Do. 09. Juni 2016 um 14:41

WWDC 2016: Weitreichende Änderungen stehen dem App Store bevor

von Marcel Laser0 Kommentare

Apple scheint den App Store umbauen zu wollen und das in nahezu allen Bereichen. Neben einem spekulierten Umbau des Designs, hat sich Phill Schiller allerdings nun persönlich über weitreichende Änderungen für Entwickler_innen im App Store geäussert.

App Store wird umgebaut: Neue Abomodelle und mehr Geld für Developer

Die WWDC 2016 wirft anscheinend schon seine ersten Lichtstrahlen voraus. Allem voran Phill Schiller, welcher in der vergangenen Zeit den Posten als App Store Chef übernommen hatte, äusserte sich nun einige Tage vor dem Start der Apple-eigenen Entwicklerkonferenz zu Wort und plauderte einige neue Features zum kommenden Überarbeitung des App Stores aus. Zumal dieses Verhalten recht ungewöhnlich ist, da Apple solch weitreichende Veränderungen eher auf der Bühne präsentiert, statt in diversen Interviews abseits seiner Events. Nun, sei es drum.

 

Einer der wichtigsten Aspekte wird die neue Verteilung von Einnahmen durch App-Käufe sein. Bisher war es so, dass Apple immer 30 Prozent der Einnahmen für sich beanspruchte und die restlichen 70 Prozent an die Entwickler_innen ausgeschüttet wurde. Das ist zwar nach der neuen Regelung im ersten Jahr zwar immer noch so, allerdings verändert sich das Verhältnis nach dem ersten Jahr zugunsten der Developer. Dann beansprucht Apple nur noch 15 Prozent der Einnahmen für sich und 85 Prozent fliessen in die andere Richtung.

 

Auch die Abomodelle in den Apps werden sich in Zukunft deutlich ändern. Apple will ein dynamisches System einführen, welches Abonnements  deutlich flexibler gestalten soll. Zum Beispiel wenn eine App ein Modell mit mehreren Möglichkeiten anbietet, so sollt ihr in Zukunft flexibel zwischen diesen Wechseln können. Zudem soll es möglich werden bis zu 200 unterschiedliche Abomodelle anbieten zu können. Natürlich müssen App-Entwickler_innen diese Methoden auch in ihren Apps am Ende anbieten, um diese zu ermöglichen.

Gekaufte Werbeplätze im Store und ein grosses Redesign?

Phill Schiller redete zudem über eine neue Art der Werbung im App Store. Bisher ist dieser noch vollständig werbefrei, lediglich Apps werden öfters mal in der Vordergrund gerückt in den oberen Bereichen des Stores promoted. Wer allerdings bald Apps im neuen Store sucht, der wird zwischen den Ergebnissen vielleicht auch mit richtiger Werbung konfrontiert. Die Ergebnisse für die verkauften Werbeplätze sind dynamisch und richten sich dann an eure Suchgewohntheiten, damit die Werbung sich mit euren Interessen decken wird.

 

Natürlich kann und wird sich aller Voraussicht nach auch das Design durch solche Anzeigen ändern. In wie weit das Redesign allerdings die Optik beeinflussen wird, wir also einen komplett überarbeiteten App Store zu sehen bekommen oder diese sich eher im Detail abspielen, bleibt hier die Frage. Bekannt ist bereits, dass Apple wohl an einer vollständigen Umstrukturierung seine Music-Dienstes arbeitet, was ebenfalls mit einem grossen Redesign verbunden sein soll. Ob das am Ende sich auch durchgängig durch die gesamte Software für iOS ziehen wird, ist nicht geklärt. Unwahrscheinlich wäre eine solche Vermutung jedenfalls nicht.

 

Zumal iOS im Juni seine 10. Versionsnummer spendiert bekommt und damit erstmals zweistellig wird. Man kann also durchaus von einer Jubiläumsversion sprechen und generell versuchen Hersteller bei solch derartigen Meilensteinen, auch besonders interessante Anreize zu schaffen. Eine neue Optik würde durchaus für frischen Wind sorgen.

 

 

Quelle: Telegraph (Englisch)

vg-wort
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