Di. 20. Januar 2015 um 17:21

Facebook-Manager: WhatsApp wird unabhängig bleiben

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Auf der DLD Internetkonferenz in München war auch David Marcus, ein Manager von Facebook, anwesend und gab in einem Interview einige Informationen zur Zukunft von WhatsApp bekannt, nachdem der Messenger-Anbieter im letzten Jahr von Facebook aufgekauft wurde. Dabei ging es auch um das Thema der Integration von WhatsApp in die Facebook-Dienste und ein mögliches Ende der Eigenständigkeit des Messengers.

 

Mögliche Gerüchte zu diesem Thema wurden dabei direkt im Keim erstickt, als Marcus klar stellte, dass WhatsApp auch in Zukunft ein eigenständiger Dienst bleiben werde. Die Mitarbeiter bleiben bestehen und auch der Firmensitz wird weiterhin ausserhalb von Facebooks Quartieren bleiben.

Beide Unternehmen werden also weiterhin getrennt voneinander agieren und die Partnerschaft, welche Facebook insgesamt fast 23 Milliarden Dollar kostete, wird sich in erster Linie auf einen Austausch von Strategien und gegenseitiger Unterstützung beziehen. Einer der Gründe für die Übernahme von WhatsApp sei gewesen, dass so gemeinsam die Marke von einer Milliarde aktiver Nutzer geknackt werden sollte, was Facebook damit unangefochten zum grössten Messenger-Anbieter der Welt macht.

 

Auch die Sorgen, Nutzerinnen und Nutzer des Facebook Messengers oder von WhatsApp würden zukünftig mit Werbung belästigt werden, seien unbegründet.

Wenn es uns egal wäre, könnten wir das machen – und bei 500 Millionen Nutzern jede Menge Geld verdienen.

Doch wie Marcus weiter angibt, stehen das Nutzererlebnis und der Komfort an erster Stelle. Zwar hat das Unternehmen durchaus vor, auch hier eine Einnahmequelle einzurichten, doch konkrete Pläne dazu stehen noch nicht fest. Dabei sollen aber nicht die Kunden belangt werden, sondern denkbar wären eher Dienste, mit denen beispielsweise Firmen spezielle Kommunikations-Wege einrichten können, um über die Messenger-App Support-Anfragen zu beantworten. Dazu müssten dann lediglich entsprechende Unternehmen eine Abgabe für den Dienst leisten, wodurch am Ende vor allem die Kundschaft profitiert.

 

Als grosses Ziel für die Zukunft will das Unternehmen WhatsApp als endgültigen, modernen SMS-Nachfolger für die schnelle Kommunikation zu etablieren. Der Facebook Messenger dagegen soll weitreichende Zusatzdienste anbieten, wie dies jetzt schon mit Funktionen wie Telefonie, Videochat und den Stickern der Fall ist und zukünftig mit der aktuell entwickelten Spracherkennung ausgebaut wird.

 

Quelle: Spiegel Online

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