Fr. 01. Juli 2016 um 8:43

Spotify: Update der iOS App verstösst gegen App Store Richtlinien

von Lars Entrup0 Kommentare

Das schwedische Unternehmen Spotify ist der am meist verbreitete Streamingdienst-Anbieter für Musik und ist in über 55 Ländern verfügbar. Man kann zwischen einer kostenlosen Variante mit Werbung oder einem Abonnement „Spotify Premium“ wählen, welches die Werbung plattformübergreifend entfernt. Somit stellt Spotify grosse Konkurrenz für Apple´s eigenen Musikdienst Apple Music da, welcher mit Android, iOS, Mac und Desktop PC mittlerweile ebenfalls auf vielen Systemen zu Hause ist. 

Spotify Update für die iOS App wurde abgelehnt

Bezahlungen von inApp-Käufen, Bezahldownloads, sowie Abonnenten müssten nach den App Store Richtlinien über Apples eigenes Bezahlsystem abgewickelt werden. Von allen Transaktionen behält Apple einen Eigenanteil von 30 Prozent. Anfang des Monates wurde noch zusätzlich bekannt, dass dieser Betrag bei Abonnenten, die mindestens 1 Jahr laufen, auf 15 Prozent sinken wird, um den Developern bei der Preisgestaltung mehr entgegen zu kommen.

 

Spotify Kunden_innen, welche Spotify Premium über iOS abschliessen zahlen deshalb 30 Prozent mehr, um die zusätzlichen Abgaben an Apple zu decken. Zusätzlich konnte man nur über die Webseite an der „3 Monate für 0.99 SFr.“-Neukunden-Aktion teilnehmen, welche Apple dazu brachte mit einer Entfernung aus dem App Store zu drohen, da hier keine Abgabe über den App Store möglich ist. In den USA beendete Spotify sogar die Aktion, aber entfernte die App Store Bezahloption aus ihrer App, was wiederum zu der jetzigen Blockierung des Spotify-Updates führte.

Spotify mit Anschuldigungen gegenüber Apple

in einem Brief an Apples Oberanwalt Bruce Sewell unterstellt Spotify Apple, dass deren Verhalten „grossen Schaden für Spotify und ihren Kunden verursacht“ und dies ein Konkurrenzkampf für Apple Music ist, in welchem die App Store Richtlinie als „Waffe“ eingesetzt werde.

 

Zur Untersützung im Kampf gegen Apple, wurde der Brief auch an U.S. Regierungsvertreter übergeben, darunter Massachusetts´ Senatorin Elizabeth Warren, welche bereits am Mittwoch Apple, sowie Google und Amazon der „Plattform Dominanz“ beschuldigte. 

 

Ein Statement zur aktuellen Lage bleibt noch aus. Wir sind gespannt wie sich der „Kampf“ zwischen Spotify und Apple entwickelt und hoffen, dass die Spotify-App weiterhin im iOS Store erhalten bleibt.

 

 

Quelle: Recode (Englisch)

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