Fr. 19. Juni 2015 um 11:22

Nokia kehrt ins Smartphone-Geschäft zurück

von Barbara Walter-Jeanrenaud5 Kommentare

Vor einiger Zeit verkaufte das finnische Grossunternehmen Nokia seine Mobilfunksparte an den US-amerikanischen Softwaregiganten Microsoft. Seither werden die ehemals als Nokia Lumia gebrandeten Geräte unter dem Namen Lumia von Microsoft vertrieben und sind das Aushängeschild für das mobile Betriebssystem Windows Phone. Nokia verpflichtete sich seinerzeit dazu, bis 2016 keine eigenen Smartphones mehr herzustellen. Derzeit arbeitet der finnische Hersteller daran, pünktlich zum Ablauf der Sperre wieder eigene Smartphones auf den Markt zu bringen – auch wenn sie von anderen produziert werden sollen.

Nokia als Lizenzgeber

Das Design und der Name sollen demnach von Nokia kommen, hergestellt werden die Mobiltelefone allerdings nicht mehr von der finnischen Firma. Die Lizenz zum Tragen des Namens sowie das Design sollte aber schon einiges wert sein, gelten die Nokia-Geräte doch noch immer als Qualitätsstandard. Lediglich mit dem Betriebssystem Windows Phone schien man sich damals verkalkuliert zu haben, so dass die Geräte, nachdem sie zu Handyzeiten nicht aus dem Alltag wegzudenken waren, unter Microsoft Windows Phone doch eher zu Nischenprodukten wurden. In Zukunft werden auf Nokia Smartphones demnach sehr wahrscheinlich andere Betriebssysteme laufen, allen voran vermutlich Android.

Fusion mit Alcatel-Lucent und Verkauf von here Maps steht bevor

Nokia arbeitet derzeit daran, den französisch-amerikanischen Hersteller Alcatel-Lucent zu übernehmen. Alcatel-Lucent ist einer der grössten Telekommunikations- und Netzwerkzubehörhersteller weltweit und verfügte noch vor einigen Jahren über grosse Marktanteile in der Handybranche. Mittlerweile ist das Unternehmen nicht mehr Hersteller der Alcatel One Touch Geräte, diese werden von TCL gefertigt. Mit dem gemeinsamen Knowhow der beiden Unternehmen könnte Nokia zu neuem Glanz verholfen werden, zumindest erhofft sich Rajeev Suri dies.

Weiter versucht Nokia derzeit, den Kartendienst here zu veräussern. Angebote dazu liegen schon von einigen sehr namhaften Firmen wie Facebook, Uber, BMW, Daimler und Audi vor. Wer letzten Endes den Zuschlag bekommt, bleibt abzuwarten. Die drei grossen deutschen Automobilhersteller schlossen sich für ihr Gebot zusammen und bekundeten sehr grosses Interesse.

 

 

Quelle: Manager Magazin via areamobile

vg-wort
Das könnte Sie auch interessieren

5 Antworten zu “Nokia kehrt ins Smartphone-Geschäft zurück”

  1. rooster0526 sagt:

    Geil! 🙂

  2. Arutha sagt:

    Ich wüsste nicht was daran toll sein soll. Ich hatte bisher immer Nokias. Weil ich einfach die Geräte toll fand. Doch ohne all ihre Dienste sind Nokia Smarthphones etwa beliebig austauschbar. Also für mich keine Meldung um Freudensprünge zu machen.

  3. Wolfgang D sagt:

    Wozu? Aber es gibt immer wieder Leute, denen Nokia noch nicht oft genug in die Neunzig getreten hat, irgendwelche Käufer werden sich bestimmt finden. Aber man sollte nicht vergessen, es ist nur noch ein Name, wie Grundig oder Nordmende. Mit Billigtechnik vom Auftragsfertiger.

    Eigentlich ist das Geschäft tot:
    „Dazu kommt zunehmend schlechte Produktqualität, schlechter Service, usw. Die Firma besteht zu 90% aus Indern. Das Hauptquartier ist eigentlich nur noch der Form halber in Finnland. Die Märkte auf denen noch etwas verkauft wird sind im wesentlichen Indien und USA.“
    Zitat von http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Deutsche-Autobauer-im-Rennen-um-Nokia-Kartendienst-offenbar-vorn/Re-Nokia-schafft-sich-selbst-ab/posting-20922623/show/

  4. rooster0526 sagt:

    Sprach- und Verbindungsqualität bei Nokia ist unerreicht. Das fällt mir gerade an meinem Lumia 830 wieder auf (auch wenn es jetzt MS ist, ist es ja doch Nokias alte Handysparte und ein noch von Nokia entwickeltes Telefon). Das 830 steckt in der genannten Disziplin z. B. G3, G4 und Z3 (hatte / habe ich alle) locker in die Tasche. Da liegen Welten dazwischen.

    Nokia war früher mal recht innovativ. Könnte mir gut vorstellen dass wir da Androiden sehen werden, die sich durchaus von der üblichen Asia-Ware unterscheiden. Und es wird (hoffentlich wieder) Wert auf wesentliche Qualitätsmerkmale eines Mobiltelefons gelegt, was ich bei anderen Herstellern zum Teil vermisse.

    Billigtechnik vom Auftragsfertiger? Unsinn! Apple lässt auch im Auftrag fertigen. Auf die Entwicklung kommt es an…

  5. Wolfgang D sagt:

    @rooster0526
    Wie es Geeksphone oder bq vorführen.

Schreibe einen Kommentar

Teilen