So. 01. März 2015 um 20:14

MWC 2015: Das Samsung Galaxy S6 Unpacked Event

von Marc Hoffmann4 Kommentare

Endlich ist es soweit: Samsung stellt auf dem MWC 2015 das Samsung Galaxy S6 vor. Bereits seit Wochen wird über ein neues Design, die Materialwahl und die verbauten Hardwarekomponenten spekuliert. Samsung selbst lief in seiner Wir sagen nichts! Kampagne auf Höchstform auf und strapazierte die Nerven von Fans. Doch heute wurde das Schweigen gebrochen. Wir waren für euch beim Unpacked Event vor Ort und sagen euch alles über die Details zum Gerät und was Samsung noch im Petto hat.

Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge

Es kommen also, wie schon vermutet wurde, zwei verschiedene Varianten des Samsung Galaxy S6 auf den Markt. Zum einen ein normales Galaxy S6, welches der direkte Nachfolger des Galaxy S5 ist und ein Galaxy S6 Edge, welches den gekrümmten Display Rand des Galaxy Edge und das Galaxy S6 in einem Gerät vereint. Samsung will, als Hersteller mit den grössten Smartphone-Absatzzahlen weltweit, auch im Bereich Usability, Security und Business den Markt weiter dominieren.

 

Samsung bewirbt die Geräte damit, die fortschrittlichsten Smartphones der Welt zu sein. Dies beginnt bei der Verarbeitung, bei der besonders viel Wert auf Perfektion gelegt wurde. Die Front des Gerätes besteht aus Gorilla Glas 4, welches bei 800 Grad Celsius gehärtet wurde. Besonders ist die Aussage:

We will not bend!

Worauf diese Aussage abzielt, dürfte klar sein. 

 

Wirklich interessant ist aber, dass Samsung das neueste TouchWiz UI extrem entschlackt hat. Viele unbenötigte Funktionen sind aus unzähligen Menüs verschwunden, das gesamte Interface wurde sauberer, mit weniger Icons und mehr klar beschrifteten Schaltflächen versehen. Auch an der Performance wurde deutlich gearbeitet und Samsung verspricht nun, dass es in Zukunft keine Ruckler und kein Stottern mehr geben wird. Am Rand des Galaxy S6 Edge lassen sich zudem bis zu fünf favorisierte Kontakte anheften, welche bereits aus dem Lockscreen heraus aufgerufen werden können. 

64-Bit Power im Galaxy S6

Auch bei der Hardware hat Samsung einiges in Petto: In beiden Modellen arbeitet ein schneller 64 Bit-Prozessor mit acht Kernen im big.LITTLE Design, welcher, wie bereits erwartet wurde, ein Exynos 7420 Prozessor aus eigenem Haus ist. Takten sollen dessen Kerne mit 2.1 GHz sowie 1.5 GHz. Zudem wird zum ersten mal in einem Smartphone 3 GB des neuesten LPDDR4 Arbeitsspeicher verbaut, welcher bis zu 80 Prozent mehr Datendurchsatz und somit deutlich mehr Performance ermöglicht. 

 

Die Daten zum Display sind auf jeden Fall eine Superlative. Auf 5.1 Zoll Diagonale sind 2560 x 1440 Pixel in einer qHD Auflösung mit einer Pixeldichte von sagenhaften 577 ppi zu finden. Trotz dieser hohen Auflösung will Samsung allerdings eine beachtliche Akkulaufzeit erreichen und verspricht bis zu elf Stunden beim Surfen und 13 Stunden Videowiedergabe. Zudem soll der Akku enorm schnell aufzuladen sein und erreicht mit einer zehnminütigen Ladung ganze vier Stunden Nutzungszeit. Der nun endgültig fest verbaute Akku lässt sich in der Hälfte der Zeit aufladen, die ein Apple iPhone 6 momentan brauchen würde, eine genaue Zeit gab Samsung nicht an. Ausserdem ist die Möglichkeit des kabellosen Ladens direkt in das Gerät integriert worden.

Die Kamera des Galaxy S6

Auch an der Kamera hat Samsung wieder kräftig geschraubt. Mit einer Blende von f/1.9 verspricht Samsung eine hohe Lichtausbeute bei Fotos im Dunkeln, welche mit einer Auflösung von 16 Megapixel aufgenommen wurden. Natürlich lies es sich Samsung hier nicht nehmen, wieder den direkten vergleich mit dem iPhone 6 Plus zu ziehen und zeigte in Videos und Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen die Überlegenheit des eigenen Gerätes. Zudem gibt es noch einige neue Kamerafunktionen, wie beispielsweise eine Objektverfolgung. Auch die Frontkamera wurde deutlich aufgebohrt und liefert nun eine Auflösung von 5 Megapixel und ebenfalls eine verbesserte Bildqualität bei Dunkelheit.

Mobile Payment und Samsung Knox

Wie schon Apple mit dem iPhone 6 startet nun auch Samsung einen eigenen Bezahldienst. Dieser Dienst mit dem Namen MST soll allerdings nicht auf bestimmte Lesegeräte und Unternehmen beschränkt sein, sondern mit vielen bestehenden Diensten kompatibel bleiben. Die Bezahlvorgänge werden dabei über einen Fingerabdruck oder eine Passwortsperre abgesichert und Kreditkarten sollen damit gänzlich obsolet werden. Wie sich dieser Service gegenüber Apple Pay behaupten kann, wird sich aber erst noch zeigen.

 

Ausserdem hat Samsung auch sein hauseigenes Sicherheitssystem Samsung Knox für das Galaxy S6 fit gemacht, womit beide Varianten auch direkt für den Einsatz in Unternehmen mit erhöhten Sicherheitsstandards gewappnet sein sollen.

Quelle: PocketPC.ch @ MWC 2015

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4 Antworten zu “MWC 2015: Das Samsung Galaxy S6 Unpacked Event”

  1. wolfsstolz sagt:

    Alleine durch die Tatsache, das Knox bei dem S6 zum Zwangs standart wird ist es für mich bereits ein NoGo und ich werde mich wohl für einen anderen Anbieter entscheiden. Ich hoffe, das die Hersteller endlich auf Kundenwünsche eingehen und sich solchen Kram sparen.

  2. night sagt:

    na ja ohne root geht gar nichts und mit root ist knox eh Geschichte. Also entweder das eine oder das andere.

    Für die Firmen wird es interessant und ein Enterprise gesteuertes Management noch viel interessanter.

  3. huesnu sagt:

    Schönes Gerät muss ich zugeben, hoffentlich kommt eine mini Version mit top Ausstattung

  4. Android_Newbie sagt:

    Mal ein schöneres Gerät. Ist zwar aus einem anderen Fluss entstanden, aber immerhin :rolleyes:

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