Sa. 02. August 2014 um 0:46

Microsoft verklagt Samsung

von Yves Jeanrenaud1 Kommentare

Nachdem Microsoft 2013 Interesse an der Mobilfunksparte des angeschlagenen finnischen Konzerns Nokia angekündigt hatte, habe Samsung das seit 2011 zwischen den beiden Unternehmen bestehende Lizenzabkommen einseitig aufgekündigt. Langwierige Verhandlungen seitens Redmond mit Seoul hätten nicht gefruchtet und so ersucht man nun seit gestern das Amtsgericht von New York, den Streit zu entscheiden. Dabei drückt David Howard, seines Zeichens Corporate Vice President und stellvertretender Leiter der Rechtsabteilung bei Microsoft in dessen offiziellen Blog seine Zuversicht darüber aus, dass das Gericht in Microsofts Sinn entscheiden wird und die Vertragsansprüche durchsetzt.

Bei dem Lizenzabkommen geht es um das beidseitige Nutzen von jeweiligem geistigen Eigentum, Intelectual Property, kurz IP. Samsung war 2011 diesen Vertrag mit Microsoft eingegangen, der für beide Unternehmen sehr vorteilhaft ist. Seither hat Samsung seine Verkäufe in nur drei Jahren dank des IP-Abkommens von 82 Millionen auf 314 Millionen Android Smartphones beinahe vervierfacht. Das Samsung den Kauf der Nokia-Handysparte nur als Ausrede für das einseitige Aufkündigen des Vertrags verwendet, sieht Howard dadurch bestätigt, dass man aus Seoul keine Bestrebungen erkennen liess, ein Gericht entscheiden zu lassen, ob dieser Kauf wirklich das Abkommen tangieren würde.

 

Quelle: blogs.microsoft.com (Englisch)

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Eine Antwort zu “Microsoft verklagt Samsung”

  1. Yves Jeanrenaud sagt:

    GeekWire hat eine Kopie des Anklagetextes online gestellt:
    http://www.scribd.com/mobile/doc/235647261/embed?access_key=key-ZdU7IgQUqu3h6f0G3Eu3

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