Di. 14. April 2015 um 14:05

Sharp hat 4K-Display mit 806 ppi in Entwicklung

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Das Rennen um die schärfsten Displays ist noch lange nicht zu Ende, denn nun hat sich der Elektronikkonzern und Display-Spezialist Sharp wieder an die Spitze vorgearbeitet. Auf einer chinesischen Elektronikmesse, der China Information Technology Expo 2015, hat das Unternehmen einen Display-Prototypen vorgestellt, welcher mit einer Diagonale von 5.5 Zoll, also Kantenlängen von 6.8 und 12.1 cm, eine volle 4K-Auflösung von satten 3’840 x 2’160 Bildpunkten erreicht. Dies entspricht einer resultierenden Pixeldichte von 806 ppi.

Jedes Sub-Pixel des Displays ist dabei gerade einmal 10.5 Mikrometer breit, was eine gesamte Pixelgrösse von gerade einmal 31.5 Mikrometer entspricht. Im Vergleich dazu hat ein 4.7 Zoll messendes FullHD-Display eine Pixelgrösse von 81 Mikrometer. Die Massenproduktion solch hochauflösender IGZO-Displays (Indium-Gallium-Zink-Oxid) soll zu Beginn des nächsten Jahres anlaufen.

 

Während spätestens seit dem Start der ersten QHD-Smartphones im Grössenbereich von 5 bis 5.5 Zoll immer wieder Diskussionen über die Sinnhaftigkeit solcher hohen Display-Auflösungen aufkommen, da selbst bei FullHD-Displays mit blossem Auge kein Unterschied mehr erkennbar ist, dürfte es zweifelhaft sein, dass solch ein Display auch in einem Smartphone dieser Grössenklasse zum Einsatz kommen wird. Interessant ist dabei nicht die absolute Auflösung, die dieser Display-Prototyp bietet, sondern eher die Pixeldichte selbst. Vor allem bei der Entwicklung von VR-Brillen, welche im Laufe des nächsten Jahres vermehrt den Markt erobern wollen, könnte dies eine sinnvolle Entwicklung darstellen. Hierdurch können insgesamt kleinere Displays verwendet werden, um die gleiche Auflösung im gleichen Sichtfeld zu ermöglichen, was den Stromverbrauch senkt und die Brillen vor allem kleiner und leichter macht. Während aktuell zwei Displays von etwa 4.5 Zoll Diagonale notwendig sind, um in einer VR-Brille stereoskopische FullHD-Auflösung zu ermöglichen, sind mit der neuen Technik gerade einmal 2.8 Zoll kleine Displays notwendig.

 

Quelle: k-tai (Chinesisch) via Computerbase

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