Mo. 25. April 2016 um 12:08

USB-Type-C Vorwurf: Qualcomm gibt Statement ab

von Marcel Laser2 Kommentare

Benson Leung, seines Zeichens Ingenieur bei Google, machte in den letzten Monaten dann doch die ein oder andere Schlagzeile. Jüngst erzählte er davon, dass die Smartphones HTC 10 und LG G5 keinen richtigen USB-Type-C Anschluss hätten. Qualcomm hat uns zum Thema ein Statement zukommen lassen.

„Keine Berichte über Fehlfunktionen im Zusammenhang mit USB-Type-C bekannt“

Grund für den Vorwurf liegt laut Leung an der stark veränderten Spezifikation des Anschlusses, sobald Hersteller wie LG und HTC Qualcomms Quick Charge implementieren. USB-Type-C ist laut Norm nur dazu in der Lage bis zu 5 Volt für den Ladevorgang zu liefern. Alles was darüber liegt entspräche nicht der Norm und wäre somit – wie Leung eben verlauten liess – kein echter USB-Type-C. Denn Quick Charge würde, um 9 oder sogar 12 Volt zum Laden erreichen zu können – die Lanes für den Datentransfer ebenfalls mitbenutzen. Eine Funktion die im Standard des USB-Type-C nicht vorgesehen wäre.

 

Qualcomm selbst meldete sich nun zu Wort und hat eine Pressemitteilung an die Medien versandt. Darin erklärt man, dass die Hersteller die Voltzahl selbst bestimmen können, wenn sie Quick Charge in ihre Geräte verbauen, um auch der Spezifikation des USB-Type-C-Standards gerecht zu werden. Qualcomm selbst seien keine Erfahrungsberichte von Nutzer_innen bekannt, die eine Fehlfunktion im Zusammenhang mit der Technik und entsprechenden Geräten beschreiben würden.

„When an OEM chooses to implement Quick Charge into their device, they can configure the voltage to fit within the specifications of the USB Type-C standard. We have received no reports of user experience or device malfunction issues with or without USB Type-C connectors.“ – Qualcomm

Generell widerspricht Qualcomm mit dem Statement Leung allerdings nicht, sondern ist eher darauf bedacht besorgte Nutzer_innen mit Quick Charge Geräten zu beruhigen. Denn auch wenn die Hersteller den Anschluss so modifizieren, dass die Voltzahl innerhalb der Norm arbeitet, so bleibt das Argument von Leung generell bestehen, welcher damit einige grosse Wellen schlug. 

 

Bleibt allerdings die Frage, warum Benson Leung erst jetzt in der Zeit des USB-Type-C Anschlusses mit einer solchen „Diagnose“ kommt, da Quick Charge bereits seit längerem immer mal wieder von Herstellern implementiert wird und das nicht erst seit dem Type-C Anschluss.

 

 

Quelle: Pressemitteilung

vg-wort
Das könnte Sie auch interessieren

2 Antworten zu “USB-Type-C Vorwurf: Qualcomm gibt Statement ab”

  1. Kalti94 sagt:

    Warum setzt man nicht verstärkt auf USB PowerDelivery? Damit gibt’s biszu 100 Watt per USB-C und es ist ein Standard der auch von nicht qualcomm Produkten genutzt werden kann!

Schreibe einen Kommentar

Teilen