Mi. 02. November 2016 um 9:43

Play Store: Google schiebt App-Ranking-Manipulation den Riegel vor

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Wer kennt das nicht, man stöbert im App-Store seiner Wahl und wirft dabei mal einen Blick in die aktuellen App-Trends. In Googles Play Store gibt es neben den Top-Platzierung auch einen Reiter eigens für die aktuellen Trends der Appwelt. Dort sollten sich eigentlich ausschliesslich Anwendungen ansammeln, die tatsächlich in letzter Zeit oft und lang genutzt wurden. Nicht selten finden sich dort aber allerlei „Underdogs“ mit denen man eigentlich nicht viel anfangen kann. Im Worst-Case sind das dann sogar bösartige Bait-Apps die ihre Nutzer in fiese Fallen locken oder sogar Schaden im System anrichten, sofern der Schädlings-App die passenden Berechtigungen eingeräumt werden.

Neuer Algorithmus für bessere Erkennung von Schummel-Platzierungen

Diese Apps gelangen meist denkbar simpel in die Trends. Die dubiosen Entwickler kaufen sich schlichtweg Nutzer, welche dann gegen ein gewisses Entgelt die App auf mehreren Konten herunterladen und meist mit Lobpreisungen bewerten. Leider betrifft das nicht nur die Trends-Sektion des Play Stores, sondern auch in gewissen Fällen die Top-Listen und andere App-Läden wie den von Apple oder Microsoft.

 

Dies soll zumindest seitens Google in Zukunft etwas eingedämmt werden. Verantwortlich dafür ist ein neuer, seit gestern im Einsatz befindlicher, Erkennungsalgorithmus. Dieser scannt Apps im Store nach Auffälligkeiten. Genaue Informationen zur Funktionsweise sind zwar nicht bekannt, sicher achtet der Code aber auf auffällige Download-Peaks oder unplausible Bewertungen. Solche unsauber gerankten Apps erkennt man oft auch daran, dass diese mit Unmengen von 5-Sterne-Bewertungen zugepflastert sind, ohne jeglichen Kommentar von generischen Autoren.

 

Solche Missetaten werden wohl fortan besser entlarvt und von Google abgemahnt. Setzen diese Leute ihre Machenschaften fort, wird die App gänzlich aus dem Store gebannt. Durch Marketingagenturen unterstützte Apps sind davon nicht betroffen, sofern dort alles mit rechten Dingen zugeht.

 

 

Quelle: Android Developers Blog (Englisch)

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