Do. 22. Mai 2014 um 8:37

Windows und Windows Phone Store: Richtlinien für Entwickler verschärft

von Dennis Schubert5 Kommentare

Kurz nachgereicht: Im Kampf gegen Fake-Apps und App-Klone hat US-Unternehmen Microsoft zu härteren Richtlinien für seine App Stores – Windows Store und Windows Phone Store – gegriffen. Konkret wurden die Zertifizierungsrichtlinien abgeändert. So sind nun irreführende App-Namen oder die Verwendung von fremden App-Logos nicht mehr erlaubt. Auch die bekannten Cheat-Apps sind somit nicht mehr möglich.

 

Aber auch Anwendungen, die wie die offizielle App eines bestimmten Dienstes aussehen wollen, jedoch nur eine mobile Webseite in sich tragen, werden so nicht mehr möglich sein. Meist verfolgen die Anbieter dann das Ziel, an der Werbeeinblendung Geld zu verdienen, denn irgendjemand fällt immer darauf herein. Zwar bleibt fraglich, warum Microsoft so lange gewartet hat, doch nun sind die Änderungen da.

Wichtigste Änderungen im Überblick

  1. App-Icons müssen sich von anderen App-Icons ausreichend genug unterscheiden, sodass eine Verwechslung ausgeschlossen ist. Kleinere Anpassungen, wie das Abändern der Farbe, sollen hierfür laut Microsoft nicht reichen.
  2. App-Namen müssen die eigentliche Funktion der Anwendung „exakt“ widerspiegeln. Microsoft verbietet die Verwendung fremder Marken hier zwar nicht komplett, schränkt die Nutzung aber ein – so dürfen die Marken nicht am Anfang stehen. Somit ist folgende Bezeichnungen unzulässig: „ABC Spiele-Guide“. Wenn, dann muss die App wie folgt benannt werden: „Spiele-Guide für ABC“.
  3. Zu guter Letzt müssen Apps entsprechend ihrer Funktion kategorisiert werden. Eine Anleitung für eine App oder ein Spiel gehören somit nicht in dieselbe Kategorie, wie das Spiel an sich, sondern zu „Bücher und Informationen“.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie schnell diese Richtlinien umgesetzt werden, denn im Store finden sich derzeit unzählige Apps, die gegen diese Richtlinien verstossen.

Quelle: Windows Blog (Englisch)

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5 Antworten zu “Windows und Windows Phone Store: Richtlinien für Entwickler verschärft”

  1. Googlook sagt:

    Gut so, sollten doch endlich keine Apps wie ‚Facebook 8 Pro‘ zulassen. Oder sämtliche Google-Fake-Apps etc… Lieber einen etwas kleineren Store haben als jeden Müll…

    So wären auch die Perlen gut ersichtlich, dessen Entwickler wären dankbar.

  2. Benjamin Veen sagt:

    Dann muss ja Microsoft ihre eigene Youtube „App“ entfernen!! 🙂

  3. Googlook sagt:

    @ Benjamin Veen: Zumindest kostet diese nicht 2.00 CHF… Aber dass es dutzende ‚Facebook‘ Apps gibt kann es ja nicht sein… Gleiches gilt natürlich auch für Youtube…
    Solche Apps welche lediglich die Website darstellen, dürften mMn nur vom jeweiligen Seiteninhaber veröffentlicht werden.

  4. Robert Beltle sagt:

    Eigentlich widersprechen solche Apps grundsätzlich der Vorgabe. Es steht nämlich in den Bedingungen, dass eine App nicht nur der Darstellung einer Website dienen darf.

  5. Fisiflo sagt:

    Es gibt leider immer noch genug Fake-Apps, z. B. diverse Heise-Apps, die einfach nur Links auf heise online beinhalten.

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