So. 16. August 2015 um 21:21

AT&T half der NSA aus freien Stücken beim Überwachen

von Marcel Laser1 Kommentare

Die New York Times hat Dokumente des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden in die Finger bekommen, die belegen, dass AT&T den grössten Teil des Internetverkehrs in den USA zusammen mit der NSA überwacht und ausspioniert haben. AT&T selber hat sich anscheinend sehr bereitwillig dazu entschlossen mitzuhelfen und ist sogar an Spionageaktionen gegen das UN-Hauptquartier beteiligt gewesen. Milliarden E-Mails, Telefonate und 17 Internetknoten in den USA wurden über Jahrzehnte hinweg in dieser Kooperation überwacht.

NSA: „Die Zusammenarbeit mit AT&T war einzigartig und hoch kooperativ“

In vielen dieser Dokumente wurde der US-amerikanische Provider AT&T, welcher einer der grössten des Landes ist, als extrem kooperativ bezeichnet. Die Arbeit wäre sogar beispiellos hervorragend gewesen und als einzigartig beschrieben worden. All dies sollen zumindest Wortlaute aus den Dokumenten des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden gewesen sein, die somit eine tiefe Kooperation zwischen AT&T und der National Security Agency   (kurz NSA)auszuweisen scheinen. Der Provider hat zusammen mit der NSA den Grossteil des Internetverkehrs in den USA überwacht und sogar das UN-Hauptquartier über einen längeren Zeitraum ausspioniert. Besonders hervorgehoben wurde hier die extreme Hilfsbereitschaft von AT&T. Mitarbeiter der NSA sollen sogar wörtlich darum gebeten worden zu sein, in den Geschäftsräumen sehr höflich mit den AT&T-Vertretern umzugehen, denn es würde sich hier „um eine Partnerschaft handeln und nicht nur um eine vertragliche Beziehung“, so der Wortlaut in den Dokumenten von Snowden.

 

Das Dokument beschreibt zudem die extrem lange Zusammenarbeit zwischen AT&T und der NSA, welche über zwei Jahrzehnte hinweg nun bestünde. Zudem wurden in 17 Internetknoten, die in den USA von AT&T betrieben werden, entsprechende Spionage-Software installiert, um den Telefon- und Internetverkehr im Auge zu behalten. Die besondere Beziehung zwischen den beiden Probanden wurde auch zum Vorteil für AT&T, da die Ingenieure des Unternehmens die ersten sein durften, die neue Überwachungstechniken ausprobierten.

UN-Hauptquartier in New York überwacht und Milliarden E-Mails ausspioniert

In den nun rund 20 Jahren wurden Milliarden von E-Mails überwacht und auch das UN-Hauptquartier in New York wurde vollständig ausspioniert. Alles befand sich allerdings im Rahmen jeglicher Legalität, da eine geheime richterliche Anordnung den Beschluss dazu erteilte, diese Massnahmen ausführen zu dürfen. Darunter half AT&T der NAS sämtliche Telefongespräche, den Internetverkehr und auch E-Mails des UN-Hauptquartiers abzuhören. Darunter auch Milliarden von E-Mails, den Grossteil des gesamten Internetverkehrs in den USA und viele weitere Telefonate.

 

Als die New York Times den Provider AT&T um eine Stellungnahme über die Dokumente und den Ereignissen bat, wurde dieses durch einen Sprecher mit einem Verweis auf die „nationale Sicherheit“ abgewiegelt. Damit sind wir nun in einer völlig neuen Dimension der NSA-Affäre angekommen.

 

 

Quelle: New York Times (Englisch)

vg-wort
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Eine Antwort zu “AT&T half der NSA aus freien Stücken beim Überwachen”

  1. venue pro delle sagt:

    Haha, das wird immer besser. Vllt haben die Gun-Nuts mit ihrem “ overtrow the goverment“ gar nicht mal so unrecht, nur auf einer viel größeren Ebene

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