Mo. 09. März 2015 um 16:39

Vermehrt finanzielle Cyberattacken auf Android User

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Digitale Angriffe auf Unternehmen, Regierungen, aber eben auch auf ganz normale Endverbraucher, sind heutzutage leider schon an der Tagesordnung. Letztere haben dabei gerade 2014 massiv zugenommen und die Anzahl stieg um mehr als das Dreifache an. Die Hälfte dieser Cyberattacken zielt dabei inzwischen darauf ab, dass die Angreifenden versuchen, von den Opfern Geld zu erbeuten. Dies kann zum einen über Sicherheitslücken in bekannten Apps geschehen, aber auch durch Phishing mithilfe von Werbe-Benachrichtigungen oder SMS Phishing, was die Leute dazu verleitet, angebliche Updates manuell zu installieren, welche sich aber als Trojaner entpuppen.

 

kaspersky report sicherheit android
Seit dem Winter 2013 bis 2014 sind die Cyberangriffe unter Android massiv angestiegen.

Wie Kaspersky Lab, einer der grössten Anbieter für Sicherheitssoftware, berichtet, wurden im vergangenen Jahr insgesamt über 2.3 Millionen Angriffe auf die Finanzdaten von Nutzerinnen und Nutzern abgeblockt. Ganze 2.2 Millionen davon liefen per SMS Trojaner ab und knapp 100’000  geschahen über mobile Banking Trojaner, welche Bankdaten von Banking Apps oder dem Browser erbeuten. Dabei stammten 98 Prozent der Trojaner Angriffe von nur drei verschiedenen Schadsoftware-Arten: Faketoken, Svpeng und Marcher. Während Faketoken die Daten des mTan Verfahrens abfangen, welche zur Authentifizierung von Überweisungen übermittelt werden, manipulieren die beiden anderen die Eingabefelder in Banking Apps, um die Zugangsdaten zum Konto zu erbeuten. 

 

Was aus dem Bericht von Kaspersky allerdings nicht hervorgeht, ist die Anzahl der erfolgreichen Angriffe, welche durch die Sicherheitssoftware nicht erkannt wurden. Egal ob man also eine spezielle Sicherheitssoftware verwendet oder nicht, ist es in jedem Falle ratsam, grundlegende Regeln beim Umgang mit dem Android Smartphone einzuhalten. 

  • Niemals angebliche Updates installieren, welche per Push Benachrichtigung oder SMS gemeldet werden und zum Download von Updates aus dem Browser heraus auffordern.
  • Updates zu Apps oder Systemupdates immer über den Google Play Store oder das entsprechende Menü in den Einstellungen kontrollieren und nur von dort ausführen.
  • Nach Möglichkeit keine Apps ausserhalb des Google Play Store installieren, solange ihr nicht genau wisst, was diese tun.
  • In den Android Einstellungen unter „Sicherheit“ die Option Unbekannte Herkunft immer deaktiviert lassen, wenn man nicht gerade eine App manuell installieren muss.

Quelle: Kaspersky Lab

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