Mi. 22. Juli 2015 um 11:34

Microsoft: Fast 3 Milliarden Euro Minus dank Windows und Nokia?

von Marcel Laser1 Kommentare

Der Kauf von Nokias Mobile-Bereich gilt bis heute als grösstes Sorgenkind des Unternehmens. Die vielen Stellenstreichungen im Bereich für mobile Endgeräte und die mittlerweile extremen Abschreibungen auf den ehemaligen Nokia-Sparte, wirken sich nun auf die Quartalszahlen von Microsoft aus. Die Nachfrage nach dem Windows-Betriebssystem ist durch den abfallenden PC-Markt ebenfalls drastisch gesunken. Ergebnis sind Verluste in Milliardenhöhe. Erstaunlich: Noch vor der Jahresfrist hatte man einen Gewinn von 4.6 Milliarden US-Dollar eingefahren.

Nokia und Windows sorgen für grössten Quartalsverlust der Unternehmenshistorie

Microsoft gab nun seine Quartalszahlen bekannt und berichtet, dass man im abgelaufenen Geschäftsquartal ein Minus von 3.2 Milliarden US-Dollar eingefahren hat, was in etwa 2.94 Milliarden Euro entspricht. Grund dafür sind mittlerweile Verkettungen vieler negativer Umstände. Genannt werden zum Beispiel die extreme Abschreibung der für mehr als 7 Milliarden US-Dollar gekauften Handy-Sparte von Nokia, welche noch unter Steve Ballmer eingefädelt wurde. Zudem wurden mehrere tausend Mitarbeiter entlassen und bereits Anfang Juli hat Microsoft die Stellenstreichung von weiteren 7’800 Mitarbeitern angekündigt, welche ebenfalls die Mehrheit der ehemaligen Nokia-Mitarbeiter ausmachen wird.

 

Windows ist ebenfalls betroffen, allerdings auf eine andere Art und Weise. Der PC-Markt befindet sich im freien Fall und verliert durch Smartphones und Tablets immer mehr an Boden. Hauptdominierende sind hier vor allem Samsung und Apple, an denen bis heute kein Weg vorbeiführt. Durch die extrem sinkenden Absätze für Laptops und Desktop-PCs ist auch die Nachfrage nach dem Windows-Betriebssystem betroffen. Die Einnahmen durch Windows sanken auf ein Fünftel des letztjährigen Zeitraums. Der Gesamtumsatz sank somit um 5 Prozent auf 22.2 Milliarden US-Dollar. Die Aktie des Unternehmens fiel nach Bekanntgabe um 3.5 Prozent.

 

Schuld ist allerdings auch im Moment der starke US-Dollar, welcher dafür sorgt, dass die Einnahmen im Ausland durch die Umrechnung stärker verringert werden als bisher. Wäre man im selben Vorjahreszeitraum mit identischen Zahlen gelandet, so wäre der Umsatzrückgang nicht bei den bisherigen 5 Prozent geblieben, sondern lediglich bei 2 Prozent. Ein Verlust wäre allerdings so oder so entstanden.

 

 

Quelle: Microsoft Quartalsbericht

vg-wort
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Eine Antwort zu “Microsoft: Fast 3 Milliarden Euro Minus dank Windows und Nokia?”

  1. yellowscorpion sagt:

    Der Nokia Mobile Kauf war aber einen Versuch wert, mein ich doch. Irgendwas wird schon hängen geblieben sein an technischen Entwicklungen die mit gekauft wurden. Jetzt schau ma mal wie sich Windows 10 so macht, irgendwie geht’s schon weiter, muss ja… 😀

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