Fr. 31. Juli 2015 um 18:26

Sony Mobile mit deutlichem Verlust

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Auch Sony hat seine Quartalsergebnisse des zweiten Geschäftsquartals 2015 veröffentlicht und kann insgesamt recht positive Ergebnisse verbuchen. Diese gute Nachricht bezieht sich allerdings auf das gesamte Unternehmen, mit all seinen verschiedenen Geschäftsbereichen von Gaming, über TV, das Filmstudiogeschäft, diverse Unterhaltungselektronik, bis hin zu Kameras. Weniger rosig sieht es dagegen im Smartphone-Geschäft aus, wo das Unternehmen erneut deutliche Verluste hinnehmen musste und die Absatzzahlen weit unter denen des gleichen Quartals vom Vorjahr lagen.

 

Zum ersten Mal seit fünf Jahren ist ein starker Abwärtstrend bei den Verkaufszahlen von Sony zu erkennen.

Neue Sony Smartphones verkaufen sich nicht

Der Gesamtumsatz der Sony Mobile-Abteilung belief sich in diesem Quartal auf 281 Milliarden Yen, was am Ende der Rechnung zu einem Netto-Verlust von 23 Milliarden Yen führte. Im selben Vorjahresquartal belief sich dieser noch auf 2 Milliarden Yen. Der Hauptgrund dafür dürfte sein, dass Sony mit 7.2 Millionen verkauften Geräten, ganze 23 % weniger Smartphones absetzen konnte als zuvor. Während letztes Jahr mit dem Xperia Z2 und dem Z2 Tablet zwei durchaus starke Geräte auf den Markt kamen und auch mehrere Mittelklasse- und Einsteiger-Smartphones zur Wahl standen, machte in diesem Jahr das Xperia Z3+ und das Xperia Z4 in China eher negative Schlagzeilen mit massiven Hitzeproblemen, vor allem bei Nutzung der Kamera. Auch im Mittelklasse-Segment hat das Unternehmen aktuell wenig zu bieten, was gegen die Konkurrenzgeräte anstehen kann.

 

Damit hat der grosse Aufwärts-Trend seit dem Einstieg in den Android-Markt im Jahr 2010 zum ersten Mal ein Ende gefunden und liess die Verkaufszahlen deutlich sinken. Ob dies nun ein kalkulierter Folge-Effekt der neuen Strategie von Sony Mobile ist oder ob die neue Vorgehensweise, auf deutlich weniger Geräte und seltenere Release-Zyklen zu setzen, doch eine Fehlentscheidung war, wird sich wohl erst im kommenden Jahr und den nächsten Geschäftsquartalen zeigen.

 

Quelle: Xperiablog (Englisch)

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