Mo. 15. Dezember 2014 um 17:10

Windows 10 Build 9901: Neue Settings, Cortana und mehr

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Erneut wurde am gestrigen Sonntag eine neue Build von Windows 10 inoffiziell veröffentlicht und zeigt erneut eine ganze Reihe neuer Funktionen und Designänderungen. Die neue Version mit der Build Nummer 9901 bringt vor allem ein grosses Update für die Einstellungen, welche noch mehr Funktionen erhalten haben und mehr an die klassische Systemsteuerung angeglichen wurde. Zudem wurde Cortana kräftig überarbeitet, bringt eine neue Optik mit und hört jetzt auch auf ein Hotword, also ein Wort, welches die Spracherkennung von Cortana aktiviert.

Die Settings oder auch Einstellungen App wurde in Windows 10 mit der aktuellen Build ein wenig mehr an die altbekannte Systemsteuerung angepasst. Möglicherweise soll dies dafür sorgen, dass sich Windows 7 Nutzerinnen und Nutzer etwas vertrauter fühlen, wenn sie die Einstellungen des Systems aufrufen. Die Startseite der Einstellungen besteht somit nicht mehr aus den am häufigsten verwendeten Optionen, sondern aus einer Reihe von Symbolen in einer Raster-Anordnung. Dahinter befinden sich aber die gewohnten zweispaltigen Übersichten der verschiedenen Optionen.

 

Auch Cortana bekam eine kräftige Überarbeitung. Die digitale Sprachassistentin kann nun diverse Informationen direkt und ohne gesonderte Anfrage auflisten, ähnlich wie dies bei Windows Phone 8.1 der Fall ist. Welche Informationen relevant sind, lernt die Assistentin dabei durch das jeweilige Nutzungsverhalten. Es gibt zudem nun eine feste Suchleiste innerhalb der Taskbar, welche eine direkte Suche erlaubt und auch mit einem Klick den Schnellzugriff auf die Sprachsuche ermöglicht.

 

Besonders interessant dürfte die Funktion „Hey Cortana“ sein, welche es erlaubt, die Sprachassistentin ohne Interaktion mit dem PC zu öffnen. Dabei lauscht das System permanent auf ein bestimmtes Hotword, so wie das auch die Xbox One mit Kinect und selbst einige Android Smartphones tun und erlaubt es so, die Sprachfunktionen zu starten, ohne erst etwas anklicken zu müssen. Zwar sind die Funktionen bisher relativ eingeschränkt, doch dürfte sich dies bis zum Release Stück für Stück immer weiter verbessern.

Die letzte grosse Änderung betrifft den Windows Store. Zwar ist dieser in der Build 9901 noch nicht funktionsfähig, doch zeigt er mit diversen sichtbaren Grundelementen, dass Microsoft hier an einem komplett neuen Aufbau arbeitet. Neben der klassischen vertikalen Ansicht der einzelnen App-Beschreibungen, kommen auch neue Kategorien in den Windows Store. Wie es scheint, will der Konzern all seine Inhalte in einer Ansicht bündeln und integriert auch den Kauf von Musik, Filmen und Serien in den Windows Store und lagert diese aus Xbox Music und Xbox Video aus. Somit können die verschiedenen Bereiche gegenseitig die Aufmerksamkeit aufeinander schieben, wenn einzelne Nutzerinnen und Nutzer nur einen oder zwei der Stores verwenden. Zudem macht dies die Bedienung deutlich einfacher.

 

Doch Vorsicht! Wer besonders neugierig ist und sich die ISO für die neue Build aus einschlägigen Quellen organisiert, bringt damit sein eigenes Preview Abonnement durcheinander. Demnach wird es für diese Version keine offiziellen Preview Updates geben und zum Release der nächsten öffentlichen Beta wäre eine Neuinstallation des Systems unumgänglich. Ob sich dieser Aufwand lohnt, um einige noch instabile neue Funktionen zu testen, sollte deshalb gut überlegt sein.

Quelle: Neowin 1, 2, 3, 4

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