So. 21. Februar 2016 um 20:54

MWC 2016: Samsung stellt Galaxy S7 und Galaxy S7 edge vor

von Barbara Walter-Jeanrenaud2 Kommentare

Samsung zieht nach und stellt das Samsung Galaxy S7 und das Galaxy S7 edge vor. Hat man während einer Produktpräsentation mit all den Innovationen des Dernier Cri, des letzten Schreis, an manchen Stellen das Gefühl, so etwas vor Kurzem schon einmal gesehen zu haben, ist das eher ungünstig. Das bessere Timing hatte am heutigen Tage ganz klar LG, die vor wenigen Stunden ihr neuestes Highend-Modell, das LG G5, vorstellten. Heute Abend war nun Samsung an der Reihe und stellte ebenfalls hervorragende Geräte vor. Alle drei neuen südkoreanischen Highend-Devices, sei es von LG oder Samsung, ähneln sich im Funktionsumfang – und doch stechen auch bei Samsung ein paar Highlights ganz besonders hervor.

Eins gross und rund plus eins klassisch kleiner macht insgesamt ganz viel Glas

Im Design ändert sich zu den Vorjahresmodellen, der Galaxy S6-Reihe nichts. Dieselben hochwertigen Materialien werden verwendet und das Samsung Galaxy S7 (edge) bleibt einfach ein sehr hübscher Hingucker, ohne Frage. Das Glas, welches das Gerät umgibt, besteht wie gehabt aus Gorilla Glass und ist somit stabil und robust. Das Samsung Galaxy S7 ist wie gehabt 5.1 Zoll gross und ohne Abrundungen am Displayrand gebaut. Das Samsung Galaxy S7 edge hingegen kommt mit grossen 5.5 Zoll daher. Bei beiden handelt es sich um S-AMOLED Displays mit Quad-HD-Auflösung, also 2560 x 1440 Pixel, wie auch beim LG G5. Im Inneren der Geräte werkeln entweder ein Octacore-Prozessor mit acht Kernen zu jeweils 2.3 GHz und 1.6 GHz Takt oder aber ein Quadcore-SoC mit 2.15 GHz und 1.6 GHz. Dies ist abhängig vom Markt, wir rechnen für unsere Region mit dem Octacore-Prozessor. Hierbei dürfte es sich wieder um einen hauseigenen Exynos-Chip handeln. Der Arbeitsspeicher beträgt 4 GB RAM, für die eigene Nutzung stehen 32 GB bzw. 64 GB Flash-Speicher zur Verfügung, der, jetzt kommt’s!, per Micro-SD-Karte um bis zu 200 GB erweiterbar ist! Die Gebete oder Beschwerden der Samsung-Community sind also erhört worden. Eine weitere Neuerung ist, dass das Gerät nun staub- und wasserdicht nach IP68 ist: Das bedeutet, dass es theoretisch gegen langanhaltendes Untertauchen geschützt ist – wir brennen auf einen Praxistest.

 

Softwareseitig wurden ein paar Dinge angepasst und verbessert. So wird das edge-User Interface immer weiter optimiert und lässt nun noch mehr Apps „auf die hohe Kante“ wandern. Auch die Samsung Galaxy S7-Smartphones bekommen ein Always-On-Display in Glance- bzw. Blick-Tradition. Die Sicherheitsfeatures von Samsung Knox sind wieder mit dabei und Samsung Pay wurde für einige Länder ausgeweitet, für Deutschland, Österreich und die Schweiz allerdings noch nicht.

Akku, Micro-SD-Slot und Wasserkühlung: Ein Smartphone zum Gamen

Der Akku kann sich von dem des LG G5 klar absetzen. Mit 3’000 mAh für das S7 und 3’600 mAh für das Galaxy S7 edge ist er klar stärker und auch blitzschnell aufgeladen. Noch dazu kann es, wie auch schon die Geräte der S6-Reihe, drahtlos schnell aufgeladen werden. Insbesondere Spielefans werden sich freuen: Dank des Micro-SD-Slots, dem grösseren Akku, der noch dazu schnell geladen werden kann, und einer Wasserkühlung steht dem Hardcore-Gaming nichts mehr im Wege. Ein USB-Type-C-Anschluss ist leider nicht vorhanden, Samsung setzt weiterhin auf USB 2.0. Ausserdem sind Bluetooth 4.2, NFC, MIMO und WLAN 802.11 a/b/g/n/ac mit an Bord.

Neue Kamera-Technologie: Dual Pixel

Auch an der Kamera wurde geschraubt: Zum Einsatz kommen eine 12 Megapixel Hauptkamera sowie eine 5 Megapixel starke Frontkamera. Das klingt nicht nach viel, jedoch bringt Samsung eine neue Technologie namens Dual Pixel ins Spiel. Hiermit sollen vor allem Bilder in der Dunkelheit besser werden. Die Kamera löst schneller aus, verfügt über grössere Pixel und eine grössere Blende. In der Präsentation werden pausenlos die Kameras der Konkurrenz (namentlich iPhone S6 Plus) mit der des S7 verglichen, wobei die des neuen Galaxys selbstverständlich besser abschneidet. Nun, diese Events sind Werbeveranstaltungen, wir sind auf Resultate in freier Wildbahn gespannt. Die Kameras der S6-Reihe zeigten sich durch die Bank als hervorragend. Wenn nun Bilder unter schlechten Lichtbedingungen noch besser werden, ist dies nur zu begrüssen.

Drei Farben und ein recht hoher Preis

Nun aber ans Eingemachte: Was kostet der Spass? Preislich liegt das Samsung Galaxy S7 bei 719 SFr. für die 32 GB-Version und 819 SFr. für das Samsung Galaxy S7 edge. Die Euro-Preise werden sich in ähnlichen Bereichen bewegen. Beide Geräte sind in den Farben Black Onyx, White Pearl und Gold Platinum zu haben. Die grünen und blauen Varianten sind demnach aus dem Sortiment herausgefallen, das silberne Modell bleibt vorerst anderen Märkten vorbehalten. Die Smartphones sind ab dem 11. März im Handel erhältlich.

Zuckerberg und ganz viel Virtual Reality

Im zweiten Teil der Veranstaltung stand plötzlich Mark Zuckerberg, seines Zeichens Facebook-Gründer, auf der Bühne und sprach über die Neuerungen und Möglichkeiten zu Virtual Reality. Demnach wird VR in den nächsten Monaten wohl auch bei Facebook ein ganz grosses Ding werden. Die neue kleine Kamera von Samsung, die Gear 360 wird dazu beitragen, Videos für die VR-Brillen zu produzieren. Die Gear 360 ist ein etwa tennisballgrosses Gadget mit zwei 15 Megapixel-Kameras an Bord. Diese können Inhalte in 360 Grad aufnehmen, die gleichzeitig mit dem Smartphone angeschaut werden können.

 

Der Trend scheint, wie auch schon bei LG gesehen, klar in Richtung VR zu gehen. Man hat wohl auch gemerkt, dass das rein passive Nutzen der VR-Brillen bald erschöpft ist und die Menschen selbst Inhalte produzieren möchten. Mit den neuen 360 Grad-Kameras der Hersteller ist dies bald flächendeckend möglich. Spielt auch noch Social Media-Riese Facebook mit, könnte dies einen Boom für den Markt bedeuten.

 

 

Quelle: Samsung Unpacked Event @ MWC 2016

Bilder: Samsung und The Verge (Englisch)

vg-wort
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2 Antworten zu “MWC 2016: Samsung stellt Galaxy S7 und Galaxy S7 edge vor”

  1. Anaya sagt:

    IP68 und das mit offener USB buchse ?

    ist das denn überhaupt möglich ?

  2. LoLboy sagt:

    Ist nicht das erste Gerät bei dem das gemacht wird. Damit kann man zumindest nicht auf eine der Gummikappen vergessen.

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