Mi. 25. Juni 2014 um 0:11

Panasonic ToughPad FZ-E1: Ein Smartphone für richtig harte Ansprüche

von Robert Beltle11 Kommentare

Es gibt viele Handys, die als Outdoorgeräte verkauft werden, auch einige Smartphone sind darunter. Letztere laufen aber alle mit Android, Windows war bisher nicht vertreten. Panasonic hat allerdings eine lange Tradition bei der Produktion von sogenannten Full-Ruggedized Laptops. Diese gehen weit über das hinaus, was man so unter Outdoorgeräten versteht und richtet sich nicht an Privatanwenderinnen und -anwender. Diese Geräte werden auf Baustellen, Expeditionen oder sogar beim Militär eingesetzt.

Das Panasonic ToughPad FZ-E1

Jetzt hat Panasonic das ToughPad FZ-E1 vorgestellt, ein 5 Zoll Gerät das ebenso haltbar ist. Auch dieses Gerät richtet sich an Profis, was alleine schon der Preis von mindestens 1849 US-Dollar zeigt. Doch obwohl das Gerät auf den ersten Blick aussieht wie ein Windows Phone mit den bekannten drei Tasten unter dem Display, läuft auf dem Gerät ein anderes Betriebssystem. Panasonic hat sich dafür entschieden stattdessen Windows 8.1 embedded zu verwenden, die spezielle Windows Version, welche sonst zum Beispiel für Maschinensteuerungen zum Einsatz kommt.

Das FZ-E1 ist wohl eher mit den PDAs aus Windows Mobile Zeiten vergleichbar. Für die fast 1900 US-Dollar bekommt man ein 5 Zoll Gerät mit 720p Display und einem Snapdragon 800 mit 2.3 GHz. Für Fotos und Videos steht ein 8 Megapixel Kamera hinten und eine 1.3 Megapixel Kamera vorne zur Verfügung. Allerdings hat das Gerät dann nur WLAN, für 4G muss man 50 US-Dollar extra zahlen. Diese Fakten sind noch nicht sehr beeindruckend, aber das Gerät bietet noch so einiges nicht Alltägliches.

Super stabil, wasserdicht und noch vieles mehr

Das 3 cm dicke und 425 g schwere Gerät übersteht Stürze aus drei Metern auf Beton und kann in eineinhalb Metern Wassertiefe bis zu 30 Minuten durchhalten. Doch das Gerät übersteht das nicht nur unbeschadet, man kann es sogar unter Wasser bedienen. Dazu wechselt das Gerät automatisch von Zehn-Finger Eingabe zur Ein-Finger Eingabe. Auch mit Handschuhen ist das Gerät bedienbar. Das bietet Nokia auch, aber Panasonic geht hier noch ein paar Schritte weiter. Die Empfindlichkeit lässt sich in mehreren Schritten einstellen und soll auch mit dicken Bauhandschuhen nutzbar sein. Das ToughPad ist darauf ausgelegt, intensiv und lange genutzt zu werden. Dazu verfügt es über einen 6200 mAh starken Akku. Zum Vergleich, aktuelle Top-Smartphones bieten ca. 2500-3000 mAh. Sollte das nicht genug sein, dann kann man den Akku auch bei laufendem Gerät austauschen. Dazu befindet sich ein Superkondensator im Gerät der einem bis zu zwei Minuten Zeit für den Wechsel verschafft.

 

Der Einsatz von Windows 8.1 embedded bietet für den professionellen Einsatz einige Vorteile. Vor allem verschafft es Panasonic die Möglichkeit, Zubehör anzubieten, welches es für Windows Phone nicht gibt. Für jeweils 100 US-Dollar kann man einen Barcodeleser oder einen Magnetstreifenleser erwerben.

Quelle: WMPoweruser (englisch)

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11 Antworten zu “Panasonic ToughPad FZ-E1: Ein Smartphone für richtig harte Ansprüche”

  1. bonus_1337 sagt:

    Eigentlich hält das ding nicht viel mehr aus wie eines der zahlreichen Smartphones die Wasser- und Staubdicht sind. Wenn ich danen anständigen Bumper bzw. Hülle drüber schmeisse habe ich den gleichen Effekt. Dann noch nen fetten Zusatzakku und ich kann mir den Preis von dem Ding ersparen. Irgendwie sinnlos, aber den Weg finde ich schon mal interessant.

  2. Setter sagt:

    Naja, auf einem der „zahlreichens Smartphones“ wirst du Probleme haben den Anforderungen eines Embedded-System gerecht zu werden .

  3. fumo sagt:

    Da das Ding ausschliesslich zum Professionellen Gebrauch gedacht ist kann man es gar nicht mit den zahlreichen anderen vergleichen. Einen 6000mAh Zusatzakku findet man auch nicht für die normalen Natels, schätze die 3cm Dicke liegen vor allem an der Batterie.
    Ist ein interessantes Gerät, vor allem das mit dem W8.1 embedded ist interessant weil es Microsofts Idee eines einziges OS für alle Endgeräte vorantreibt. Wenn man jetzt schon einen Natel mit dem „grossen“ OS laufen lassen kann muss nicht mehr viel am Kernel angepasst werden.

  4. Koile sagt:

    tihihi, Tüll-Ruggedized. So richtig mit Tutu?

  5. Barbara Walter sagt:

    @Koile: Klar 😉 Exklusiv erhältlich in rosa, hellblau und weiss. Danke 😉

  6. Robert Beltle sagt:

    Also man mag vielleicht viele der Eigenschaften dieses Geräts auch günstiger mit anderen Geräten bekommen, aber zum Beispiel die Bedienbarkeit unter Wasser dürfte schon recht selten sein.
    Ob Microsoft wirklich Windows Phone komplett einstampfen will um Windows 8 auch auf Handys einzuführen bezweifle ich. Früher wurden spezielle Handhelds für professionelle Einsatzzweck oft mit Windows Mobile ausgestattet weil das den Herstellern mehr Freiheiten ließ. Seit dem Wechsel zum deutlich beschränkteren Windows Phone wird dafür Windows embedded eingesetzt weil man dort eben solche Dinge wie Laserscanner einsetzen kann.

  7. Ycon sagt:

    Wenn das ein Gerät für Profis sein soll, warum ist dann da ein Tile mit einem „f“ zu sehen?

  8. Robert Beltle sagt:

    Das ist eben nur eine Demonstration. Interessanter finde ich, dass sie auf Windows embedded die Windows Phone Oberfläche drauf haben, inklusive Cortana.

  9. Setter sagt:

    Ich denke man sollte nicht davon ausgehen, das es sich um ein echtes Produktbild handelt. Irgendwie ist dafür die Qualität, auch in der Quelle, etwas bescheiden.
    Hier schaut es dann doch schon etwas besser aus:
    http://business.panasonic.de/computerloesungen/Neues-5%22-TOUGHPAD

  10. Setter sagt:

    Edit geht hier ja nicht mehr:
    Das ist auch mit Android verfügbar.

  11. Robert Beltle sagt:

    Das Bild ist aus dem Video in dem das Gerät im Aquarium versenkt wird, und deswegen ist die Bildqualität auch nicht so gut. Das Video ist ja eine Präsentation von Panasonic, ich gehe mal davon aus, dass es kein Fake ist. Ich hab auch schon ein Bild gesehen auf dem der Startscreen von Windows 8 zu sehen war, aber auf den offiziellen Fotos sieht es eben nach Windows Phone aus.

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