Mi. 15. Oktober 2014 um 20:18

Das sind sie: Android Lollipop, Nexus 6 und Nexus 9

von Simon Burgermeister3 Kommentare

Man man man, was haben wir doch rumgerätselt, wie die neue Android-Version doch heissen könnte. Nun, Google hat es sich relativ einfach gemacht und nennt die neue Version nach dem wohl naheliegendsten Schleckzeug, das mit „L“ beginnt: Lollipop.

 

Android Lollipop ist bereits seit dem Frühsommer bekannt, es wurde – damals noch unter dem Namen Android L – auf der Google I/O bereits vorgestellt und auch interessierten Leuten – allem voran Entwickler – als Vorab-Version zum Download angeboten. Nun ist sie also da die neue Fassung, die auch die Nummer 5.0 trägt.

 

Das Hauptaugenmerk liegt auf einer einheitlichen Darstellung über alle Geräte hinweg, ganz so, wie wir das schon bei Microsoft und Windows 10 erleben. Egal auf welchem Device, sei es ein Smartphone, Tablet, Fernseher, Auto oder sonst ein Gerät, Android soll sofort erkenn- und überall gleich bedienbar sein, Stichwort Material Design.

 

Google hat das Betriebssystem auch an anderen Stellen aufgemotzt: Eine neue Energiespar-Funktion hilft dabei, das Ausschalten des Geräts um bis zu 90 Mintuen hinauszuzögern, wenn keine Steckdose in Reichweite ist. Zudem scheinen nun durchgängig mehrere Benutzer- und Gast-Konten bereit zu stehen, welche angelegt und genutzt werden können. Wer zudem nicht gestört werden will, kann auch das einstellen, wobei man aber Ausnahmen defnieren kann, um im Notfall doch erreichbar zu sein.

 

Weitere Details zum neuen Betriebssystem werden wir nachreichen, sobald das Update für die Geräte Nexus 5, Nexus 7 und Nexus 10 ausgerollt wird. Dies soll in den nächsten Wochen der Fall sein.

 

Nexus 6 – Das Phablet

Nach zweimal LG kommt nun Motorola zum Handkuss: Das amerikanische Unternehmen, dass nach kurzem Verweilen bei Google nun zu Lenovo gehört, kann im Auftrag von Google das Nexus 6 fertigen. Wie schon im Vorfeld durchgesickert und vor wenigen Stunden noch von Evan Blass bestätigt, ist das Nexus 6 definitiv ein Pablet, und kein Smartphone mehr.

Das Display misst 5.96 Zoll in der Diagonale und hat eine hohe Auflösung von 1’440 x 2’560 Pixel, also QuadHD. Das ergibt stolze 493 Pixel pro Zoll, abgedeckt wird das Display von Gorilla Glass 3. Da ist der Bildschirm grösser, als der von jenem Gerät, welches eigentlich den Begriff Phablet nahezu in den Medien erfunden hatte, dem Galaxy Note 4 von Samsung. Mit 82.98 x 159.26 x 10.06 mm bei 184 Gramm ist das Nexus 6 aber auch ein paar Millimeter grösser und auch ein paar Gramm schwerer als das Note 4 der Koreaner.

 

Entsprechend der Display-Grösse fällt auch der Akku aus: Dieser fasst grosszügige 3’220 mAh, womit laut Google und Motorola beispielsweise bis zu 10 Stunden lang Videos wiedergegeben werden könnten. Im Inneren arbeitet ein aktueller SnapDragon 805 von Qualcomm, zusammen mit der Adreno 420 GPU, was ordentlich Leistung bringen sollte.

 

Erstmals bei einem Nexus-Smartphone nimmt der Flash-Speicher bis zu 64 GB an Daten auf. Optional stehen auch 32 GB zur Verfügung. Ein besonders Merkmal stellen übrigens auch die Stereo-Frontlautsprecher dar, die ebenfalls Premiere bei einem Nexus-Smartphone feiern. Hoffen wir allerdings, dass diese nicht so Mono-lastig ausfallen, wie beim Moto X (2014).

 

Die Kamera löst mit 13 Megapixel auf und soll zudem das selbe Kameramodul beherbergen wie im Moto X. Dazu gibt es ebenfalls den von Moto X der zweiten Generation bekannten Ring-Blitz um das Objektiv und dazu eine optische Bildstabilisation und eine Blende mit f/2.0. Natürlich ist auch die Aufnahme von 4K-Videomaterial bei 30 fps möglich. Die Frontkamera bietet immerhin 2 Megapixel und HD-Videoaufnahme.

 

Neben GSM bzw. UMTS wird natürlich auch LTE unterstützt, wobei Google aber keine Angabe zu den Frequenzbändern macht. Des Weiteren sind aber natürlich auch WLAN (802.11ac), Bluetooth 4.1 und NFC mit dabei. Gefüttert wird das Nexus 6 mit einer NanoSIM-Karte. Dazu gibt es GPS, eine Bewegungs- und einen Lagesensor, einen Magentometer (z.B. Kompass), Lichtsensor und einen Barometer. Einen SD-Karten-Slot sucht man weiterhin vergeblich.

 

Damit wären die Spezifikationen abgedeckt, es stellt sich noch die Frage nach der Verfügbarkeit. Laut Google startet die Vorbestell-Phase im späten Oktober, ab November dann ist das Smartphone in den Farben Midnight Blue und Cloud White erhältlich. Eine UVP hat Google nicht angegeben, jedoch sind Screenshots im Netz aufgetaucht, welche von 569 Euro (32 GB) bzw. 649 Euro (64 GB) als Preise für den deutschen Markt sprechen.

 

Nexus 9 – Das neue Nexus 10

Auch an der Tablet-Front gibt es Neues zu bestaunen: Das Nexus 9, in Kooperation mit HTC gefertigt, steht in den Startlöchern. Hier bestehen die Seitenränder aus gebürstetem Metall, während die Rückseite mit einem griffigen Kunststoff überzogen ist. Wie ebenfalls schon früher durchgesickert war, will man bei diesem Tablet etwas mehr den Fokus auf Business-Tatigkeiten legen, weshalb beim Zubehör ein Tastatur-Cover verfügbar sein wird.

 

Kommen wir zu den technischen Daten: Im Inneren arbeitet (seit Langem wieder einmal) ein Prozessor von Nvidia. Gemeint ist der leistungsstarke 64bit Tegra K1. Dieser wird durch eine Kepler GPU und 2 GB RAM unterstützt. Flash-Speicher ist natürlich auch vorhanden, dieses Mal 16 und 32 GB.

 

Die Dimensionen (153.68 x 228.25 mm) sind angenehm kompakt, insbesondere die Dicke besticht mit gerade einmal 7.95 mm. Das Gewicht ist ebenfalls recht tief, bei der WiFi-Variante muss man 425 Gramm anheben, bei der LTE-Version 436 Gramm.

 

Das Display hat eine Diagonale – wie es der Name schon sagt – von 8.9 Zoll. Darauf verteilt sind die Pixel im Verhältnis 4:3 oder 2’048:1’536 was exakt der Auflösung der Retina iPads von Apple entspricht. Das IPS-Panel wird ebenfalls mit Gorilla Glass 3 abgedeckt.  Die Kamera auf der Rückseite löst mit 8 Megapixel auf und hat eine Blende mit f/2.4 sowie Autofokus und einen LED-Blitz. Auf der Frontseite kommen 1.6 Megapixel mit einer Blende von f/2.4 zum Einsatz. Dazu gibt es natürlich die Standard-Auswahl an Sensoren und Anschlüssen. Der Akku vermag 6’700 mAh zu fassen, wobei hier die Standby-Zeit mit bis zu 30 Tagen angegeben wird.

 

Das Nexus 9 ist ab übermorgen (17.10.) vorbstellbar, die Auslieferung beginnt dann am 3. November. Die verfügbaren Farben hören auf die Namen Indigo Black, Lunar White und Sand. Hier belaufen sich die geleakten Preise für Deutschland auf 569 Euro für die Variante mit 32 GB und LTE, während 399 Euro für 16 GB und Wifi bzw. 489 Euro für 32 GB und Wifi fällig werden.

Quelle: Official Android Blog (Englisch)

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3 Antworten zu “Das sind sie: Android Lollipop, Nexus 6 und Nexus 9”

  1. Entrail sagt:

    Irgendwie ist ein 6″ Nexus Smartphone nicht gerade clever. Sie wollen damit ein Referenzgerät bringen. Aber bei 6″ kann man da in meinen Augen nicht mehr von sprechen. ~5″ +/- 0,3″ sind okay aber alles darüber bzw darunter ist einfach nicht mehr „normal“ und wird nur von relativ wenigen Leuten gut empfunden.
    Abgesehen davon das der Prozessor nur 32 bit hat wenn ich mich nicht irre, was mit Android L auch irgendwie nicht als Referenz zählt.

  2. Kenan Sidali sagt:

    Ich bin neugierig, wie gut sich Nexus 6 verkaufen wird. Nicht nur die Displaygröße, sondern auch der stolze Preis wird entscheidend sein. 569€ für 32GB Modell. Nexus 5 mit 32GB kostete zur Markteinführung 449€, also 120 Euro weniger.

    Nexus 9 mit 32GB für 489€ , da kann man über den Preis nicht jammern.

  3. Android_Newbie sagt:

    Viel interessanter finde ich den Nexus Player. Leider gibt es da noch keine offizielle Auskunft über die Preise und Verfügbarkeit. Zumindest konnte ich nichts finden jedoch geht man von 99$ beziehungsweise 99€ aus.

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