Fr. 26. Dezember 2014 um 17:05

Windows 10 Preview Build mit Gesten-Erkennung aufgetaucht

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Täglich grüsst das Murmeltier oder in unserem Fall eine Windows 10 Preview Build. Pünktlich zu Weihnachten ist eine neue Entwicklerversion von Windows 10 aufgetaucht, welche uns einen Eindruck von weiteren interessanten neuen Funktionen bietet. Auch wenn diese nicht direkt ersichtlich sind, haben Developer in der neuen Version mit der Build-Nummer 9901 eine Reihe neuer APIs gefunden, welche einige interessante Einblicke in die Möglichkeiten zukünftiger App-Entwicklungen liefern.

Unterstützung für Gestensteuerung und Cyberbrillen in Windows 10

Neben einigen neuen APIs, welche vor allem von Windows Phone übernommen wurden, um die Apps weiter von der Plattform unabhängiger nutzbar zu machen, fällt vor allem eine neue API-Klasse mit der Bezeichnung Windows.Human auf. Diese beinhaltet mehrere Schnittstellen, welche dem System erlauben, mit Handgesten, Spracherkennung und sogar der Identifizierung von Gesichtszügen umzugehen. Ähnlich wie dies bei Kinect auf der Xbox der Fall ist, könnten Userinnen und User in Zukunft in der Lage sein, bestimmte Aktionen am PC durch Körperbewegung und Sprachbefehle durchzuführen. So könnten Anrufe mit einer Handbewegung abgewiesen werden, wenn man gerade nicht gestört werden will. Ideal zum Beispiel, wenn man sich gerade ausserhalb der Reichweite des Computers befindet. Auch das Annehmen oder Abweisen von Meeting-Einladungen in Outlook durch Nicken oder Kopfschütteln wäre denkbar,oder das Scrollen durch Rezepte, wenn man gerade die Hände voll mit Plätzchenteig hat.

 

Eine weitere Besonderheit ist, dass Windows 10 wohl auch ohne zusätzliche Treiber eine Standardschnittstelle für Digitale Stereoskopische Brillen, wie die Oculus Rift eine ist, anbieten wird. Damit wären solche Datenbrillen an einem PC oder Tablet einfach per Plug’n’Play verwendbar und Apps könnten ohne spezielle Anpassung auch auf diese zugreifen. Die Tatsache, dass Microsoft eine solche Schnittstelle integriert, zeigt auch, dass der Konzern durchaus an einen Erfolg dieser Geräte zu glauben scheint. Zudem dürfte das auch die Entwicklung solcher Hardware für verschiedene Unternehmen erleichtern.

 

Als kleines Sahnehäubchen soll Windows 10 selbst noch eine tiefere Integration des Miracast-Standards bekommen. Damit sollte die Abhängigkeit von Miracast-fähiger Intel-Hardware sinken und im Gegenzug die Kompatibilität mit verschiedenen Geräten steigen, auf welche man seinen Bildschirminhalt spiegeln kann. Eventuell wird sogar der eigene Windows-PC oder das Windows-Tablet selbst dabei zum Miracast-Empfänger und kann den Bildschirminhalt von Mobilgeräten auf dem grossen Monitor anzeigen. Auf jeden Fall darf man sich nach jeder Meldung über neue Funktionen in Windows 10 umso mehr auf die erwartete Veröffentlichung der nächsten öffentlichen Build freuen. Diese soll am 22. Januar vorgestellt werden.

 

Quelle: PasteBin via WMPoweruser (Englisch)

Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen