Di. 21. Juli 2015 um 17:10

Qualcomm plant Stellenabbau

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Viele grosse High-Tech-Unternehmen leider derzeit unter härteren Kämpfen auf dem IT-Markt. Bereits Microsoft musste dies erkennen und streicht nach und nach tausende von Arbeitsplätzen, um mit einer Umstrukturierung kosteneffizienter arbeiten zu können und auch Sony hat seit langem mit schwächelnden Abteilungen zu kämpfen. Nun scheint es aber mit Qualcomm einen der ersten grossen Konzerne zu erwischen, welcher vor allem im Hintergrund aktiv ist und mit seinen Snapdragon SoCs wichtige Kernkomponenten für sehr viele Hersteller und Geräte liefert. Nun scheinen auch bei Qualcomm massive Stellenstreichungen anzustehen, welche bis zu zehn Prozent der Belegschaft betreffen könnten.

 

Qualcomm könnte mehr als 3’000 Stellen streichen

Wie das Branchenmagazin Reuters berichtet, hat Qualcomm mit einem immer grösseren Konkurrenzdruck zu kämpfen, was sich vor allem in den Umsätzen des Chip-Entwicklers niederschlägt. Dazu kommt der Wechsel zu einem neuen Chip-Produzenten, welcher notwendig ist, um die neuen Generationen von Prozessoren auch produzieren zu können und damit die Kosten nach oben treibt. Samsung beispielsweise ist mit seinem neuesten Exynos SoC bereits mit einem kleineren Fertigungsverfahren weit vorangeschritten und setzt inzwischen fast ausschliesslich auf die eigenen Prozessoren anstelle der Snapdragon Chips. Auch Huawei hat mit seinen Kirin Prozessoren passable Alternativen zu bieten und Mediatek stösst ebenfalls immer weiter in den Bereich der Mittel- und Oberklasse-Smartphones vor.

 

Dazu kommt, dass Qualcomm einen nicht zu unterschätzenden Image-Schaden davon getragen hat, da die Generationen der 64-Bit Prozessoren mit ihren Hitzeproblemen und dem schlechten Verhältnis zwischen Leistung und Energieverbrauch nicht das erreichen, was man von aktuellen Smartphone.Prozessoren erwarten würde. Bisher wird das aktuelle Modell im High-End-Bereich, der Snapdragon 810, immerhin nur von drei Herstellern in aktuellen Flaggschiffen eingesetzt, welche aber einen eher geringen Marktanteil besitzen und somit auch die Verkaufszahlen verhältnismässig gering aussehen.

 

Aufgrund all dieser Defizite könnte Qualcomm deshalb über zehn Prozent der Belegschaft entlassen, welche sich aktuell auf etwa 30’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beläuft, was insgesamt über 3’000 Kündigungen nach sich ziehen könnte.

 

Quelle: Reuters

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