So. 06. November 2016 um 12:23

Gadget Review: Creative Sound BlasterX G1 USB-Soundkarte im Test

von Marcel Laser0 Kommentare

In erster Linie richtet sich die Sound BlasterX G1 an mobile Geräte wie Laptops oder Macbooks. Auch die Surface Pro Tablet-Reihe ist dank Windows 10 eine Zielgruppe. Am PC oder Mac ist sie ebenfalls einsetzbar und auch die PlayStation 4 von Sony kann von ihr profitieren, aber das sei erst einmal nur am Rande erwähnt. Wir haben die Sound BlasterX G1 an unterschiedliche Geräte angeschlossen und mit unterschiedlichen Kopfhörern in unterschiedlichen Situationen zur Probe gehört.

Typisches Sound BlasterX Design mit hervorragender Verarbeitung

Man glaubt in erster Linie gar nicht, wie klein dieses „Spielzeug“ auf den ersten Blick ist. Nimmt man die Sound BlasterX G1 aus dem bereits sehr kleinen Karton, ist man erst einmal ein wenig verwirrt. Dieser Plastik/Aluminium-USB-Stick soll für bombastisch besseren Sound sorgen? Naja. Die erste Skepsis hier ist aufgrund der Grösse der G1 ohne jegliche Untertreibung erst einmal enorm.

 

Apropos erster Blick: Die hervorragende Verarbeitung fällt davor aber um so mehr ins Auge. Wie auch bei den Sound BlasterX H5 Kopfhörern ist auf der Oberseite des Sticks eine kleine Aluminium-Platte aufgeklebt, die das markante Sound BlasterX Logo trägt, welches zudem sogar in dezentem Rot leuchtet, sobald sie in Betrieb ist. Das aus dem Gehäuse stehende Kabel ist übrigens, wie bei allen höherpreisigen Sound BlasterX Produkten, mit sehr stabilem Stoff ummantelt, welches dann in einen stabilen USB-Stecker-Kopf übergeht.

 

Über Design lässt sich natürlich streiten und auch wir wissen, dass es eine starke persönliche Präferenz ist, allerdings finden wir den kleinen Stick einfach nur cool. Das rot leuchtende X-Logo trägt mittlerweile stark zur Marke der Reihe bei und die wirklich gute Verarbeitung ohne jegliche Grate oder Spaltmasse macht sich ebenfalls positiv bemerkbar. Neben der Skepsis über die enorm geringen Masse, lässt sich also auf den ersten Blick ein durchaus positives Gefühl übertragen. Das Look-n-Feel stimmt einfach.

Technische Daten und eine tolle Anschlussvielfalt

Lassen wir also an dieser Stelle einmal die technischen Gegebenheiten für sich sprechen. Was hat der kleine Kasten also wirklich auf dem Kasten? In erster Linie will man mit simulierten 5.1 oder gar 7.1 in High Definition punkten. Jedenfalls steht das grosse Label auf dem Produktkarton. Zudem werden Kopfhörer mit bis zu 300 Ohm unterstützt, was ebenfalls nicht schaden kann. Als Audioqualitätsausgabe nennt Creative zudem bis zu 24-bit / 96 kHz Bereich. Die Aufnahmequalität wird mit bis zu 24-bit / 48 kHz angegeben. Des Weiteren gibt es nur einen einzigen Eingang. Ihr braucht also, sofern ihr ein Headset mit Mikrofon nutzen wollt, einen Kopfhörer mit vierpoligem Anschluss oder ihr besorgt euch eine Kabelweiche.

 

Die in der Überschrift angesprochene Anschlussvielfalt dreht sich aber nicht um den Anschluss für die Kopfhörer, wo man optimaler Weise zu vierpoligen Anschlüssen greifen sollte, sofern man das Mikrofon ebenfalls nutzen möchte. Die Sound BlasterX G1 ist enorm klein und handlich und passt damit spielend in jedes Gepäck. Egal ob Surface Tablet, Laptop oder MacBook, sie funktioniert nach dem Plug’n’Play-Prinzip und die Verbesserung des Sounds tritt dementsprechend auch sofort ein. Egal ob ihr nun kleine Lautsprecher an der Karte anschliesst oder direkt Kopfhörer verwendet: Der Unterschied ist klar und deutlich wahrnehmbar. Also ein Kopfhörerverstärker im Kleinformat, der überall mit hingenommen werden kann.

 

Creative selbst empfiehlt zudem die kostenlose aber registrierungspflichtige Software Acustic Engine Lite, die ihr euch für Windows 10 herunterladen sollt. Allerdings sind die Einstellungsmöglichkeiten in der Software alles andere als optimal und vielfältig. Solltet ihr darauf Wert legen, dann könnt ihr diese gerne installieren.

 

Interessantes Nebenfeature: Auch an der PlayStation 4 von Sony kann die Sound BlasterX G1 angeschlossen werden und führt zu hörbar besseren Ergebnissen. Kompatibel mit der Xbox One ist das die kleine USB-Karte leider nicht.

Sound BlasterX G1 Soundkarte
Sehr kompakt, aber dennoch kraftvoll: Eine Verbesserung gegenüber OnBoard-Karten ist deutlich zu vernehmen.

Klangverbesserungen an Laptops und Konsole sind deutlich

Das die rund 50,- Euro bzw. 50.- SFr. teure Soundkarte von Creative den OnBoard-Lösungen von Laptops und Tablets überlegen ist, hört man sofort. Die Karte richtet sich aber vornehmlich an Gamer_innen, was bedingt durch das Sound BlasterX Label auch zum Ausdruck gebracht wird. Dennoch ist eine Klangverbesserung in allen Bereichen klar zu vernehmen, egal an welche Plattform wir die kleine G1 auch anschliessen. Selbst mein privater Alienware M17X Mit Sound Blaster Recon 3Di aus selbem Hause profitiert massgeblich von der G1. Zudem konnten wir die Karte auch an einem MacBook testen, an einer PlayStation 4 und am Ende auch an einem Surface Pro 3. Dank Windows 10 und Mac OS 10.12 lief alles auch tadellos.

 

Die Tabelle wurde daher um diverse Spiele, sowohl für PS4 als auch für die entsprechenden Laptops erweitert. iOS und Android Games konnten wir logischerweise ja nicht ausprobieren.

Musiker und BandsSoundtracks von Filmen, Video- und ComputerspielenGespielte Spiele
  • Pendulum – Immersion
  • Skrillex – Bangarang
  • Michael Bublé – To Be Loved
  • Billy Talent – Billy Talent III
  • Anberlin – Blueprints for City Friendship
  • Mike Oldfield – Nuclear
  • Netsky – Eyes Closed
  • Alüto – To you all (Michi)
  • Infected Mushroom – Deeply Disturbed
  • Mark Forster –
  • Green Day – American Idiot
  • Lindsey Stirling – Shatter Me
  • Lindsey Stirling – Brave enough
  • Blind Guardian – A Night at the Opera
  • Vanessa Mae – The Classical Album
  • Schandmaul – Narrenkönig
  • Eminem – 8 Mile
  • Austin Wintory – Journey (Original Soundtrack)
  • Guild Wars 1 und 2 – Original Soundtracks
  • Pacific Rim – Original Soundtrack
  • Enders Game – Original Soundtrack
  • Uncharted – Original Soundtrack
  • Halo 2 und 3 – Original Soundtracks
  • Baldur’s Gate 2 – Original Soundtrack
  • The Dark Knight – Original Soundtrack
  • Skyrim – Original Soundtrack
  • StarCraft II – Original Soundtrack
  • Rocket League – Original Soundtrack
  • Portal 2 – Original Soundtrack
  • The Witcher 3 – Original Soundtrack
  • Game of Thrones – Original Soundtrack
  • Destiny – Original Soundtrack
  • Guild Wars 2
  • Infamous: Second Son
  • Outlast
  • Destiny
  • The Eldar Scrolls V: Skyrim
  • Uncharted Collection
  • Uncharted 4: A Thief’s End
  • StarCraft II
  • The Witcher 3
  • Overwatch
  • FIFA 17
  • Star Wars: Battlefront
  • Portal 2

Es ist überraschend, wie stark sich das Klangerlebnis verbessert und zwar in allen Bereichen. Egal ob Musik, Film oder Spiel: Die Kopfhörerverstärkung funktioniert. Auch die Abschmischung für den virtuell simulierten Raumklang funktioniert gut und die Gegner bzw. Filmszenen sind positionstechnisch gesehen immer den richtigen Standorten zuzuordnen. Zwar ist die eigentliche Ausgabe natürlich auf Stereo beschränkt, aber die virtuelle Hochrechnung auf 5.1 bzw. sogar 7.1 funktioniert durchaus gut.

 

Wir geben aber auch zu, dass die Sound BlasterX G1 Karte alles andere als ein reines Klangwunder ist, was auf Grund der Grösse auch nicht möglich ist. Allerdings ist letzterer Punkt entscheidend und eben für jene Grösse ist das Ergebnis durchaus beeindruckend.

Sound BlasterX G1
Angeschlossen leuchtet das rote X des Sound BlasterX G1. Es signalisiert die Einsatzbereitschaft der Karte.

Fazit – Klein, aber Leistungsstark und sehr mobil

Wie bereits erwähnt: Die Sound BlasterX G1 ist kein reines Klangwunder, dass darf man bei aller Kompaktheit der Karte nicht erwarten. Sie macht ihren Job für die Grösse aber enorm gut und wertet jedes Windows 10 Tablet, Surface Modell oder auch Laptops und MacBooks konsequent auf. Das Sounderlebnis verändert sich hier deutlich zum Vorteil fürs Spielen, Musikhören und Filme gucken. Wer eine PlayStation 4 Zuhause stehen haben sollte, kann diese Karte ebenfalls dort anschliessen und selbst die Konsole profitiert von der kleinen G1. Durch ihre sehr kompakten Masse ist sie zudem sehr mobil und transportabel in euren Taschen verstaubar.

 

Als Makel kann man allerdings den nur einzigen vierpoligen Anschluss sehen, was dazu führt, dass ihr unter Umständen für einige Headsets eine Y-Weiche oder andere Adapter kaufen müsst. Seit ihr in bestimmten Einsatzgebieten nicht auf ein Mikrofon angewiesen, reichen auch ganz normale Kopfhörer.

 

Für runde 50 Euro Hersteller-UVP macht man mit der Sound BlasterX G1 also nichts falsch. Wer viele Geräte in Form von Windows 10 Tablets, Surface Devices oder auch mit MacBooks arbeitet, kann von der kleinen Karte durchaus sehr profitieren. Die Soundverbesserungen sind deutlich wahrnehmbar. In der Schweiz kommt man beispielsweise über Digitec.ch an das Gadget und dort kostet es knapp über 50 SFr. In Österreich und Deutschland geht auch der Weg über Amazon und hier liegt die Sound BlasterX G1 ebenfalls bei rund 50 Euro.

vg-wort
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