Do. 21. Januar 2016 um 15:54

Sharp: Foxconn am Kauf des japanischen Display-Herstellers interessiert

von Marcel Laser0 Kommentare

Sharp geht es schon seit längerer Zeit nicht mehr all zu gut und das scheint einige Unternehmen zu interessieren. Allem voran hat Foxconn ein richtiges Megaangebot vorgelegt und will den grössten Teil des Herstellers so aufkaufen. Aber nicht nur Foxconn ist interessiert, auch eine staatlich kontrollierte japanisch Unternehmung hat grosses Interesse Sharp im eigenen Land zu halten.

Foxconn stellt Megaofferte an Sharp – INCJ will Sharp in Japan halten

Bereits in 2012 hat Foxconns Vorsitzender Terry Gou rund 38 Prozent der LCD-Sparte des riesigen japanischen Display-Herstellers gekauft. Damit gibt man sich allerdings nun nicht zufrieden und so scheint Foxconn generell ein grosses Interesse an der Übernahme des strauchelnden Display-Giganten Sharp zu haben. Das Vorhaben des wohl grössten Produzenten für Elektronik ist aber auch nicht weiter verwunderlich, denn Sharp stellt den Löwenanteil an Displays für Apples iPhone-Geräte, welche zumindest in der LCD-Branche als die bis dato besten LCD-Panels gelten. Wie es „der Zufall“ nun so will ist Foxconn der Hauptfertiger für nahezu alle Apple-Geräte, was wiederum für das chinesische Unternehmen eine Win/Win-Situation bedeuten könnte. Foxconn selber soll bereits ein 5.1 Milliarden US-Dollar schweres Angebot auf den Tisch gelegt haben.

 

Allerdings ist das Innovation Network Corperation of Japan (kurz INCJ) nicht besonders erpicht darauf, Sharp aus dem eigenen Land schwinden zu sehen, was ebenfalls nicht verwundern sollte, da INCJ (ein staatlich kontrollierter Fond) eine ähnliche Vorgehensweise schon bei Japan Display Inc an den Tag legte. Sharp hat ebenfalls wenig Interesse eine Übernahme ausserhalb des eigenen Landes über sich ergehen zu lassen und somit könnte INCJ den Zuschlag bekommen, egal wie hoch die derzeit abgegebenen Gebote auch sein mögen.

 

Interessante Nebeninformation: Auch Samsung ist mit 3 Prozent gehaltener Anteile im Sharp-Konzern vertreten, scheint allerdings auf der Liste der interessierten Unternehmen bisher nicht aufzutauchen. Am Ende scheint es wohl auf ein Wettbieten zwischen Foxconn und INCJ hinauszulaufen, welches die japanische Seite wohl bereits gewonnen haben sollte.

 

 

Quelle: Financial Times (Englisch)

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