Mi. 10. Dezember 2014 um 17:47

Qualcomm Umbaumassnahmen: 600 Angestellte entlassen

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Dass der Chiphersteller Qualcomm, welcher sich auf SoCs für Smartphones und Tablets spezialisiert hat, aktuell gewisse Probleme hat, wurde bereits öfter berichtet. Trotz eines Rekordgewinnes im Sommer dieses Jahres scheint es derzeit eher schlecht für den Marktführer für mobile Chipsätze zu laufen. In China läuft bereits ein Kartellverfahren und auch die Gewinnprognosen für das nächste Geschäftsjahr mussten bereits nach unten korrigiert werden. Nun scheint der Konzern erste Sparmassnahmen umzusetzen und plant, insgesamt 600 Stellen im Unternehmen zu streichen.

 

Neuer Unternehmensfokus bei Qualcomm

Wie ein Sprecher gegenüber CNet angibt, wolle sich das Unternehmen in gewissen Bereichen neu ausrichten und neue Geschäftsbereiche erschliessen. Dafür müssen aber anscheinend andere Geschäftsbereiche vorerst gekürzt werden, was zum Abbau von etwa 600 Stellen führt.

 

300 Angestellte sollen dabei allein in Kalifornien das Unternehmen verlassen, wo sich der Hauptsitz des Konzerns und diverse Zweigstellen befinden. Die übrigen Stellen sollen demzufolge in verschiedenen Aussenstellen weltweit abgebaut werden. Insgesamt meldete das Unternehmen bisher etwa 31’300 Angestellte, von denen im vergangenen Jahr 300 neu eingestellt wurden.

 

Laut Qualcomm sei das eine Folge aus diversen Umstrukturierungen und Verlagerung der Prioritäten in verschiedene Geschäftsbereiche. Hierfür sei es auch notwendig, die Ressourcen für bestimmte Projekte einzusparen und in anderen Bereichen neu aufzubauen. Ein Teil der Entlassenen soll allerdings die Möglichkeit bekommen, in anderen Unternehmensbereichen wieder einsteigen zu können, was allerdings den Wechsel des Standortes notwendig machen könnte. Für Leute, die nicht im Unternehmen verbleiben können, bietet Qualcomm allerdings Übergangslösungen sowie Abfindungen an.

 

Da Qualcomm vor kurzem angekündigt hat, auch in den Bereich der ARM basierten Servertechnologien einzusteigen, könnte dies einer der Gründe der Ressourcenverlagerung sein. Genaue Infos oder ein möglicher Zeitplan dafür liegen aber bisher nicht vor.

 

Quelle: CNet (Englisch)

Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen