Di. 24. Mai 2016 um 10:30

Project Abacus: Passwortfreie Logins für Android kommen zum Ende des Jahres

von Marcel Laser0 Kommentare

Wie Google nun auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O bekannt gab, will das Unternehmen bis zum Ende des Jahres Project Abacus für Android-Entwickler_innen freigeben. Das Projekt bringt Loginvorgänge mit sich, für die keine Passwörter mehr gebraucht werden. Für das Einloggen in diverse Dienste werden also andere Kriterien genutzt, die sprichwörtlich eure Wesenszüge auslesen.

Login durch Kombination aus Sprache, Bewegung, Position und Schreibstil

Es gibt viele Dinge, die den Menschen an sich einzigartig machen. Darunter natürlich und auch mit Abstand die eigene Persönlichkeit von uns allen. Project Abacus nutzt zumindest einen ähnlichen Ansatz, der sich mit den einzigartigen Mustern des jeweiligen Menschen auseinandersetzt, um diese für Logins ohne Passwörter zu verwenden. Wie man schon vor rund einem Jahr zur letztjährigen Google I/O kommuniziert hat, nutzt das System von Project Abacus eine Kombination aus den eigenen Schreibgewohnheiten, der Sprache (Slang, Dialekt, Ton), Laufmustern (Bewegung) und der Position, um all diese für einen passwortfreien Zugang zur Authentifizierung zu nutzen. Als Einsatzgebiet sieht Google alle Bereiche, wo Passwörter genutzt werden. Egal ob das Gerät entsperrt werden muss oder das Einloggen in diverse Apps gemeint ist.

„And assuming it goes well, this should become available to every Android developer around the world by the end of the year“ – Daniel Kaufman, Head of Google Research ATAP, Google I/O

Project Abacus wird derzeit an mehr als 30 Universitäten getestet und in Kürze sollen auch Finanzinstitute mit zum Aufgebot der Testreihe gehören. Bis zum Ende des Jahres will Google das Projekt auch für Entwickler_innen freigeben, damit diese dann Anwendung auf Basis des neuen Login-Systems erstellen können. Anscheinend zeigt sich Google selbst mit Project Abacus zufrieden und attestiert dem passwortfreien Login mittlerweile eine gewisse Marktreife. Wir sind gespannt, wie sich das Projekt bis zum Ende des Jahres noch entwickeln wird.

 

 

Quelle: TechCrunch (Englisch)

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