Mo. 08. Juni 2015 um 22:36

WWDC 2015: Streaming-Dienst Apple Music vorgestellt

von Marcel Laser0 Kommentare

Die Vorstellung klang recht pompös: „Können wir einen Dienst kreieren, der besser ist als alle anderen?“. Die Ambitionen sind also mehr als hoch und muss sich an der bereits auf dem Markt platzierten Konkurrenz messen. Der Streaming-Dienst Apple Music geht mit iOS 9 online und bietet euch für einen monatlichen Preis die gesamte iTunes Musik Mediathek, welche mitunter die grösste der Welt ist.

wwdc 15 Apple Music

Apple Music mit eigenem Radio und die gesamte iTunes Bibliothek

Neben der überarbeiteten Music App von Apple ist nun auch ein neuer Streaming-Dienst passend dazu vorgestellt worden. Für 10 US-Dollar im Monat bekommt man den vollständigen Zugriff auf das gesamte iTunes Music Sortiment. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Apple einen solchem Dienst vorstellt. Mit dem Kauf von Beats Audio und dem damit verbundenen Beats Music Dienst wurde eine solche Vorstellung immer wahrscheinlicher. Damit tritt Apple nun direkt in die Fusstapfen der Konkurrenz von Spotify und anderen Streaming-Anbietern mit Musik-Angeboten. Ein hochrangiger Sony-Chef hatte noch gestern Abend ausgeplaudert, dass es heute zur Vorstellung kommen würde.

 

Gezeigt wurde auch die oben noch erwähnte neu gestaltete App. Dort könnt ihr über den Reiter My Music euren eigenen Ort individuell gestalten, der für die Zusammenstellung eures Streams genutzt wird. Unter For You werden Vorschläge gebracht, welche für euch interessant sein könnten und unter New werden neue Alben und Artists vorgestellt.

 

Interessanterweise scheint Apple auch das Internetradio vorantreiben zu wollen. Apple will einen Broadcast-Dienst anbieten, der nicht nur alle anderen Radiosender vereint, sondern auch einen eigenen Radio-Dienst direkt von Apple bereitstellt. Beats 1 ist in England und den USA ansässig und versorgt euch mit dem neuesten an Musik und Infos der Szene.

Apple Music Connect: Soziales Netzwerk à la MySpace

Apple Music soll zudem ein soziales Netzwerk für Künstlerinnen und Künstler werden. Dort können Snapshots von Musikvideos, Lieder, Ausschnitte aus Alben und andere Dinge geteilt werden. Auch alltägliche Dinge, die unsere Stars über Twitter oder Facebook veröffentlichen, können dort geteilt werden. Somit haben wir die Möglichkeit, über Herz-Icons und anderen Buttons mit den Künstlern zu agieren.

 

Diese können auch Ausschnitte aus Prozessen der Albumerstellung zeigen und so ein ganzes Stück näher an die Community heranrücken. Zwar ist dieses auch über andere Kanäle möglich, doch vereint Apple über iTunes extrem viele Musikstars und könnte so für ein neues eigenes und einzigartiges Feature werben. Inwieweit das erfolgreich werden könnte, bleibt erst einmal abzuwarten. Die Idee erinnert spontan ein wenig an das Soziale Netzwerk MySpace, welches Mitte der 2000er Jahre seine Hochzeit erlebte.

wwdc 15 Apple Music

Apple Music Preise, Länder und eine App für Android

Die Preise stehen auch schon fest: Wie bereits vermutet, wird Apple den Dienst unbegrenzt für 9.99 US-Dollar anbieten. Apple Music ist auch in einem Familien-Paket mit bis zu sechs Leuten für 14.99 US-Dollar zu haben. Wer den Musik-Streaming-Dienst erst einmal nur ausprobieren will, bekommt die ersten drei Monate sogar geschenkt.

 

Zudem sagte Apple, dass die Verfügbarkeit bei mehr als 100 Ländern liegen werde, was die Wahrscheinlichkeit extrem erhöht, dass die gesamte DACH-Region ebenfalls eingeschlossen ist. Damit dürfte der verpatzte Start von iTunes Radio unter Umständen vergessen gemacht werden. Der Dienst startet am 30. Juni global für die besagten 100 Länder.

 

Was allerdings für Aufsehen sorgte, ist Apples erste Android-App! Der Apple Music Dienst wird auch für Android zur Verfügung stehen und daher wird eine Apple Music App für Android veröffentlicht. Wir sind gespannt, wie hoch der Nutzen sein wird und wie viele nun auch iTunes als Dienst für sich entdecken könnten. Allerdings wird die Verfügbarkeit für Android etwas später erfolgen.

 

 

Quelle: WWDC 2015

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