Fr. 20. Juni 2014 um 18:43

Apps für Kinder

von Adrian Suess0 Kommentare

Mittlerweile ist es kein Tabu mehr, dass Eltern ihren Kindern ein Smartphone oder Tablet geben. Im Gegenteil: Heute werden Geräte angeboten, welche speziell für Kinder entwickelt oder optimiert wurden. Diese verfügen dann teils über spezielle Hardwareeigenschaften und über vorinstallierte Apps und erlauben den Eltern über Einstellungen die Benutzung des Gerätes durch die Kinder einzuschränken/schützen. Diese Entwicklung hat u.a. auch Microsoft früh erkannt (wir berichteten) In unseren Foren haben interessierte Eltern bereits zahlreiche Fragen diskutiert. Jedoch machen sich die Eltern heutzutage immer weniger Gedanken über Pro und Contra des Medienkonsums ihrer Kinder. Studien haben sich schon mit dem Thema auseinandergesetzt. Doch kann auch hier keine einfache Aussage darüber gefällt werden, ob der Smartphone-Konsum Kindern schadet. Wie bei vielen Dingen im Leben ist es auch hier so, dass das Mass sowie der Inhalt entscheidend ist. So sollte den Kindern keinesfalls ein Gerät zeitlich unbegrenzt und die ausgeführten Apps unkontrolliert/ungeprüft überlassen werden. Diese Tatsache sollte vernünftigen Eltern aber auch ohne Befassung mit Studien klar sein.

 

Zahlreiche Sachbücher befassen sich nun mit dem Thema: So kritisiert der Autor Manfred Spitzer im aktuellen Werk „Digitale Demenz“ den digitalen Konsum grundsätzlich, während sich der neuste Bestseller von Daniel Golemann oberflächlich aber neutral mit den Auswirkungen von Spielen auf das Verhalten befasst. Er unterscheidet die Apps anhand der Fähigkeiten, welche sie dem menschlichen Hirn abfordern. So beanspruchen unterschiedliche Apps unterschiedliche Denkmuster und Verhalten, welche mit dem Konsum einer entsprechenden App gelernt, trainiert und gefestigt werden. Er ist schlussendlich der Meinung, dass eine Einseitigkeit möglichst vermieden werden soll. Des Weiteren gibt es zahlreiche Ratgeber. Einer davon hat der Beobachter unter dem Titel „Medien-Kids“ herausgegeben.

 

Doch wie sollen nun verantwortungsbewusste Eltern erkennen, welche Apps sinnvoll und welche weniger sinnvoll sind? Diese Frage müsste wohl von Wissenschaftlern (Sozial/Psychologie) beantwortet werden. Leider haben wir bis heute noch keine entsprechenden Bewertungen gefunden. Wir testen lediglich einzelne Apps  auf deren Usability und berücksichtigen demzufolge keine empirischen Erhebungen. Sehr hilfreich gibt es dazu nun eine Übersicht mit Apps für Kinder. So werden Pro und Contra der einzelnen Apps aufgezeigt und man kann die Eignung besser erwägen.

 

Wie erwähnt fördern Apps bestimmte menschliche Fähigkeiten/Eigenschaften in dem sie den Anwender darauf konzentrieren. Bei Kindern bewirkt die Konzentration natürlich einen grösseren Lerneffekt als bei Erwachsenen. Folgende Eigenschaften können durch nachfolgend aufgeführte App-Eigenschaften gefördert werden:

      1. Kreativität: Zeichnen und einfache Bedienungen
      2. Logik: Aufgaben in Text und Grafik, Rätsel
      3. Reaktion und Motorik: Bewegende Spiele (Rennen/Flug/Personen bewegen)
      4. Sozialfähigkeit: Diese Fähigkeit wird von kaum einer kindertauglichen App gefördert

Letztere Eigenschaft ist wohl auch jene, welche bei übermässigem App- und Medienkonsum (trotz Social Media!) auf der Strecke bleibt. Diese Aufführungen sind jedoch definitiv nicht abschliessend und eine Kombination von mehreren Eigenschaften in einer einzigen App ist ebenfalls möglich.

 

Schlussendlich bleibt stets die Lösung beim gesunden Menschenverstand. Sprich ein gesundes Mass von allem, eine pflichtbewusste Erziehung mit entsprechend vernünftigen Kontrolle bleibt unentbehrlich. Glücklicherweise ist und bleibt jedes Kind einzigartig, und dass soll auch entsprechend in der Erziehung und Umgang mit Apps sorgfältig mit berücksichtigt werden.

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