So. 25. September 2016 um 11:17

Gadget Review: Sound BlasterX P5 In-Ears im Test

von Marcel Laser0 Kommentare

Creative ist mittlerweile in nahezu allen Bereichen vertreten, die mit Audio zu tun haben. So überrascht es nicht, dass man nun auch mit den Sound BlasterX P5 entsprechende In-Ear-Kopfhörer für die höherpreisige X-Serie auf den Markt gebracht hat. Natürlich mit Fokus auf Gaming, was denn sonst. Allerdings entpuppten sich die P5 In-Ears als deutlich vielseitiger, als wir gedacht hätten.

Schickes Design, tolle Verarbeitung und ein fehlender Lautstärkeregler

Die Sound BlasterX P5 von Creative sind also reine In-Ear-Kopfhörer und kommen mit einer ganzen Menge an Zubehör im Kasten. Neben unterschiedlichen Grössen für die mitgelieferten Ohrteile, welche man sich dann ins Ohr steckt, sind auch eine Weiche für den 4-poligen Klinkenanschluss (Sorry iPhone 7) vorhanden und ein separates Aufbewahrungscase.

 

Die Kopfhörer an sich haben ein sehr schickes Design aus Kunststoff, sind im Pianolack gehalten und haben den typischen Sound BlasterX-Schriftzug an der Seite. Die drei Löcher nach hinten sind ebenfalls eine sehr gelungene Design-Idee, auch wenn man vortrefflich über Geschmack streiten kann, aber uns hat das alles sehr gut gefallen, auch der Optik wegen.

 

Stoff kommt zudem als Ummantelung für das Kabel zum Einsatz, was es zum einen nicht nur sehr flexibel macht, sondern sich auch noch gut anfühlt, was die hohe Wertigkeit deutlich unterstreicht. Der linke Ohrhörer hat zudem auf der Hälfte seines einzelnen Kabels die Fernbedienung setzen, welche mit einem Mikrofon, einem Regler für das Mikrofon selbst und einem einfachen „Play/Pause“-Knopf ausgestattet ist. Der Regler ist allerdings kein Lautstärkeregler, auch wenn sich das erst einmal so anfühlt, da er sich Stufenlos verschieben lässt. Schiebt man ihn ganz nach oben, so ist Mikrofon an und schiebt man ihn nach unten, ist es logischerweise aus. Nicht mehr und nicht weniger.

Technische Daten und Klangeigenschaften überzeugen

In-Ears haben allgemein selten einen guten Ruf, sie sind vielen audiophilen Menschen zu klein und können daher gar keine richtigen Kopfhörer ersetzen. Auch wenn man dies aus technischer Sicht nachvollziehen kann, so sind die Sound BlasterX P5 durchaus als hervorragendes Headset zu betrachten. Der Klang ist überraschenderweise sehr ausgewogen, mit leichtem Hang zum Bass. Zwar ist es schwer, enorme Bässe aus kleinen Treibern zu fordern, doch wer die entsprechende Musik hört, wird auch mit der Tieftonbeschallung der P5 gut zurechtkommen. Ebenfalls gut herauszuhören sind die Mitten und die Höhen. Auch wenn die Mitten vielleicht ganz leicht an Dynamik vermissen lassen, so ist das Gesamtpaket der Klangeigenschaft mehr als nur gelungen. Der Mix ist für ein Gaming-Produkt dieser Art auffallend gut gewählt.

  • Frequenzumfang: 10 Hz ~ 23 kHz
  • Empfindlichkeit: 114 dB/mW
  • Impedanz: 16 Ohm
  • Audiotreiber: 7-mm-FullSpectrum-Treiber
  • Gewicht: 12 Gramm

Das gilt auch für das omnidirektional arbeitende Mikrofon. Dieses arbeitet zwar mit passiver Rauschunterdrückung, doch solltet ihr klar und deutlich bei Zocker-Sessions, Telefonaten oder Videochats zu verstehen sein. Durch die Funktionsweise des Mikros ist es allerdings ab und an so, dass ihr im Ausseneinsatz dann doch das ein oder andere Nebengeräusch zu deutlich mittransportiert, was dazu führte, dass eine Zugansage sehr gut von Gegenüber am anderen Ende der Leitung zu verstehen war.

 

Musiker und BandsSoundtracks von Filmen, Video- und ComputerspielenGespielte Spiele
  • Pendulum – Immersion
  • Skrillex – Bangarang
  • Michael Bublé – To Be Loved
  • Billy Talent – Billy Talent III
  • Anberlin – Blueprints for City Friendship
  • Mike Oldfield – Nuclear
  • Netsky – Eyes Closed
  • Alüto – To you all (Michi)
  • Infected Mushroom – Deeply Disturbed
  • Mark Forster –
  • Green Day – American Idiot
  • Lindsey Stirling – Shatter Me
  • Blind Guardian – A Night at the Opera
  • Vanessa Mae – The Classical Album
  • Schandmaul – Narrenkönig
  • Eminem – 8 Mile
  • Austin Wintory – Journey (Original Soundtrack)
  • Guild Wars 1 und 2 – Original Soundtracks
  • Pacific Rim – Original Soundtrack
  • Enders Game – Original Soundtrack
  • Uncharted – Original Soundtrack
  • Halo 2 und 3 – Original Soundtracks
  • Baldur’s Gate 2 – Original Soundtrack
  • The Dark Knight – Original Soundtrack
  • Skyrim – Original Soundtrack
  • StarCraft II – Original Soundtrack
  • Rocket League – Original Soundtrack
  • Portal 2 – Original Soundtrack
  • The Witcher 3 – Original Soundtrack
  • Game of Thrones – Original Soundtrack
  • Destiny – Original Soundtrack
  • Guild Wars 2
  • Infamous: Second Son
  • Outlast
  • Destiny
  • Real Racing 3
  • Modern Combat 4
  • Monument Valley
  • Lara Croft GO
  • The Eldar Scrolls V: Skyrim
  • Uncharted Collection
  • Uncharted 4: A Thief’s End
  • StarCraft II
  • The Witcher 3
  • Overwatch

Das Klangbild ist also überraschenderweise sehr vielseitig ausgeprägt und bietet sowohl für Spieler_innen als auch für Musikfans einiges. Egal ob wir am Smartphone oder Konsole am Zocken oder Soundtracks von Spielen und Filmen geniessen konnten: Die Sound BlasterX P5 machen für ihre Grösse einen unheimlich guten Job. Man kann sie getrost als kleines Multitalent sehen, welche mit einem kleinen Plus an präzisen und klaren Bässen glänzen können.

Sound BlasterX P5
Sound BlasterX P5: Schickes Design und wirklich guter Klang. Kann sogar nahezu überall angeschlossen werden.

Fazit – Grosser Auftritt ganz kleiner Kopfhörer und ein guter Preis

Grosses Kino im kleinen Format, eine Eigenschaft, die nicht viele In-Ear-Headsets transportieren können. Es sei denn, wir gehen eher in die Preiskategorien von Bowers & Wilkins In-Ears. Überraschen konnte uns vor allem der sehr ausgewogene Klang mit präzisen und bestimmten Bässen, gut zu vernehmenden Mitten und klaren Höhen. Dabei denken viele beim Thema Gaming eher an überdimensionale Bässe oder zu extrem ausgeprägte Höhen, je nachdem, in welchem Genre man sich befindet. Die Sound BlasterX P5 hingegen meistern eigentlich alle Bereiche ordentlich.

 

Der Vorteil der Kopfhörer ist natürlich die 4-polige Klinke, die sowohl mit allen Smartphones (noch einmal sorry iPhone 7), PlayStation 4-Controllern oder Tablets kompatibel ist. Hat man keinen 4-poligen Anschluss vorliegen, so kann man auch zur Weiche aus dem Lieferumfang greifen und somit auch an alle handelsüblichen Mikro- und Audioanschlüsse am PC oder Mac anschliessen. Der Lieferumfang weiss also auch direkt zu überzeugen. Somit sind die P5 an nahezu allen Geräten nutzbar (dank Ligthing-Adapter dann auch am iPhone 7) und bieten einen wirklich gut gemischten Sound.

 

Die unverbindliche Preisempfehlung der Kopfhörer lag zum Release bei rund 70 Euro/SFr., was diese durchaus wert waren und selbst zu dem Preis würden wir die P5 immer noch empfehlen. Mittlerweile bekommt man diese aber für unter 35 Euro bei Amazon oder für 60 SFr. bei Digitec, was euch also recht günstig an sehr gute Allround-In-Ears bringen sollte. Uns haben die Sound BlasterX P5 jedenfalls sehr gut gefallen.

vg-wort
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