Do. 23. Juni 2016 um 12:56

Runcible: Kein Vibrieren und Klingeln, aber dennoch ein Smartphone

von Marcel Laser2 Kommentare

Wir sind rund um die Uhr erreichbar, denn ständig klingelt, pingt, fiebt oder vibriert irgendwas. Das Runcible will es anders machen und euch komplett vom eigentlichen Smartphone-Gedanken abbringen, denn Klingeln und Vibrieren kennt das Gerät nicht. Im Gegenteil, denn ihr müsst selber nachschauen ob Nachrichten eingegangen ist.

Balsam der Nachhaltigkeit für die geschundene 24/7-Daueronline-Seele?

Hinweistöne und Vribrationen gibt es beim Runcible Smartphone nicht. Generell sieht das Gerät nicht einmal einem Smartphone ähnlich und selbst wenn ihr wolltet, könnte man es nicht dazu bringen irgendwelche Töne auszuspucken. Das runde Device mit rundem Display in der Mitte passt gerade einmal in die Handfläche und soll euch nicht permanent daran erinnern, dass ihr ein 24 Stunden lang mit dem Internet verbundenes Gerät in der Hand haltet. Kommen Nachrichten rein, so werdet ihr davon wohl keine Notiz nehmen. Auch Anrufe klingeln laut- und vibrationslos vor sich hin. Erst wenn ihr das Runcible in die Hand nehmt und das Display anmacht, seht ihr, ob Benachrichtigungen eingegangen sind. Wer allerdings wirklich telefonieren will, muss erst einmal einen Bluetooth-Lautpsrecher mit dem Device verbinden.

 

Dabei setzt Aubrey Anderson, der Geist hinter dem Projekt, auf viele Kleinigkeiten im Detail. Er betont in seinem Video, dass das Runcible eher an eine Taschenuhr als Begleiter erinnern soll. Auch die Reparierbarkeit des Gerätes soll jederzeit schnell und einfach von der Hand gehen. So könnt ihr dieses per Handgriff öffnen und habt Zugriff auf eine einfach zu tauschende Platine oder das Display. Generell ist das Runcible sehr spartanisch ausgestattet: 8 GB interner Speicher, Snapdragon 410 SoC, 1 GB RAM, 7 MP Kamera und das runde Display misst 2.5 Zoll mit einer Auflösung von 640 x 640 Pixel. Als Betriebssystem kommt ein auf Android 5.1 basierendes System zum Einsatz und wird BuniOS genannt.

 

Zudem ist Nachhaltigkeit dem Projekt rund um Runcible sehr wichtig. Diese wird anscheinend nicht nur durch die sehr einfache Reparierbarkeit der „Taschensmartphoneuhr“ erreicht, sondern auch durch die verwendeten Materialien. Die Rückseite wird aus Holz gearbeitet und kommt aus einem speziellen Gebiet Kaliforniens, dessen Waldgebiete extra für die Produktion gedacht ist. Auch das Device aus Kunststoff wird aus Plastik hergestellt, welches aus dem Meer gefischt wird.

 

Preis ab 399 US-Dollar und Verfügbarkeit ab September

Wenn die Indiegogo-Kampgne erfolgreich verläuft, sollen erste Interessenten das Runcible im Laufe des kommenden Septembers in der Hand halten können. Die Version aus Kunststoff kostet euch 399 US-Dollar und das Modell aus nachhaltigem Holz 499 US-Dollar. Derzeit steht die Kampagne bei etwas mehr als 136’000 US-Dollar und muss in den kommenden acht Tagen noch das Ziel von 250’000 US-Dollar erreichen.

 

 

Quelle: Runcible auf Indiegogo (Englisch)

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2 Antworten zu “Runcible: Kein Vibrieren und Klingeln, aber dennoch ein Smartphone”

  1. neb sagt:

    „Als Betriebssystem kommt ein auf Android 5.1 basierendes System zum Einsatz und wird BuniOS genannt.“
    Andere Seiten schreiben von Firefox OS. Weiß einer was es nun ist?

  2. Marcel Laser sagt:

    Auf der Indiegogo Seite des Hersteller steht BuniOS basierend auf Android 5.1 ^^

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