Mo. 24. August 2015 um 20:25

Swatch ärgert Apple: Lässt Uhren-Hersteller „One more thing“ schützen?

von Marcel Laser0 Kommentare

Die Einen finden es mehr als lustig, die Anderen empfinden es wohl eher als geschmacklosen Scherz: Egal wie man es sehen mag, aber Swatch meint es mehr als ernst und hat nun die im Januar getätigte Überlegung in die Tat umgesetzt. Das von Apple Gründer Steve Jobs bekannte „One more thing“ wurde nun durch Swatch geschützt und auch der Spruch „Think different“ wurde in abgewandelter Form für den Schweizer Uhrenhersteller unter Schutz gestellt. Dies geht jedenfalls aus einem Bericht eines US-Magazins hervor.

Betreibt Swatch absichtliche Provokation gegenüber Apple?

Wortmarken schützen zu lassen, gehört ebenso zum Alltag, wie das Einreichen von Patenten von neuen Ideen oder das Erstellen von Designmustern, welche ebenfalls geschützt werden lassen können. Swatch allerdings scheint es ganz besonders auf ein Unternehmen abgesehen zu haben und lässt sich zwei brisante Slogans sichern, welche vorher zwar nicht geschützt, aber offensichtlich dem Apple-Konzern zugeschrieben wurden.

 

„Tick different“ ist ein Slogan, dem man allerdings für den kurzen Augenblick keine Apple-Zugehörigkeit ansehen würde. Allerdings gibt es diesen in abgewandelter Form schon etwas länger in den Köpfen der IT-Industrie: „Think different“ war immer Apples Leitsatz und wer nicht all zu viel Böses da hinein interpretieren will, darf gerne den nun geschützten Wortlaut „Tick different“ als lieb gemeinte Anlehnung sehen.

 

Kommt man allerdings zum zweiten Slogan, wird es kritisch. Denn angeblich soll auch „One more thing“, der wohl prägendste Satz der Apple-Geschichte überhaupt und Lieblingsphrase vieler Fans des mittlerweile verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs, nun unter dem Schutz von Swatch stehen. Betrachtet man den Schutz der Wortmarke „Tick different“ nun im Licht des „One more thing“-Falls, wird es schwer, überhaupt noch an einen Zufall zu glauben. Dreist wäre das Vorgehen schon in jedem Fall, da sich Swatch diese beiden Wortmarken vor allem in den Kategorien technischer Geräte hat sichern lassen.

 

Zuletzt äusserte sich Nick Hayek, CEO von Swatch, mit den Worten „Es war […] ein sehr sorgfältig gefällter strategischer Entscheid, kein Telefon, keinen Computer fürs Handgelenk zu produzieren“ im Schweizer Tagesanzeiger und stellte sich bereits vor Monaten gegen technische Devices an Handgelenken und äusserte sich mehrmals negativ in Richtung Apple. Allerdings hat Swatch selbst eine Smartwatch mit relativ wenigen Funktionen auf den Markt gebracht, was sich im Endeffekt auch irgendwie widerspricht. Apple hat das Vorgehen des Schweizer Uhrenherstellers bisher noch nicht kommentiert.

 

 

 

Quelle: Manager Magazin cia CNET (Englisch)

vg-wort
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