Fr. 26. Februar 2016 um 12:13

Father.IO: AR-Lasertag-Shooter mit dem Smartphone in der realen Welt

von Marcel Laser0 Kommentare

Es ist nicht einfach zu beschreiben, doch ist die Idee in unseren Augen wahnsinnig genial und könnte durchaus eine ganze Menge Spass in den tristen Alltag mobiler Spiele bringen. Father.IO ist ein Lasertag-Game, bei dem eure Smartphones zu Tagern werden und ihr es mit anderen echten Personen auf der ganzen Welt aufnehmt. Egoshooter-Fans fragen sich wohl schon bereits, auf welchen Maps (Karten) hier gespielt wird: Natürlich auf dem kompletten Globus. Wo sonst?

Father.IO: Ingress trifft Lasertag trifft Egoshooter trifft Echtzeitstrategie

Father.IO ist wirklich schwer zu beschreiben, aber wir lassen es gerne hier auf einen Versuch ankommen, um euch zu zeigen, was hinter dem ehrgeizigen Projekt steckt, welches sich derzeit daran versucht, über Indiegogo finanziert zu werden. Der Ansatz und die Grösse von Father.IO zeigt zumindest, dass sich das Team eine Menge vorgenommen hat und könnte nach Ingress, der nächste Renner für location-basierte Spiele in der realen Welt werden.

 

Kommen wir aber erst einmal zum Grundlegenden von Father.IO: Wie bereits erwähnt, ist es in erster Linie ein Augmented-Reality-Spiel. Ihr öffnet das Game auf eurem Smartphone und die Kamera wird aktiv. Auf dem Display ist dann eine Waffe in bester Egoshooter-Manier zu erkennen, Buttons zum Schiessen und Nachladen, ein Peilradar zum Erkennen von Items und Spieler_innen sowie die üblichen Informationen über Gesundheit, Munition und Panzerung. Mit der Anzeige, welches euch das Kamerabild liefert, schiesst ihr also auf andere Personen, mit denen ihr euch anlegen müsst. Doch nun stellt ihr euch die Frage, wie man diese als Mitspielende erkennt, bzw. überhaupt über die App treffen will, denn das Spiel muss ja auch entsprechende Trefferzonen erkennen und überhaupt wissen, wann, wie und wo ein Spieler getroffen wurde. Die Lösung hierfür ist überzeugend genial!

Dieses Bild seht ihr durch die Father.IO App.

Der Inceptor macht aus eurem Smartphone ein Lasertag-Gewehr

Ja, ganz ohne Zubehör, lässt sich die oben gestellte Frage nicht lösen: Hier kommt ein kleines Gerät mit dem Namen Inceptor zum Einsatz, welches ihr vor euer Smartphone schnallt. Die kleine Box wurde aus professioneller Lasertag-Ausrüstung entwickelt und auf die Grösse eines etwas klobigeren Schlüsselanhängers reduziert. Der Inceptor sorgt dafür, dass ihr im Spiel erkannt werdet und auch eine Trefferzone bekommt. Über diesem wird geschossen und der Inceptor nimmt die Treffer von anderen auch auf. Die Verbindung zum Handy geschieht hier via Bluetooth. Leider wird bisher nur mit Android und iOS geplant – schade.

 

Der Inceptor hat somit eine Schussreichweite von bis zu 50 Meter und liefert euch eine Trefferzone im Umfang von circa 2 Meter. Möglich machen das bis zu sechs Infrarotports, die nicht nur das Feld für die Trefferzonen ausgeben, sondern auch für die Schussmechanik verantwortlich sind.

 

Wer wissen will, was der Inceptor genau ist und was er kann, kann sich per Video auf YouTube informieren. Das Gerät selbst ist bereits vollständig entwickelt worden und soll zusammen mit hunderten professioneller Lasertager getestet worden sein.

Wie Ingress: Auf der ganzen Welt warten Gegner_innen und Missionen

Natürlich bietet das Spiel auch eine Art von Hintergrundgeschichte und diese erinnert uns entfernt an Ingress. Mit den Menschen und den sogenannten Evolved stehen euch zwei Parteien zur Verfügung, von denen ihr euch einer anschliessen könnt. Künstliche Intelligenz Father hat die Macht auf der Erde übernommen und so kämpft ihr entweder auf der Seite der Menschen, die sich versuchen aus den Klauen der Evolved zu befreien, oder eben für die Seite der künstlichen Intelligenzen, um deren Vorherrschaft zu sichern. Zudem stehen euch mehrere Klassen mit unterschiedlichen Fähigkeiten zur Verfügung: Medic, Assault, Engineer, Hacker und weitere.

 

Wie bei Ingress wird auch hier der ganze Globus zum Spielplatz, denn die Spieleschmiede gibt nicht umsonst mehr als 12 Millionen (!) Kampfschauplätze an. Viele davon sind sogar fest integriert, wie Bankgebäude, Spielplätze, Schulen, öffentliche Plätze, Sehenswürdigkeiten und viele mehr. Dort liegen Ressourcen bereit, die in Father.IO aufgesammelt werden können und euch sowie eurer Fraktion gutgeschrieben werden. Mit diesen Rohstoffen entwickelt ihr eure Figur weiter, baut und/oder kauft neue Waffen sowie Ausrüstung mit mehr Schaden und Panzerung oder stärkt eurer Fraktion den Rücken.

 

Das Spiel findet aber nicht nur vor eurer Tür in der grossen weiten Welt statt, sondern gibt es auch eine Web-App (ebenfalls ähnlich wie Ingress), die euch aktuelle Kämpfe und Positionen von Spielern_innen auf der ganzen Welt anzeigt. Auch Gegenstände, Ressourcen und andere Items werden dort abgebildet und so habt ihr die Möglichkeit, von zu Hause aus mit den Leuten eurer Fraktion über die Web-App Kontakt auf zu nehmen, sie vor herannahenden Feind_innen zu warnen, oder Positionen von neuen Rohstoffen durchzugeben. Dadurch könnte Father.IO eine enorme taktische Tiefe erhalten.

Der Commander Mode lässt euch Kontakt mit herumlaufenden Fraktionsmitgliedern aufnehmen, um diese im Kampf zu dirigieren.

Indiegogo-Ziel bereits erreicht: Weitere Backer werden gesucht

Das Ziel mit 50’000 US-Dollar, welches man für Father.IO ausgeschrieben hatte, ist bereits erreicht worden. Allerdings könnt ihr weiterhin diverse Perks kaufen und euch bei Erschienen des Games viele Items oder andere Dinge sichern. Ab circa 45 US-Dollar liegen den unterschiedlichen Perks der oben genannte Inceptor bei, welcher für das Spielen draussen in lokalen Multiplayer-Gefechten gebraucht wird. Einige der Packs sind sogar mit mehreren der Inceptor-Einheit ausgestattet, damit ihr euch mit weiteren Menschen gleich zusammentun könnt.

 

Hier geht es zur Indiegogo-Kampagne: Father.IO Crowdfunding

 

So genial wie wir die Idee von Father.IO auch finden, darf auch hier eine generell ausgesprochene Warnung für Crowdfunding-finanzierte Projekte nicht fehlen. Wenn ihr solche Kampagnen unterstützt, erhaltet ihr keine Garantie darauf, dass diese auch zum Abschluss kommen und ihr euer bestelltes Equipment auch erhaltet. Es kann durchaus sein, dass die Finanzierung trotz erreichen des Ziels aus unvorhergesehenen Gründen dennoch fehlschlägt und ihr euer Geld als Backer nicht mehr zurück erhaltet. Mit diesem Risiko gehen allerdings alle Kampagnen dieser Art an den Start.

 

Die Betaversion der Apps sind aber schon in den jeweiligen Stores auf Anfrage zu haben:

Die Idee hinter Father.IO ist fantastisch und wir hoffen sehr, dass das hier alles andere als eine Luftnummer wird. Es könnte neben Ingress und dem kommenden Pokémon Go von Nintendo, der nächste grosse Real-World-AR-Hit werden. Abschliessend zum Artikel haben wir hier nun noch ein Trailer-Video zu Father.IO für euch:

 

 

Quelle: Father.IO @Indiegogo (Englisch)

vg-wort
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