Do. 23. Juli 2015 um 17:00

Daimler will mit Nokia Here gegen Hacker ankommen

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Autos werden mit immer mehr zu vollständig vernetzten Fahrzeugen; inklusive Internetzugang. Bei Pkw, welche über Techniken verfügen, die direkten Eingriff in das Fahrverhalten vornehmen, ist vor allem der Sicherheitsaspekt nicht zu unterschätzen. Immerhin sind Einparkhilfen sowie Tempomat-Systeme, welche sich an die Geschwindigkeit des Verkehrs anpassen, heute keine wirkliche Besonderheit mehr und haben Einfluss auf Lenkung, Bremse und auch Gas. Erst vor kurzem gab es einen Fall, bei dem zwei Sicherheitsexperten das On-Board-System eines Jeep Cherokee über das Internet knackten und sogar Einfluss auf Lenkung und Bremsen des Fahrzeug nehmen konnten. Mit dem Kauf von Nokia Here will Daimler damit die alleinige Kontrolle über wichtige Systeme behalten und nicht auf weitere Unternehmen angewiesen sein.

 

Daimler will Kontrolle über die Systeme behalten

Der Grund für die Übernahme von Nokia Here soll dabei sein, dass Daimler, zusammen mit BMW und Audi, die vollständige Kontrolle über den Dienst haben will, um bei eventuellen Sicherheitsproblemen schneller reagieren zu können. Immerhin soll das Kartenmaterial und andere Dienste von Nokia Here in Zukunft auch dazu dienen, vollständig autonom agierende Fahrzeuge zu entwickeln. Hierfür werden besonders strenge Sicherheitskriterien notwendig sein, welche laut Zetsche nur eingehalten werden können, wenn sich die Autohersteller selbst um die Entwicklung kümmern.

 

Auch wenn das Konsortium den Zuschlag für den Kauf von Nokia Here wirklich bekommen haben sollte, werden andere Autohersteller nicht in der Luft hängen gelassen. Die Dienste sollen, wie bisher auch, anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, was allerdings wieder Lizenzgebühren nach sich ziehen dürfte. Wie es in Zukunft um die Here Maps App für Android, iOS und Windows Phone bestellt sein wird, ist derzeit allerdings noch offen.

 

Quelle: Golem

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