Do. 26. Juni 2014 um 11:59

WhatsAppitis: Messenger bekommt eigenen Eintrag in Medizinbücher

von Marcel Laser0 Kommentare

Der von Facebook damals übernommene Chat-Dienst WhatsApp bekommt seinen eigenen Eintrag in Medizinbücher, da eine Muskelentzündung in beiden Daumen nach der Messenger-App benannt wurden. Eine spanische Ärztin hat diese Krankheit nun im Medizin-Fachmagazin The Lancet genauer beschrieben und auch, wie sie zu dem Einfall kam. Nach Weihnachten kam eine 34-jährige Frau in ihre Praxis und klagte über Schmerzen im Handgelenk, dessen Ursache einige Fragen aufwarf. Nach einigen Untersuchungen wurde durch die Ärztin eine Entzündung der Daumenmuskeln bestätigt, die bis ins Gelenk reichte.

 

Die 34-jährige gab an, an den Weihnachtstagen gearbeitet und dadurch mehr als 130 WhatsApp-Chats beantwortet zu haben. Damit war die Diagnose für Frau Inés M Fernandez-Guerrero klar: WhatsAppitis heisst die Form dieser Entzündung nun, die durch eine Überbeanspruchung der Daumenmuskulatur in bestimmten Haltungen durch Smartphones beim Tippen hervorgerufen wird. Fernandez-Guerrero ordnete sofort ein Attest an und sprach ein WhatsApp-Verbot für die Patientin aus, bis die Gelenke und Muskeln sich erholt hatten.

 

Man darf gespannt sein, wie viele Kranke nun in den nächsten 2 – 3 Jahren wegen WhatsAppitis den Arbeitsplatz oder die Schule nicht mehr aufsuchen werden können. Ob man das später auch als anerkannte Berufskrankheit durchbekommen würde? Wer weiss, wer weiss.

 

Quelle; The Lancet (Englisch)

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