Mi. 06. Mai 2015 um 20:38

EU will digitale Ländergrenzen abschaffen

von Marc Hoffmann1 Kommentare

Mit dem schrittweisen Senken der Roaming Gebühren zwischen den verschiedenen Netzen der EU-Staaten steuert die Europäische Union durch gezielte Regelungen bereits seit einigen Jahren darauf zu, die digitalen Grenzen der Mobilfunknetze zwischen den Staaten aufzulösen. Nun will die EU Kommission aber noch weiter gehen und ebenso die Grenzen für den Erwerb von digitalen Inhalten und Online-Käufen zwischen Ländern nach und nach aufheben. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag soll im Laufe der ersten Jahreshälfte 2016 vorgelegt werden.

 

Die Aufhebung der digitalen Grenzen betrifft dabei eine ganze Bandbreite an verschiedenen Änderungen. Zum einen könnte eine Durchsetzung eines solchen Gesetzes die Beschränkungen aufheben, dass digitale Inhalte in verschiedenen Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder vereinzelt gar nicht erworben werden können und auch die Preisunterschiede würden somit ausgemerzt werden. Dies erfordert allerdings auch ein vereinheitlichtes Urheberrecht in allen EU-Staaten sowie eine Einigung über die unterschiedlich hohen Steuerabgaben. Auch die Regelungen zur Alterseinstufung bei Filmen, Spielen und anderen Inhalten müssten dafür überdacht werden.

 

Zudem sollen auch Regelungen getroffen werden bezüglich der Beförderung von Online-Einkäufen über Ländergrenzen hinweg. Im Idealfall soll es in naher Zukunft keinen Unterschied mehr machen, ob man einen Artikel innerhalb des eigenen Landes kauft oder aus einem beliebigen anderen Staat in der EU. Doch auch hier muss erst eine umfangreiche und allgemeingültige Regelung getroffen werden, da für viele Güter unterschiedliche Gesetzeslagen innerhalb der Staaten gelten und auch die Unterschiede in der Besteuerung eine wichtige Rolle spielen.

 

Quelle: WinFuture

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Eine Antwort zu “EU will digitale Ländergrenzen abschaffen”

  1. Jörg Renken sagt:

    Da wird wieder genauso was von wie mit dem Abschaffen des Roaming… 🙁

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