Mi. 25. Mai 2016 um 9:37

Project Ara: Erste Geräte für Entwicklungszwecke ab Herbst 2016

von Marcel Laser0 Kommentare

Project Ara ist auf dem Weg, zumindest schon einmal zu einem Teil von uns. Wer sich Entwickler_in schimpfen darf, kann sich bei Google für Project Ara registrieren lassen. Das modular aufgebaute Smartphone soll im Herbst dieses Jahres an entsprechende Developer ausgeliefert werden.

Der Ara Frame beherbergt diverse Hardware und die Module sind standardisiert

Das Smartphone mit dem kompakten Namen Ara ist an sich kein richtiges Smartphone, sondern ein modulares Konzept, welches theoretisch aus hunderten von Modulen zusammengebaut werden kann. Egal ob spezialisierte Kameras, zusätzliche Displays, Mikrofone, Klappständer, zusätzliche Buttons oder andere Dinge. Die Möglichkeiten eines solchen Gerätes sind enorm. Sein Smartphone nach den eigenen Wünschen, Bedürfnissen oder Tagessituationen zusammenbauen zu können, ist sogar heute nach Jahren der Bekanntmachung noch ein sehr interessanter Gedanke. Das Konzept wurde allerdings seitdem leicht verändert und die Basis der Hardware in einigen Bereichen „verschoben“.

„The Ara frame contains the CPU, GPU, antennas, sensors, battery and display, freeing up more room for hardware in each module. We are looking to module makers to create technology never before seen on smartphones.“

Der Ara Frame ist die Basis des im weiten Sinne an Lego erinnernde Smartphones Der Frame beherbergt bereits die CPU und GPU, das Display, den Akkumulator und alle handelsüblichen Sensoren. Diese können also nicht ausgetauscht werden, was den Entwicklern_innen aber mehr Raum für Ideen und mehr Module im Gerät geben soll. Wer die Basis-Hardware upgraden will, muss also einen neuen Ara Frame kaufen, der allerdings günstiger sein könnte, als ein komplettes Smartphone zu bestellen, aber Preise stehen an sich noch nicht fest.

 

Das Konzept soll zudem standardisiert sein und insgesamt eine hohe Kompatibilität bieten. Wer sich also einen neuen Ara Frame mit neuer Hardware zulegen will, der wird all seine Module aus dem Vorgänger-Frame auch im neuen „Käfig“ einsetzen können.

Plug’n’Play-Erfahrung aus einem Guss und ein eigener Marketplace

Um das ganze auch entsprechend Plug’n’Play-fähig zu halten, wurde tief im Android Stack ein neue Software implementiert. Diese heisst Greybus und kümmert sich um die direkte Verbindung der Module, welche durch Greybus mit bis zu 11.9 Gb/s angebunden werden können. Dank dieser Schnittstelle könnt ihr Module einfach entfernen und einstecken, welche dann sofort funktionieren sollen.

„Slide any Ara module into any slot and it just works. Powering this simplicity is Greybus, a new bit of software deep in the Android stack. Greybus supports instantaneous connections, power efficiency and data-transfer rates of up to 11.9 Gbps.“

Des Weiteren arbeitet man für Ara derzeit an einem eigenen Marktplatz, wo entsprechend Software und eben die neu entwickelten Module angeboten werden sollen. Ob dieser irgendwann einen festen Platz in Google Play bekommen könnte ist fraglich. Wahrscheinlich wird er ein vollständig eigenes Projekt für Software und Hardware rund um das Ara Smartphone.

Ideen haben, registrieren und mit Glück bis Herbst 2016 abwarten

Ob alle Entwickler_innen, die sich bei Project Ara registrieren ein Gerät bekommen ist unklar und davon sollte auch erst einmal nicht ausgegangen werden. Wer sich aber dafür interessiert kann seine Registrierung jederzeit abgeben, muss allerdings einen Grund für diese einreichen. So könnt ihr beispielsweise die Idee für ein neues Modul vorstellen, oder sogar bereits die Entwicklung eines eigenen Moduls vorstellen. Auch Anwendungsbereiche für das Project Ara Smartphone scheinen als Ausgabegrund zu gelten.

 

Wie bereits erwähnt, soll das Ara Phone dann erstmals im Herbst dieses Jahres an entsprechende Entwickler_innen versandt werden. Wir sind gespannt, wie sich das Projekt entwickeln wird und welche Module uns in Zukunft erwarten. Die Idee bleibt auch noch nach Jahren weiterhin sehr interessant und es ist schön zu lesen, dass Google Project Ara weiterhin fördern möchte.

 

 

Quelle: Project Ara (Englisch)

vg-wort
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