Do. 19. März 2015 um 16:09

Microsoft integriert OneDrive in Xbox Music

von Marc Hoffmann1 Kommentare

Die Ankündigung dazu ist schon eine Weile her, doch nun ist es endlich so weit: Microsoft hat seinen Xbox Music Dienst um ein sehr interessantes neues Feature erweitert: Dieser ist nun in der Lage, Musik abzuspielen, welche man selbst in den Cloud-Speicher geladen oder synchronisiert hat. Im Gegensatz zu iTunes Match, Google Music Sync oder dem bisher verwendeten Xbox Music Pass, welche in erster Linie die eigene Musiksammlung scannen, bekannte Titel aus dem Online-Angebot in die persönliche Sammlung aufnehmen und den Rest selbst auf die Server laden, hat man mit diesem neuen Feature die volle Kontrolle darüber, welche Musik man in der Cloud haben will und in welcher Qualität.

 

Ist man bereits in Besitz eines Xbox Music Pass und hat bereits eine beachtliche Sammlung an Musik angelegt, muss man sich aber keine Sorgen über Chaos in der Sammlung machen. In der Musik-App für Windows 8.1 lässt sich einfach auswählen, von welcher Quelle Musik angezeigt werden soll. Zudem bietet Xbox Music auch an, nach Duplikaten zu scannen und diese zu löschen, wobei nur exakt übereinstimmende Lieder als solche erkannt werden und immer die Musik im OneDrive behalten wird. 

Wir haben das Feature bereits einmal ausgiebig getestet und bisher gibt es nichts zu beanstanden, ausser die Verzögerung bei einigen mobilen Apps. Für Android und iOS ist noch keine aktuelle Xbox Music App verfügbar, die das Streaming von OneDrive unterstützt und laut Microsoft soll es auch mit der Music App auf Windows Phone noch nicht funktionieren, doch erste Rückmeldungen einiger User besagen, dass dies doch schon funktionieren soll.

 

Der Scan der Musik-Sammlung erfolgt ähnlich wie der Music Pass Sync, allerdings passiert dies nun alles auf dem OneDrive-Server anstatt auf dem PC. Die eigene Musiksammlung muss dazu direkt auf OneDrive in einen Ordner mit dem Namen Musik oder Music geladen werden. Innerhalb weniger Minuten wird die Musik dann nach ID3-Tags gescannt und auf unterstützten Geräten in der Xbox Music App sowie in der Web-Version von Xbox Music angezeigt. Albencover sowie Interpreten-Fotos werden dabei wie gehabt aus der Xbox Music Datenbank automatisch ergänzt und in den Apps angezeigt. Auch Playlisten werden beibehalten, weiterhin synchronisiert und wenn möglich mit den Titeln aus der eigenen OneDrive-Sammlung aktualisiert. 

 

Als kleines Bonbon bekommen alle Nutzerinnen und Nutzer, die bereits über einen Xbox Music Pass verfügen, zusätzliche 100 GB OneDrive-Speicher spendiert.

Quelle: Windows Blog (Englisch)

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Eine Antwort zu “Microsoft integriert OneDrive in Xbox Music”

  1. gekko88 sagt:

    Die würden lieber mal die Explorer Integration von „shared folders“ umsetzen. Aktuell ist OneDrive für Kollaborationsaufgaben immer noch nicht geeignet!

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