Sa. 29. März 2014 um 10:42

BlackBerry-Verluste auf Umsatzniveau, Chen vertröstet auf baldige Besserung

von Dennis Schubert0 Kommentare

Der kanadische Smartphone-Hersteller BlackBerry macht aktuell immer mehr Verluste und kommt bereits mit diesen in die Nähe der Umsätze. Unterdessen macht der momentane CEO John Chen Hoffnung auf eine baldige Wendung. Im vierten Quartal des letzten Jahres hatte man es demnach schon geschafft, die Verluste eindämmen zu können. Nichtsdestotrotz war das Geschäftsjahr 2013 eine echte Katastrophe für den Konzern, erlitt man doch rund 5.87 Milliarden Dollar Verlust. Das ist gut zehnmal so viel, wie im Geschäftsjahr zuvor.

 

Umsätze brechen ein und Verluste werden grösser

 

Während die Umsätze immer weiter vielen, kletterten die Verluste auf neue Rekordwerte. Allerdings blieb der Hersteller im vierten Quartal nicht mehr im Milliardenbereich, geht es um die Höhe der Verluste. Das Minus betrug offiziell 423 Millionen Dollar oder acht Cent je Aktie. Analysten hatten schlimmere Zahlen erwartet, sprachen von einem Einbruch der Aktie um die 57 Cent.

Aber auch beim Umsatz sieht es nicht deutlich besser aus. So brachen die Erlöse im letzten Quartal des vergangenen Jahres um 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 976 Millionen Dollar ein. Der neue Vorstandschef Chen nimmt aber Umsatzeinbussen in Kauf. „Für mich sind schwarze Zahlen wichtiger  als Umsatzwachstum“, sagt er. Für 2015 plant er nun die Trendwende, die auch erstmals wieder einen marginalen Gewinn vorsieht. Eine Partnerschaft mit Foxconn soll helfen. Aber auch ein günstiges, für den indonesischen Markt entwickeltes, Gerät soll es richten.

 

BlackBerry soll zurück zu den Wurzeln finden

 

Nachdem das Z10 Anfang des letzten Jahres gefloppt ist, will man BlackBerry nun neu ausrichten. Das Unternehmen soll sich wieder primär an Firmenkunden und -kundinnen richten sowie auf die klassische Tastatur setzen. Derzeit arbeite man an drei neuen Modellen, die vermutlich innerhalb der kommenden 18 Monate erscheinen werden. Darüber hinaus will man die BlackBerry-Software für die Verwaltung von Smartphones verschiedener Hersteller nutzen.

Noch lassen die Erfolge allerdings auf sich warten. Im letzten Quartal wurden 3.4 Millionen Smartphones verkauft, was in etwa eine Million weniger waren, als im Quartal zuvor. Zwei Drittel davon sind jedoch noch mit dem alten System BlackBerry 7 unterwegs. Anleger und Anlegerinnen atmen auf. Die grosse Frage sei aber, wie Blackberry Kunden zurückgewinne. „Wir suchen immer noch nach Anzeichen, dass die Nachfrage wieder anzieht.“, so Brian Colello vom Analysehaus Morningstar.

Quelle: Börse ARD

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