Do. 23. April 2015 um 10:27

EU und Provider wollen Facebook, Skype und WhatsApp einschränken

von Marcel Laser5 Kommentare

Inwieweit das ganze dann aussehen soll, bleibt noch unklar, aber am 6. Mai will die EU einen Reformvorschlag vorstellen, der unter dem Namen Single Digital Market agieren soll. Dort sollen Regelungen enthalten sein, die Dienste wie WhatsApp, Facebook, viele Services von Google, aber auch Skype betreffen werden. Provider wie die Deutsche Telekom, Vodafone oder Telefonica unterstützen diese Idee.

 

Auf Nachfrage von Golem.de bei der Deutschen Telekom sagte ein Sprecher, dass sich der Provider schon länger für faire Spielregeln am Markt einsetzen würde. Schliesslich würden die Telekommunikationsunternehmen umfassend reguliert und die sogenannten Over-The-Top-Player wie WhatsApp oder Facebook könnten machen, was sie wollen, obwohl die gleichen Dienste angeboten werden.

 

Diese Aussage bezieht sich wohl vor allem auf Dienste wie das Versenden von Nachrichten gegenüber der SMS oder Voice-Over-IP, welches vom Provider mit dem Telefonieren gleichgezogen wird. In beiden Rubriken sind die Gewinne mittlerweile stark eingebrochen. Vor allem die SMS musste Federn lassen.

 

Allerdings verriet Telekom-Sprecher Blank auch, dass man hier nur seine Meinung äussere und was man nun daraus mache, wäre nur Sache der Politik. Die EU scheint der Meinung der europäischen Netzbetreiber aber einiges an Zustimmung abzugewinnen und wird eine entsprechende Regelung am 6. Mai vorstellen. Man darf aber auch die Interessen der grossen internationalen Konzerne nicht ausser Acht lassen. Noch vor gut einem halben Jahr unterschrieb sowohl die Telekom als auch andere Netzbetreiber einen Brief an die EU-Kommision, in dem der Wunsch nach einer Regulierung der grossen Dienste geäussert wurde.

 

Zudem verlange man das Ausbügeln der bestehenden Asymmetrien zwischen den Unternehmen wie Providern und den US-amerikanischen Diensten. Es könne laut der europäischen Provider nicht sein, dass Dienste wie Facebook oder Google mit Methoden Milliarden an US-Dollar verdienen, welche für die europäischen Netzbetreiber wegen der sehr hohen Datenschutzrichtlinien verboten seien.

 

 

Quelle: Wall Street Journal (Englisch) und Golem

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5 Antworten zu “EU und Provider wollen Facebook, Skype und WhatsApp einschränken”

  1. Entrail sagt:

    Ich würde sagen, den Markt nicht beachtet und verschlafen. Wenn die Nutzer der Datenschutz nicht interessiert, braucht die EU da auch nicht irgendwas für ihre Bürger bestimmen, wenn diese das nicht wollen. SMS sind einfach nicht mehr ganz Zeitgemäß in Zeiten von Internet.

  2. Daimon sagt:

    Das können Telekom etc. vergessen.
    Es gibt Unmengen Messis, die dann betroffen wären.
    Und was kommt als Nächstes? Auflagen für Emailprovider, da dass Konkurrenz für die Post ist?
    Unfug.
    Die Telekom versucht hier Einfluss auf die Netzneutralität zu nehmen.
    Dass Datenschutz bei Messengern wichtig ist, das weiss man und da gibt es mittlerweile ja immer auch Kritik an die Hersteller für, worauf man reagiert. Oder im Fall Facebook: der Weg über die Gerichte

  3. Defected sagt:

    Den Markt nicht beachtet, verschlafen und mit „joyn“ gescheitert.
    Nun sitzt man wie ein kleines Kind in der Ecke, schmollt, und beschuldigt die bösen Anderen.
    Und weil man anscheinend keine Ideen mehr hat, geht man eben diesen Weg.

  4. Ney sagt:

    ernsthaft? „buhuhu wir bekommen kein geld mehr durch überteurerte nicht mehr zeitgemäße technik“ wie arm ist das denn XD

    sollte da iwas durchkommen, so dass nachrichten per whatsapp/facebook/*insert random messi here* geld kosten werden, brauch man auch kein smartphone mehr 😡

  5. Ney sagt:

    hoffe da werden einige ne partition gegen eröffnen, wenn da iwas in der richtung kommen wird

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