Sa. 24. Januar 2015 um 17:41

Windows 10: Januar Preview ausprobiert

von Marc Hoffmann5 Kommentare

Eigentlich war die nächste Stufe der Windows 10 Preview erst für die nächste Woche angekündigt, doch gestern Abend wurde der Download überraschend auf der Windows Insider Webseite freigegeben. Wir haben uns direkt das Image geladen und ausprobiert, welche Änderungen es gibt und wie es sich nutzen lässt.

Noch nicht für den Täglichen Einsatz

Direkt zu Beginn möchten wir anmerken, dass trotz des weiteren Entwicklungsfortschrittes noch kein Einsatz im alltäglichen Betrieb zu empfehlen ist. Zwar laufen die meisten Funktionen, soweit sie denn schon integriert wurden, relativ sauber und auch Stabilitätsprobleme konnten wir auf unserem Testsystem noch keine feststellen, doch sind ein unvorhersehbares Verhalten und ein möglicher Datenverlust nicht auszuschliessen.

 

Gegenüber der letzten Preview vom November hat sich einiges getan und nun ist auch endlich der umschaltbare Tablet-Modus integriert worden. Über das neue Notification Center, welches sich per Touch Geste am rechten Bildschirmrand oder per Mausklick auf den kleinen Button neben der Uhr einblenden lässt, gibt es nun auch mehrere Quick-Settings, wie man sie von Windows Phone und anderen Smartphonesystemen her kennt. Hier kann mit einem Klick zwischen Desktop- und Tablet-Modus gewechselt werden. Im Desktop-Modus verhalten sich Apps dabei genau wie unter Windows 8 und werden im Vollbild oder angedockt fixiert. Neu ist dabei, dass sich nun auch Desktop Anwendungen wie der Explorer, Office oder der Browser genau wie Apps verhalten und ebenfalls nur noch im Vollbild oder angedockt laufen. Vor allem am Tablet dürfte dies die gesamte Bedienung vereinheitlichen.

 

Ist man im Desktop-Modus, so lassen sich Apps oder Desktop Anwendungen einfach in Fenstern bewegen und auch das Startmenü wird in einem kleinen Format, ähnlich dem klassischen Startmenü von Windows 7 angezeigt. Möchte man aber mehr Inhalt im Startmenü angezeigt bekommen und bevorzugt den Vollbild-Modus, kann man nun auch das Startmenü selbst mit einem kleinen Button in einen Vollbildmodus schalten, ohne auf die Fenster-Ansicht von Apps zu verzichten. Diese Optionen der Start-Ansicht und den Wechsel zwischen dem Desktop- und dem Tablet-Modus, nennt Microsoft Continuum und soll den Wechsel zwischen Touch- und Mausbedienung deutlich erleichtern. Dies funktioniert bisher auch sehr gut und zuverlässig, allerdings unterstützt der Tablet-Modus momentan noch keinen zweiten Bildschirm.

Neuer Store und neue Ausrichtung

Interessant ist, dass der Windows Store für Modern Apps in zwei Varianten vorhanden ist: Neben dem bisher bekannten klassischen Store, welchen man bereits aus Windows 8.1 kennt, ist auch ein neuer Store als Beta vorhanden. Dieser bietet eine neue Bedienung und eine neue Ansicht der Apps, welche überwiegend vertikales Scrollen ermöglicht, anstelle der bisher üblichen horizontalen Bewegung. Die App-Ansicht selbst erinnert dabei sehr stark an die Web-Ansicht des Google Play Stores. Generell ist vieles in Windows 10 mit der aktuellen Ansicht wieder auf senkrechtes Scrollen ausgelegt. Dies wird auch im neuen Startmenü deutlich, bei dem die angepinnten und gruppierbaren Live Tiles nun wie vom Windows Phone gewohnt von oben nach unten durchblättert werden können.

 

Eine weitere Neuerung ist eine Integration von Cortana, zumindest theoretisch. Theoretisch deshalb, weil zwar die Windows Preview in 25 Sprachen zur Verfügung steht, aber Cortana bisher keine deutsche Lokalisierung auf dem PC unterstützt. Auf Englisch hingegen (Vorsicht: Neuinstallation erforderlich) ist Cortana einsatzfähig, wenn auch mit beschränktem Umfang.

 

Die letzte besondere Neuerung ist die Integration der neuen Xbox App. Diese soll in Zukunft die bisher verwendete Xbox Smartglass App ablösen und zusätzliche Konsolenfunktionen auf den PC bringen. Zwar sind viele Features noch nicht integriert, aber die vorhandenen Schaltflächen für Party Einladungen und Stummschaltung im Chat innerhalb der Freundesprofile zeigen, dass für das zukünftige cross platform gaming auch Party-Chats zwischen PC und Konsolen möglich sein werden.

 

Quelle: Microsoft

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5 Antworten zu “Windows 10: Januar Preview ausprobiert”

  1. Schnatterente sagt:

    Also wenn ich das so lese, brauche ich bei meinem Desktop PC kein Update auf Win10. Ist wohl viel auf Tablet/Handynutzung ausgelegt.

  2. Cartuun sagt:

    Eigentlich genau das Gegenteil. Zum ersten Mal lässt sich Windows auf dem Desktop wieder vernünftig bedienen.

  3. Schnatterente sagt:

    Ich hatte vergessen zu schreiben, dass ich wieder Win7 drauf habe. 🙂

  4. night sagt:

    Windows 10 ist sehr Nett und wirklich brauchbar im Vergleich zu Windows 8.1. Nutze Windows 10 seit der ersten Version in der VM um damit div. Testen zu können.

    Die neuste Version ist echt sehr gut gelungen. Zumal man auch ohne Touch wieder vernünftig damit arbeiten kann.

  5. Marulez sagt:

    Freue mich auf Win10…sieht Top aus.

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