Mi. 25. März 2015 um 14:43

Gaming Review: Mad Catz Micro C.T.R.L.r für Android im Test

von Marcel Laser0 Kommentare

Ähnliches Design wie iOS Version, nicht für alle Hände bestimmt

Der Micro C.T.R.L.r von Mad Catz ist für Android entwickelt und auch mit eben diesen Geräten per Bluetooth kompatibel. Das Design selber ähnelt stark dem der iOS Version doch ist der Micro – wie der Name schon vermuten lässt –  deutlich kleiner. Er liegt allerdings immer noch einigermassen angenehm in der Hand und die Bedienung ist auch hier gewohnt griffig. Gamer mit grösseren Händen könnten allerdings schnell an Grenzen stossen und den C.T.R.L.r für seine kompakten Masse verfluchen. Für 10 EUR/CHF Aufpreis gibt es allerdings die normale Version, welche etwas mehr Funktionalität und ein grösseres Designfeld bietet. Aber das nur am Rande.

 

Die Halterung für Android-Smartphones wird wie bei den grösseren Versionen mit einem Metallgewinde verschraubt. Der hier getestete Micro C.T.R.L.r setzt auf eine Steckverbindung aus Kunststoff, die bei häufigem An- und Abstecken unter Umständen Ermüdungserscheinungen zeigen könnte. Das müsste allerdings erst ein Langzeittest zeigen, doch ist das Metallgewinde der iOS Version oder des grösseren Modells für Android deutlich vertrauenserweckender.

 

Einspannen in die Halterung lassen sich nahezu alle Android-Smartphones. Selbst das riesige Huawei Ascend Mate 7 mit 6 Zoll Display lässt sich noch in die Vorrichtung quetschen, doch merkt man hier die Spannung der Feder in dem Clip schon deutlich an. Ein Galaxy Note Device ist hier schon etwas kleiner und deutlich besser einzulegen. Allerdings sind all diese Geräte im Vergleich zum Controller unverhältnismässig gross, was zu einem seltsamen Anblick führt, aber dennoch hervorragend zum Spielen funktioniert.

Gute Spiele-Unterstützung und Steuerung für Android

Wer keine Lust hat, sein Smartphone mit dem Finger zu bedienen, der kann mit kompatiblen Controllern die Oberfläche von Android auch mit den Analogsticks oder dem Digitalpad bedienen. Das ist sogar ganz witzig, wenn das Smartphone den Landscape Modus auf der eigenen Oberfläche unterstützt. Öffnet man allerdings ein Programm, welches mit Controllern nicht sonderlich viel anfangen kann, muss eh wieder der Finger herhalten. Aber wir notieren das mit der UI Steuerung mal nebenbei.

 

Wichtiger ist natürlich die Unterstützung der Spiele und die ist durch die Bank weg als gut zu bezeichnen. Die meisten Blockbuster wie Modern Combat 5, Dungeon Hunter 5, Real Racing 3 oder FIFA 15 Ultimate Team funktionieren ohne jegliche Probleme und erkennen den Mad Catz C.T.R.L.r Controller. Die Integration in Android wird wie bei Apple über eine ähnliche Schnittstelle gelöst, die in die jeweiligen Spiele implementiert werden muss. Auch hier verschwinden (sofern die Spiele angepasst wurden) die Touch-Controls von der Bildfläche und geben freie Sicht auf die eigentlichen Inhalte des Spiels.

 

Mad Catz CTRLr Micro
Links die Version für iOS und rechts der Micro CTRL für Android

Inkompatible Haus-App und eine schwammige Steuerung

Zwar gibt es auch für Android eine App von Mad Catz, mit der sich die hauseigenen Geräte für Googles Plattform verwalten lassen, doch leider wird der Micro C.T.R.L.r nicht unterstützt. Somit ist eine nachträgliche Anpassung der Bedienelemente nicht möglich.

 

Was wir im Test des C.T.R.L.i für iOS bereits feststellten, war die Tatsache, dass die Action-Buttons alle analog verbaut waren und somit auf Druck reagierten, was in einigen Spielen, die eine solche Steuerung unterstützten, zu einer schwammigen Bedienung führte. Leider haben wir keine Möglichkeit die Buttons des Micro C.T.R.L.r durch den fehlenden App-Support auszulesen, doch ist in einigen Spielen das Verhalten der Action-Buttons A, B, X und Y ähnlich. Daher legen wir die Vermutung nahe, dass hier die Knöpfe ebenfalls einen analogen Druckpunkt besitzen.

 

Mad Catz CTRLr Micro
FIFA 15 Ultimate Team funktioniert hervorragend mit dem kleinen Controller

Fazit

Wer den Testbericht des iOS Controller gelesen hat, wird wohl das meiste am Micro C.T.R.L.r aus gleichem Hause wieder erkennen. Unterschiede gibt es wohl vor allem im Design, welches zwar auf den ersten Blick „identisch“ scheint, doch durch den sichtbaren Grössenunterschied problematisch für grosse Hände sein dürfte. Auch das Wechseln der Batterien ist bei einem mobilen Spielecontroller für Android Smartphones nicht unproblematisch. Nicht jeder will ein zusätzliches Akkuladegerät mit sich herumschleppen oder Batterien nachkaufen müssen.

 

Der letzte negative Punkt betrifft die Integration der Action-Buttons und Trigger des Controllers. Schon bei der iOS Version waren wir uns nicht sicher, warum man diese überhaupt analog einbinden sollte. Wir sind uns zwar bei der Android-Version nicht zu 100 Prozent sicher, ob diese ebenfalls analog verbaut sind, doch lässt die sehr ähnlich schwammig wirkende Steuerung die Vermutung zu. Egal wie herum man es dann auch dreht, die Steuerung bleibt gewöhnungsbedürftig.

 

Was bleibt unter’m Strich? Gewöhnt man sich an die Steuerung, hat man sehr viel Spass beim Android-Gaming! Selten sieht man gerne über derartige Schwachpunkte hinweg. Die mittlerweile sehr hohe Qualität von Spielen auf unseren Smartphones wie Modern Combat, NOVA, oder Real Racing 3 sind hier ausschlaggebend. Eine klare Empfehlung wollen wir allerdings noch nicht aussprechen. Wer einen solchen Controller aber bisher immer gesucht hat und sich auch damit beschäftigen will, darf sehr gerne zugreifen. Die des Herstellers mit rund 35 EUR/SFr angesetzte UVP geht hier sogar in Ordnung.

vg-wort
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