel war von aussen nix zu hören. Wäre also auch ideal in Bus und Bahn. Warum das Kabel hier allerdings rot und nicht in Gerätefarbe ist, weiss ich nicht. Gelb hätte meiner Meinung nach besser gepasst.
Nach etwa drei Stunden Tragezeit merkt man aber schon die Belastung am Kopf. Langsam wurde der physische Druck auf die Ohren trotz des angenehmen Tragekomforts unangenehm. Gerade für mich als Brillenträger klemmt hinter dem Ohr ja auch immer noch der Bügel. Alles in allem handelt es sich aber ein sehr gelungenes Stück Technik. Im Testzeitraum wurden die Kopfhörer viel und gern getragen. Die Akkulaufzeit ist sehr gut, man kann den Akku aber nicht wechseln. Aufgeladen wird dieser mittels mitgeliefertem Micro-USB-Kabel. Ebenfalls dabei ist ein kleines Aufbewahrungssäckchen, in dem man die zusammengeklappten Kopfhörer verstauen kann. Das Zusammenklappen schaltet die Kopfhörer übrigens aus. Man kann also sehr schön von weitem erkennen, ob die Kopfhörer noch an sind und Strom verbrauchen. Natürlich hat der Purity Pro auch einen stolzen Preis von 195 Euro und ich persönlich würde wohl nicht so viel Geld für Kopfhörer ausgeben, seien sie noch so gut.

 

 

Coloud Knock

 

Der Coloud Knock ist der einfachste Kopfhörer von den drei Testobjekten. Er wirkt nicht billig, aber man sieht, gerade im Vergleich auf den ersten Blick, dass dieser eher im unteren Preissegment anzufinden ist. Die Ohrmuschel ist nur mit Schaumstoff bedeckt, was natürlich das Tragen nicht ganz so komfortabel macht. Der Klang ist sicher gut, allerdings kommen hier die Bässe nicht so zur Geltung wie beispielsweise beim Coloud Boom oder dem Purity Pro. Da der Kopfhörer sehr leicht ist und weniger Druck auf die Ohren ausübt, fühlt es sich nach langem Tragen besser an als beim Purity Pro. Auch hält der Coloud Knock auf kleineren Köpfen besser. Das Kabel, welches aus beiden Ohrmuscheln heraus kommt, ist ein Flachkabel mit flexiblem Ende. Gerade das Ende mit dem Stecker finde ich sehr gut gelöst. Wie Eingangs geschrieben, beugt man hier eventuellen Kabelbrüchen vor. Am Kabel befindet sich ebenfalls ein Mikrofon und eine Multifunktionstaste. Man kann diese Kopfhörer also auch als Headset verwenden. Viel mehr gibt es hier eigentlich nicht zu sagen. Für Leute, die Kopfhörer nur gelegentlich brauchen, ist er sicher eine gute Wahl. Wie für Nokia typisch gibt es auch diesen Kopfhörer in verschiedenen Farben, die Aufmerksamkeit ist also auch hier auf eurer Seite.

 

 

Coloud Boom

 

Scheinbar der grosse Bruder vom Coloud Knock. Vom Design her etwas grösser und diesmal auch ohne den einfachen Schaumstoff an den Ohrmuscheln. Der Coloud Boom hat hier ähnlich wie der Purity Proeine Art Lederkissen. Das wirkt nicht nur optisch hochwertiger, sondern fühlt sich auch besser an. Auch der Kopfbogen ist auf der Kopfseite mit einer Art Leder überzogen, was ihn sehr bequem macht. Der Kopfhörer sitzt gut, auch auf kleineren Köpfen und ist auch für Sport geeignet. Beim Joggen zum Beispiel sitzt der Kopfhörer gut und verrutscht nicht. Auch wenn der Klang natürlich nicht mit dem Purity Pro mithalten kann, ist er aber um einiges besser als der vom Coloud Knock. Das flache Kabel inkl. Mikrofon, Multifunktionstaste und flexiblem Ende ist hier identisch mit dem vom Coloud Knock, kommt aber nur aus einer Ohrmuschel heraus und ist bis auf das Ende schwarz. Farblich sieht es hier aus wie beim Coloud Knock, erhältlich in rot gelb und bau.

 

 

Fazit


Nach vielem hin und her muss man ehrlich sagen, dass der Purity Pro schon ein tolles Gerät ist. Allerdings wird durch den Preis die Zielgruppe schon etwas eingeschränkt. Mir persönlich wäre er das Geld nicht wert, egal wie toll das Gerät ist. Wenn ich mich beim Kauf entscheiden müsste, würde ich die Coloud Boom nehmen. Der Klang ist für mich vollkommen ausreichend und preislich doch eher da, wo ich sagen würde, das ist ok. Der Coloud Knock hingegen ist nur geringfügig günstiger, weshalb dieser aufgrund der angeführten negativen Eigenschaften für mich dennoch nicht in Frage kommen würde.

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Eine Antwort zu “Review: Kopfhörer für Nokia Geräte im Test”

  1. Arcelor sagt:

    Warum wurden die ganzen ehemaligen Beiträge nicht übertragen?

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