Mi. 17. Dezember 2014 um 17:41

Sony fügt weitere Xperia-Smartphones zum AOSP hinzu

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Kurz abgehakt: Sony hat nun offiziell alle Xperia-Smartphones aus dem Jahr 2014, welche mit Qualcomms Snapdragon-SoC ausgestattet sind, zum Android Open Source Project (AOSP) hinzugefügt. Damit unterstützt der Hersteller aktiv die Entwicklung von Custom Roms, welche auf Basis eines nahezu unveränderten Android-Systems basieren. Freie Developer bekommen somit für jedes Gerät innerhalb des Programms den Quellcode des Kernels und auch entsprechend angepasste Treiber zur Verfügung gestellt, um damit möglichst saubere und stabile Custom Firmwares für die Geräte zu bauen und für interessierte Nutzerinnen und Nutzer zur Verfügung zu stellen.

 

Neben den Flaggschiffen der Xperia-Z-Reihe folgen damit nun auch das Xperia E3 und das Xperia T3. Auch die Quellcodes für das Xperia T2 Ultra und das Xperia M2 wurden aktualisiert und mit den neuesten Treibern versorgt. Sony hat auch direkt ein Video veröffentlicht, welches die aktuellen AOSP-Versionen auf den vier Geräten in Aktion zeigt:

 

Dennoch liess Sony ein Problem noch immer ungelöst: Die verwendung von AOSP-Firmwares setzt voraus, dass der Bootloader des Smartphones geöffnet wird, was einen Verlust der fest integrierten DRM-Schlüssel nach sich zieht. An diese sind aber diverse Funktionen des Original-Systems und auch der Kamera-Treiber gebunden. Wird also der Bootloader geöffnet, fallen automatisch Funktionen aus, welche diese DRM-Verschlüsselung voraussetzen. Dazu gehören unter anderem die Verwendung einiger Musik- und Video-Streamingdienste oder die Verwendung von Miracast, wenn das Zielgerät eine geschützte HDCP-Verbindung erfordert. Das grösste Problem allerdings dürfte sein, dass Sony einige seiner Bildverarbeitungs-Algorithmen ebenfalls an diesen Schutz gebunden hat, welche danach nicht mehr funktionieren. Gerade bei der Z-Reihe macht sich deshalb nach Öffnung des Bootloaders eine deutliche Verschlechterung der Bildqualität bemerkbar. Hat man seine DRM-Schlüssel zuvor nicht auf inoffiziellem Weg gesichert, ist dies auch nicht mehr rückgängig zu machen. Man sollte sich also sehr gut überlegen- ob man dies in Kauf nehmen will oder nicht.

 

Quelle: Sony Developer Blog

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