Mo. 02. November 2015 um 12:02

Snapchat: Fotos und Daten werden gesammelt und verkauft

von Marcel Laser0 Kommentare

Der Messenger-Dienst Snapchat kann künftig die von euch versendeten Bilder zu eigenen Zwecken weiterverkaufen. Dies geht aus Änderungen der AGB des Dienstes hervor, welcher sich nun das Recht einräumt, diverse Infos über euch zu sammeln und weiter zu verarbeiten.

Snapchat speichert auch gelöschte Fotos und verkauft sie bald weiter

Der Dienst Snapchat ist vor allem deshalb so populär, weil er mit einer Art von „Selbstzerstörung“ der Nachrichten wirbt. Ihr könnt also Bilder verschicken und diese löschen sich nach einiger Zeit von selbst. Das Geist-Symbol von Snapchat dient hier wohl als Werbeträger für die Privatsphäre, doch diese scheint unter den frischen Änderungen der AGB stark zu leiden.

 

Snapchat gab nun auf einer Anfrage von diversen Medien sehr unfreiwillig zu, eure gelöschten Bilder weiterhin auf den eigenen Servern zu sammeln und zu speichern. Löschen sich also diese im Chat, liegen sie weiterhin auf den Servern des Dienstes. Eine nun hinzugefügte Klausel in den AGB räumt den Snapchat-Macher_innen allerdings nun das Recht ein, diese Bilder zu Werbezwecken an Dritte weiter zu verkaufen. Dabei bleibt es aber nicht, denn auch das Sammeln von Stimmen, Namen und anderen Infos sind in den Bestimmungen festgehalten und werden zusammen mit den Bildern für den Verkauf wichtig.

 

Der Skandal schrappt an dem Messenger-Dienst allerdings recht unspektakulär vorbei. Die Anzahl an Benutzer_innen steigt stetig an und der Wert des Unternehmens habe auch nicht gelitten. Im Gegenteil, denn Snapchat soll bereits einen Marktwert von rund 16 Milliarden US-Dollar erreicht haben.

 

 

Quelle: The Telegraph (Englisch)

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