Do. 01. Mai 2014 um 18:57

Publireportage: Reichweite des WLAN-Routers verbessern

von Adrian Suess0 Kommentare

WLAN-Repeater versus Powerline-WLAN-Extender

Ein WLAN-Router in der Wohnung bedeutet noch lange nicht, dass man dadurch in jeder Ecke kabellosen Zugang zum DSL-Anschluss bekommt. Häufig ist es sogar so, dass der Router nur in dem Zimmer, in dem er steht, wirklich gute WLAN-Netzabdeckung bietet. In grösseren oder verwinkelten Wohnungen wird es schon schwieriger. Im ungünstigen Fall hätte man über das WLAN der Nachbarn einen besseren Zugang als über das eigene. Der einfachste Weg, das zu ändern, führt über WLAN-Repeater. Diese nehmen das vorhandene WLAN-Signal vom Router auf und verstärken es, so dass sich seine Reichweite vergrössert. Für mehr Reichweite und höhere Datenübertragungsraten empfehlen sich Powerline-WLAN-Extender. Dafür wird ein Powerline-Adapter per LAN an den Router angeschlossen. Er leitet das WLAN-Signal über das Steckdosennetz in der Wohnung weiter zum Powerline-Extender an einer Steckdose in dem Bereich, wo WLAN gebraucht wird. Im September letzten Jahres wurden verschiedene Repeater und Extender von der Computerzeitschrift CHIP getestet. Nachlesen kann man den Artikel bei testberichte.de.Im Folgenden werden die wichtigsten Erkenntnisse daraus zusammengefasst.

 

Vor- und Nachteile von WLAN-Repeatern

Der grosse Vorteil von Repeatern ist, dass sie einfach eingerichtet sind: Man steckt sie in eine Steckdose, die taktisch gut gelegen ist, also zwischen dem Router und dem Bereich, der unterversorgt ist. Meist muss man die Geräte nicht mal konfigurieren – einfach den jeweiligen WPS-Knopf auf dem Repeater und dem Router drücken und die beiden sind miteinander verbunden. Endgeräte wählen sich dann entweder über den Repeater oder den Router ein, je nachdem, wo das Signal stärker ist. Ein Nachteil von WLAN-Repeatern gegenüber anderen Lösungen ist, dass die Datenübertragungsraten nicht sonderlich hoch sind (max. 50 Mbit/s), weil die Geräte gleichzeitig senden und empfangen müssen. Von der Angabe der „Bruttoleistung“ sollte man sich also nicht so schnell beeindrucken lassen. Ausserdem kann die Übertragungsleistung durch die zwangsläufige Überlappung der WLAN-Bereiche des Routers und des Repeaters beeinträchtigt sein.

 

AVM FRITZ!WLAN Repeater 310: Testsieger bei CHIP und Computer Bild

Zum Testsieger bei den WLAN-Repeatern haben im vergangenen Jahr sowohl CHIP als auch Computerbild den AVM FRITZ!WLAN Repeater 310 gewählt. Ein grosses Pro dieses Geräts ist, dass man es über ein Webinterface konfigurieren kann. Der Repeater sollte nicht denselben Kanal benutzen wie der Router, sonst leidet die Datenübertragungsrate noch mehr. Beim AVM-Gerät, aber auch bei den Geräten auf Platz 2 und 3 des CHIP-Tests – Netgear (WN3000RP) und TP-Link (TL-WA850RE) –, lässt sich das mittels manueller Konfiguration korrigieren. Das Gerät überzeugt anscheinend auch DSL-Anbieter wie 1 und 1, die es ihren Kunden zur Ergänzung des Routers anbieten. AVM stellt bei 1&1 auch den hauseigenen WLAN-Router „HomeServer“ sowie die „SmartEnergie-Steckdose“. Über letztgenannte gab es im letzten Jahr hier einen Testbericht.

 

Powerline-WLAN-Extender als Alternative zum Repeater

Braucht man in der Wohnung mehr WLAN-Reichweite, die mit einem Repeater nicht mehr zu stemmen ist, sind alternative Konzepte gefragt. Der Betrieb mehrerer Repeater, die von einem Router abhängen, ist nicht empfehlenswert, denn die Datenübertragungsraten werden enorm beeinträchtigt. Mit den oben erwähnten Powerline-WLAN-Extendern lassen sich auch grössere Distanzen zum Router überwinden. Die Datenübertragungsraten betragen maximal 100 bis 150 Mbit/s – im günstigsten Fall. Hier schneiden im CHIP-Test die Geräte von TP-LINK (TL-WPA4220KIT) und EDIMAX (HP-5101WN) am besten ab. Diese besetzen jedoch die jeweilige Steckdose, während das AVM-Gerät auf Platz 4 neben dem WLAN-Zugang eine Steckdose mit Zeitschaltung bietet, ähnlich wie die AVM Fritz!DECT 200. Powerline-Systeme sind störanfällig gegenüber bestimmten Geräten in der Nähe, zum Beispiel Energiesparlampen. Ausserdem muss ein Powerline-System gut verschlüsselt werden. Das eigenständige WLAN des Extenders lässt sich jedoch über eine Weboberfläche entsprechend konfigurieren. Zu guter Letzt: Powerline-Extender verbrauchen deutlich mehr Strom und kosten mehr in der Anschaffung. Aber flächendeckendes WLAN in der Wohnung hat eben seinen Preis.

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