Mi. 16. Dezember 2015 um 13:22

Deutsche Telekom darf erstmal keine HTC Geräte mehr verkaufen

von Marcel Laser0 Kommentare

Acacia Research, eine Patent Lizensierungs Firma – also ein Unternehmen ohne eigene Produkte, die lediglich diverse Patente hält – ist gegen die Deutsche Telekom vorgegangen um ein Verkaufsstop von HTC Geräten zu bewirken. Anscheinend hat ein Gericht in Mannheim diesem Antrag bereits Ende November stattgegeben und die Unterlassung für den Verkauf tritt bereits im Laufe dieses Dezembers in Kraft.

Deutsche Telekom darf keine HTC Smartphones mehr verkaufen

Dabei ist Acacia Research keine Unbekannte im Krieg der Patentvorherrschaft. Mittlerweile kann die reine Patentfirma auf eine Vielzahl von Einigungen mit anderen Herstellern zurückgreifen, die sich bereits mit Acacia Research anlegen mussten. Lizensierungsverträge bestehen also bereits mit Apple, Samsung, Huawei oder auch Amazon. Nur HTC fehlt in dieser Sammlung anscheinend noch und über den Gerichtsprozess mit der Deutschen Telekom, der sichtlich starken Druck auf den taiwanischen Konzern ausübt, scheint man nun einen Erfolg errungen zu haben. Damit darf zumindest die Deutsche Telekom im Lauf dieses Monats keine HTC Geräte mehr verkaufen. HTC selber will gegen das Urteil in Berufung gehen, da diese natürlich direkt davon betroffen sind. Zusammen mit der Deutschen Telekom wolle man nun an Lösungen arbeiten um so wenig Schaden wie irgend möglich zuzulassen.

 

Das Patent, welches hier zur Zielscheibe wurde, sollen bestimmte Komponenten in der Sprachübertragung sein. Ein Patent, welches auch für andere Hersteller in Gerichtsprozessen bereits angewandt wurde. Damit dürften nun im Laufe des Dezembers die Geräte von HTC nach und nach von der Webseite der Deutschen Telekom und aus den Retail-Stores verschwinden.

 

 

Quelle: Wall Street Journal (Englisch)

vg-wort
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